Anlegen eines Gemüsegartens

Das nötige Land ist da, Pläne sind geschmiedet, im Traum wird schon geerntet – nun kann es endlich losgehen mit dem eigenen Gemüsegarten! Damit man keine bösen Überraschungen erlebt, sollte man beim Anlegen eines Gemüsegartens ein paar grundlegende Dinge beachten.

Gemüsegarten anlegenEs kann hilfreich sein, die Erde im Winter „ausfrieren“ zu lassen. (Foto by: © RioPatuca Images / fotolia.com)

Grundsätzliches

Einige wichtige Punkte, die es zu Beginn zu bedenken gibt hängen direkt mit der Grundversorgung des Gartens zusammen. Kann man gut mit dem Auto heranfahren, um größere, schwere Transportgüter hin oder weg zu transportieren? Wie schaut es mit der Wasserversorgung aus? Gibt es einen Wasseranschluss oder Brunnen?

Wer das ganze Jahr über mit einer begrenzten Menge Regenwasser auskommen muss, sollte auf sehr wasserbedürftige Gemüsesorten vielleicht eher verzichten. Liegt der Garten vielleicht in Feld- oder Waldnähe und besteht die Gefahr, dass Tiere wie Rehe oder Wildschweine zum Ernten vorbei kommen? Dann wäre ein entsprechender Zaun empfehlenswert.

Qualität des Bodens

In den seltensten Fällen wird der Boden so schlecht sein, dass er ausgetauscht werden muss. Zuerst gilt es festzustellen, ob der Garten einen leichten oder schweren Boden aufweist. Schwerer Boden hält gut Wasser, wird aber bei Trockenheit steinhart. Er kann durch Einarbeiten von Sand und Komposterde sowie fleißiges Bearbeiten verbessert werden.

Leichter Boden liegt vor, wenn die Erde leicht bearbeitet werden kann. Häufig enthält leichter Boden einen hohen Sandanteil. Er nimmt gut Wasser auf, kann es aber nicht sehr lange halten. Dieser Boden kann durch Aufbringen von Tonmehl oder Kompost optimiert werden. Ebenfalls ein wichtiger Faktor bei den Anbaubedingungen ist der pH-Wert, sprich die Säurehaltigkeit des Bodens. Die meisten Gemüsesorten wachsen am besten auf neutralem oder schwach saurem Boden.

Gemüsebeet PlanungDie meisten Gemüsesorten wachsen am besten auf schwach saurem Boden. (Foto by: © blende40 / fotolia.com)

Neulandvorbereitung

Die Urbarmachung wird am besten im Herbst oder an frostfreien Wintertagen durchgeführt. Die Fläche wird im Bedarfsfall von Fremdmaterial gesäubert. Hohes Gras, Gestrüpp und ähnliches sollte gründlich entfernt werden. Bei einer Wiese wird die Grasnarbe mit einer Dicke von etwa 5cm abgestochen. Die Grassoden werden mit dem Gras nach unten gestapelt und ergeben durch Einstreuen von Kalk zwischen die Grassodenschichten nach dem Verrotten lassen eine gute Pflanzerde.

Falls die Fläche von mehrjährigen Pflanzen wie Quecke, Löwenzahn oder Brennnesseln überwuchert ist, müssen die Wurzeln möglichst vollständig ausgegraben werden, da beispielsweise bei Quecken schon aus einem kleinen Wurzelstück neue Quecken heranwachsen können. Es kann hilfreich sein, die Erde im Winter „ausfrieren“ zu lassen und sie dann im Frühjahr mit Hilfe eines Durchwurfsiebes von Wurzeln und Steinen zu befreien. Besonders günstig ist es, in zwei Lagen umzugraben und dabei Stallmist oder Kompost einzuarbeiten.

Anlegen der Gemüsebeete

Die Breite eines Gemüsebeetes liegt bei ungefähr 1,0 bis 1,3 Meter. Bewährt hat sich eine Breite von 1,2 Meter. Die Länge des Beetes richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten und der benötigten Anbaufläche. Zwischen den einzelnen Beeten sollten Nebenwege mit einer Breite von mindestens 30 Zentimeter angelegt werden. Diese werden entweder nur festgetreten oder mit diversen Platten belegt. Der Hauptweg, welcher zu den Beeten führt, sollte einen festen Untergrund haben und so breit sein, dass man ihn mit der Schubkarre befahren kann.


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