Adventzeit ist Backzeit

Wenn es draußen anfängt zu schneien und die Christkindlmärkte öffnen, dann haben Lebkuchen, Vanillekipferl, Zimtsterne und Co. ihren Auftritt.

Advent- und BackzeitIn der Adventzeit duftet es herrlich nach gebackenen Keksen. (Foto by: © cook_inspire / fotolia.com)

Die Adventzeit ist die wohl besinnlichste Zeit des Jahres. Die ersten Schneeflöckchen gleiten sanft zu Boden und die Häuser und Wohnungen werden weihnachtlich dekoriert. In der Mitte des Tisches finden sich backfrische Kekse und man kann der Versuchung einfach nicht widerstehen. Die Christkindlmärkte öffnen und die Auswahl an Köstlichkeiten ist einfach überwältigend.

Es war einmal im 13. Jahrhundert

Die Kunst der gesunden Ernährung, wurde gewissermaßen bereits im 13. Jahrhundert geprägt. Damals entstanden so genannte Bischofsspiele, bei denen im Gedenken an den heiligen Nikolaus Äpfel, Nüsse und Mandarinen verteilt wurden. Auch heute beinhalten traditionelle Weihnachtsgebäck hauptsächlich Nüsse und Mandeln, zusätzlich greift man auf die vorhandene Gewürzvielfalt zurück, wie zum Beispiel Anis oder Nelken, wobei die wichtigste „Weihnachtszutat“ sicherlich der süße Zimt ist. Gebäck mit Zimt erfüllt den Raum mit wohligen Düften, die sofort an Weihnachten erinnern.

Weihnachtslieder und Weihnachtsgedicht

Und was wäre Weihnachten ohne die richtigen Weihnachtslieder oder Weihnachtsgedichte. Passende Weihnachtsgeschichten, Gedichte, Weihnachtslieder, Bäckereien, Bastelanleitungen und Weihnachtsbilder stimmen so richtig auf die besinnliche Adventzeit ein.

Zimt - typisches Weihnachtsgewürz

Das aromatische Gewürz des Zimtbaumes darf in der Weihnachtsbäckerei auf keinen Fall zu kurz kommen. Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt und darf – gerade in Österreich – seinen Stellenwert als „typisches Weihnachtsgewürz“ feiern. Somit versüßt es nicht nur diverse Teesorten, sondern tut auch dem Körper ganz gut, denn es gilt als „Heilgewürz“.

Hochwertigem Zimt wird sogar nachgesagt, dass er den Blutzuckerspiegel senken kann. Wundergewürz Zimt Die ätherischen Öle des Zimts wurden schon in früheren Zeiten in der Medizin verwendet, hauptsächlich in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Allerdings sollte mit Zimt auch nicht zu großzügig umgegangen werden, da er eine gewisse Allergiepotenz aufweist.

In der Weihnachtsbäckerei kommt Zimt jedoch nicht in übermäßigem Ausmaß vor, weshalb man Zimtsterne und sonstige Leckereien ruhigen Gewissens verkosten kann; gleichzeitig bringt der enthaltene Zimt den Organismus in Schwung und schmeckt vorzüglich.

Lebkuchen und Stollen

WeihnachtsstollenDer Christstollen ist eines der ältesten Weihnachtsgebäcke. (Foto by: © cook_inspire / fotolia.com)

Die wohl traditionellsten Weihnachtsgebäcke dürfen auch in diesem Jahr keinesfalls fehlen. Beide gibt es heute in unterschiedlichen Variationen, aber eines haben alle Vertreter von Lebkuchen und Stollen gemeinsam – wunderbarer Geschmack mit viel Hintergrund.

  • Christstollen
    Die Form des Christstollens ist kein Zufall, soll sie doch an das gewickelte Jesuskind erinnern. Der bekannte Stollen kommt aus Deutschland, durfte aber schon vor langer Zeit seinen Erfolg in ganz Europa verzeichnen. Der Christstollen begleitet Europa seit dem 14. Jahrhundert und zählt somit zu den ältesten Weihnachtsgebäcken der Geschichte. Meistens beinhalten die Stollen eine Mischung an Trockenfrüchten. Die bekanntesten Ausprägungen sind Nuss-, Mandel- oder Mohnstollen.
  • Lebkuchen
    Die Bezeichnungen für den schmackhaften Kuchen reichen von „Pfefferkuchen“ bis hin zu „Honigkuchen“. Die Grundidee ist die selbe, allerdings gibt es heutzutage die verschiedensten Variationen des herzhaften Gebäcks. Die Lebkuchen, die man heute kennt, gehen auf das Mittelalter zurück, wo Mönche die Kunst des Lebkuchenbackens zu schätzen wussten. Die Zutaten schöpfte man aus den wertvollen Gewürzquellen des Orients. Als Spitzkuchen, in Herzchen- und Sterneform darf man den Lebkuchen heute genießen und wer es ein wenig ausgefallener mag, der sollte die mehrschichtige Dominosteinversion ausprobieren.

Vanillekipferl

Die kleinen Hörnchen aus Mürbteig verleiten schon mal zu einer Kostprobe. Gerne stibitzt man ein Kipferl vom warmen Backblech, doch sollte man den Mund nicht zu voll nehmen, denn sonst staubt es. Der Vanillezucker ist nämlich das Tüpfelchen am I und verleiht den Kipferl ihren charakteristischen Geschmack. Für über 80 % der Österreicher sind Vanillekipferl das ultimative Weihnachtsgebäck. Neben dem guten Geschmack schneidet das Vanillekipferl aber auch anderweitig gut ab: Es lässt sich gut lagern.

Vanillekipferl erinnern aufgrund ihres Erscheinungsbildes ein wenig an Schnee, was am süßen Vanillezucker liegt, der das winterliche Montiv zaubert. Hierzulande zählen sie vielleicht auch deswegen zum klassischen Weihnachtsgebäck. Zum Selberbacken benötigt man hauptsächlich Mehl, Butter und Zucker und mit ein wenig Übung zauber man köstliche Vanillekipferl.

Weihnachts-Plätzchen und Kekse

WeihnachtsbäckereiDie Weihnachtsbäckerei verzaubert unsere Geschmacksknospen. (Foto by: © Alexander Raths / fotolia.com)

Was kann es schöneres geben, als der wohlige Duft frisch gebackener Kekse in einer Backstube. Auch zu Hause zaubert man sich damit den winterlichen Flair in die häuslichen Vier-Wände. Kekse sind zwar nicht nur zu Weihnachten der Hit, aber in dieser Zeit dürfen sie auf gar keinen Fall fehlen. Die Unterscheidung zwischen Keksen und Plätzchen ist minimal. Die mürbe Konsistenz der Kekse und Plätzchen lässt bereits beim ersten Bissen Gaumenfreude aufkommen.

Abwarten, Tee trinken und Kekse essen ...

Ursprünglich stammen die mundgerechten Leckereien aus England. Die Idee dahinter war, ein Gebäck zur klassischen „Tea-Time“ zu reichen, was diese Tradition schnell zu einem täglichen Ritual werden ließ. Schon bald folgten Kekse mit Schokoladenüberzug, Butterkekse und Doppelkekse mit zarter Füllung. Zu Weihnachten sehr beliebt sind Spekulatius mit einer Gewürzmischung aus Zimt und Kardamom.

Zur edlen Zierde werden Spekulatius auch häufig mit Mandelsplittern geziert, was nicht nur optisch verfeinert, sondern auch geschmacklich. Die Weihnachtsbäckerei ist bereits seit Hunderten von Jahren bekannt und ein Abbruch dieser köstlichen Tradition ist auch keineswegs in Sicht. Die Advent- und Weihnachtszeit wird auch weiterhin jene Zeit bleiben, in der man sich gewisse Ruhemomente gönnt und nicht nur einen Keks nascht...

Leckereien zum Selbermachen

Die Weihnachtsbäckerei kann beginnen - dabei geht es beim Backen um viel mehr, als nur um die Plätzchen und Kekse, die man am Ende genießen kann. Backen versetzt in Hochstimmung, schafft Gemeinsamkeit und bringt Wärme in die kalte und besinnliche Jahreszeit. Hier finden Sie ein paar Rezepte für die vorweihnachtliche Backzeit:


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