Altes Getreide wieder entdecken

Alte Getreidesorten werden wieder neu entdeckt und halten Einzug in unsere Küchen. Getreide und Körner können mit traditionellen Rezepten genauso wie mit modernsten Gerichten kombiniert werden und eignen sich gut für kulinarische Experimente mit Einflüssen aus aller Welt. Vollwertig und nahrhaft mit Quinoa, Amaranth, Hirse und Co ist allemal ein Versuche wert.

GetreidesortenVollwertig und nahrhaft mit Quinoa, Amaranth, Hirse und Co. (Foto by: Shaiith79 / Depositphotos.com)

Dass Weizen nicht das Wahre ist, wissen wir bereits seit einer Weile. Das enthaltene Gluten stellt bei Zöliakie ein ernstes Problem dar, da kaum noch glutenfreie Lebensmittel zu bekommen sind. Oder doch? Alte Getreidesorten, die lange vor dem Weizen eine wichtige Rolle einnahmen, kommen nun verstärkt wieder auf den Markt. Sie erhöhen nicht nur die Vielfalt, sondern enthalten manchmal schwer zu bekommende Nährstoffe und sind dabei glutenfrei. Welche Getreidesorten sind das und wie handhabt man sie?

Emmer, Einkorn und Co.: einheimische Stars

Weizen war nicht immer das Hauptgetreide in der Mühle. Frühere Varianten sind beispielsweise Emmer, Kamut und Einkorn. Glutenfrei sind sie nicht, allerdings enthalten sie längst nicht die hohen Mengen an Gluten wie der kultivierte Weizen. Für eine glutenärmere Ernährung sind sie optimal. Weniger Gluten bedeutet, dass der Körper weniger dafür sensibilisiert wird und somit unwahrscheinlicher mit einer Glutenunverträglichkeit reagiert. Geschmacklich unterscheiden sie sich nur geringfügig vom Weizen und lassen sich genau wie dieses optimal zu Mehl mahlen. Somit eignen sie sich zum Kochen und Backen wie mit handelsüblichem Weizenmehl.

Buchweizenmehl - lecker, aber nicht für alles

Neben sehr verträglichen Getreiden gibt es die Alternativen wie etwa Buchweizen oder Teffmehl. Letzteres ist sogar tatsächlich glutenfrei, eignet sich aber nicht für alles. Zunächst haben diese Getreidesorten einen zwar leckeren, aber spürbar anderen Eigengeschmack. Diesen mag nicht jeder. Zudem passt er auch nicht zu jedem Rezept: eher intensives Teffmehl würde etwa nicht zu einer süßen Oberstorte passen. Auch die Dosierung und der Umgang mit solchen Mehlen können deutlich anders sein. Für andere Rezepte dagegen, etwa für traditionelles Injera oder für selbst gemachte Buchweizennudeln, sind diese Getreidesorten wiederum perfekt geeignet.

Exoten: Quinoa, Amaranth, Hirse und Co.

roter, schwarzer und weißer QuinoaDie gesunden Quinoa Sorten in rot, weiß und schwarz (Foto by: egal / Depositphoto)

Weizen nimmt zwar weltweit einen hohen Stellenwert ein, doch es gibt weltweit auch noch andere Getreidesorten. Hierzulande sind das Emmer, Dinkel oder Einkorn, woanders können es Quinoa, Hirse, Amaranth oder Teff sein. Der Verzicht auf Weizen zieht es wahrscheinlich nach sich, auf mehr Vielfalt setzen zu müssen. Teffmehl eignet sich beispielsweise für dunkle Brote, Amaranth lässt sich gut in Müslis genießen und sogar puffen, Hirse und Quinoa stellen einen Reisersatz dar. Viele dieser exotischen Alternativen enthalten gar kein Gluten mehr und sind damit die optimalen Ersatz-Getreide, um weniger Gluten zu essen. Davon abgesehen vertragen sie sich mit traditionellen Rezepten genauso wie mit modernsten Gerichten und eignen sich gut für kulinarische Experimente mit Einflüssen aus aller Welt.

Altes und alternatives Getreide: Bereicherung statt Herausforderung

Zugegeben: nicht jede als solche beworbene Alternative zu einem eher ungesunden Lebensmittel ist auch wirklich eine. Manche alte, wiederentdeckte oder alternative Lebensmittel sind einfach nur anspruchsvoll und erfordern ihre eigenen Rezepte, um in die tägliche Ernährung integriert zu werden. Das trifft etwa auf Chiapudding oder Breakfast Bowls mit Goji- und Acai-Beeren zu. Altes Getreide dagegen ist sehr verträglich mit nahezu jeder Küche der Welt und sorgt vor allem für geschmackliche Abwechslung im Weizen-Einerlei. Das macht es einfach, ihnen eine Chance zu geben.


Bewertung: Ø 3,6 (5 Stimmen)

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User Kommentare

schurli
schurli

Amaranth und Emmer hab ich noch nicht probiert,werde es aber demnächst mal versuchen.Der Artikel ist sehr informativ und auch anregend.

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Claudia03
Claudia03

ich habe auch von vielen noch nichts gehört - aber da kann man bestimmt gute Dinge draus machen

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sssumsi
sssumsi

emmer und einkorn kenn ich zwar vom namen, habs aber noch nie benutzt. quinoa essen wir ganz gerne, amaranth ist nicht so mein fall.

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-michi-
-michi-

Also von den meisten habe ich noch nie gehört. Echt interessanter Artikel

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