Kräuter auf Äckern und Feldrändern

Wem der eigene Kräutergarten nicht genug Abwechslung liefert und wer gerne mal mit Außergewöhnlichem experimentiert, der kann seine Küchenkräuter in der freien Natur sammeln. Sogar auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gedeihen erstaunlich viele nutzbare Pflanzen.

Kräuter auf Äckern und FeldrändernDie Pflanzen am Feldrand entsprechen häufig denen des angrenzenden Ackers. (Foto by: © kotafoty / fotolia.com)

Mit Ackerbau verbinden wohl die meisten langweilige und eintönige Monokulturen. Getreidefelder soweit das Auge reicht sind nicht nur optisch sondern auch botanisch nachteilig. In Zeiten der zunehmend biologischen und nachhaltigen Landwirtschaft lassen sich aber immer häufiger kleine, wenn möglich nach Bio-Regeln genutzte Ackerflächen finden.

Äcker

Ein Acker, auch als Feld bezeichnet, ist landwirtschaftlich genutzter Boden, der regelmäßig bearbeitet und mit Feldfrüchten wie mit Kartoffeln, Rüben, Mais, Raps, Getreide usw. bestellt wird. Auf Grund der zyklischen Bearbeitung siedeln sich auf den Äckern hauptsächlich ein- und zweijährige Wildpflanzen, auch häufig als Ackerunkräuter bezeichnet, an. Die berühmtesten Vertreter welche uns rein optisch besonders erfreuen sind die wunderschönen roten Mohnblumen und die blauen Kornblumen.

Beide lassen sich weder in Küche noch als Heilkraut nutzen. Findet sich auf einem Acker doch mal ein gesuchtes und brauchbares Gewächs, so sollte man bedenken, dass der Acker womöglich mit Pestiziden behandelt sein könnte. Daher empfiehlt es sich nur von Äckern zu sammeln, deren Besitzer man kennt und wo man die Düngungs- und Pestizidbehandlungszeiträume erfragen kann.

Feld- und Wegränder

Die Pflanzen am Feldrand entsprechen häufig denen des angrenzenden Ackers. An Feldrainen, die nicht oder nur selten gemäht werden, ist die Artenvielfalt deutlich größer und auch mehrjährigen Pflanzen gelingt es, sich zu behaupten.

Echte KamilleDie Kamilleblüten komme sowohl in der Küche als auch als Heilpflanze zum Einsatz. (Foto by: © lichtreflexe / fotolia.com)

Pflanzenbeispiel: Echte Kamille

Die echte Kamille erkennt man an ihrem typischen Duft. Nicht nur die Blüten haben den typischen Geruch, sondern auch die Blätter und Stängel. Die Kamille bevorzugt nährstoffreiche und lehmige Böden und entwickelt sich besonders gut in Getreidefeldern, auf Brachflächen und an Feldrändern, während sie in Wiesen eher selten zu finden ist. Die Blütezeit reicht von Mitte Mai bis Ende September.

Geerntet werden die Blüten, welche sowohl in der Küche als auch als Heilpflanze zum Einsatz kommen. Kamille hat entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften. Sie wirkt auch schmerzlindernd, verdauungsfördernd, entkrampfend und beruhigend. Kamillenblüten können roh gegessen werden, sind sehr dekorativ und eignen sich gut für Süßspeisen und zur Herstellung eines aromatischen Sirups, den man zum Süßen, zum Beispiel von Tee, verwendet.

Achtung: da es viele Kamillenarten gibt, ist beim Sammeln auf den charakteristischen Geruch zu achten. Ein besonderes Merkmal der Echten Kamille ist der hohle Blütenboden. Die allergisch wirkende Hundskamille ist an ihren stinkenden Geruch zu erkennen.


Bewertung: Ø 3,0 (1 Stimme)

User Kommentare