Apfel die süße Versuchung

Der Apfel ist äußerst gesund und schmeckt zudem noch köstlich. Er ist unser Lieblingsobst und ein wahres Wunderkind der Natur.

ApfelÄpfel schmecken nicht nur köstlich sondern sind auch sehr gesund.

Jährlich am 2. Freitag im November wird der „Tag des Apfels“ ausgerufen. Das beliebte Obst erhält damit eine Ehrung, die im wirklich gebührt. Der Apfel ist äußerst gesund und schmeckt zudem noch sehr köstlich. Er ist unser Lieblingsobst und ein wahres Wunderkind der Natur. Weitere Gründe, warum man ruhig täglich zum Apfel greifen sollte, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

der Apfelbaum

Wie der Kirschbaum, so gehört auch der Apfelbaum zu den Rosengewächsen. Das erscheint im ersten Augenblick vielleicht etwas merkwürdig, aber vergleicht man die Blüte des Apfelbaums (Ende April/ Anfang Mai) mit der Blüte der Heckenrose, dann wird man gleich die Ähnlichkeit erkennen. Bevor man die Pflanzen veredelten, wuchsen die Wild- bzw. Holzäpfel im Wald zwischen anderen Bäumen. Diese Äpfel waren klein und schmeckten sauer. Da man erkannte, dass die größeren von ihnen süßer und besser schmeckten, wurde Sorten mit großen Früchten gezüchtet.

In Asien und Ägypten wurden bereits im Jahr 1450 Apfelbäume kultiviert. Alexander der Große, der berühmte Feldherr der Antike, brachte von seinen Eroberungen auch verschiedene Obstsorten mit. Von Griechenland über Italien gelangten so die ersten Äpfel auch zu uns. In der Bibel wurde der Apfel Eva und Adam zum Verhängnis.

Von dieser Geschichte leitet man auch ab, dass der Apfel als Symbol der Macht angesehen wird. Kaiser und Könige hielten oft nicht nur das Zepter in der Hand, sondern auch einen goldenen Apfel, der die Erdkugel darstellen sollte. Die Spitze des Stephansdoms in Wien ziert ein vergoldeter Reichsapfel.

Apfelkonsum und Apfelsorten

ApfelbaumDer Apfel ist das beliebteste Obst in Österreich. (Foto by: © Nitr / fotolia.com)

Mehr als 72.000 Tonnen Äpfel gehen alleine in Österreich über den Ladentisch. Jeder Österreicher isst ca. 28 Kilo Äpfel pro Jahr, wobei dabei unter 20 verschiedenen Apfelsorten gewählt werden kann. Die beliebtesten kennen sie sicher auch: Braeburn, Idared, Jonagold, Gold Delicious, Elstar, Cox Orange und Gala. Übrigens gibt es weltweit ca. 20.000 verschiedene Sorten.

Diese Geschmacks- und Sortenvielfalt ist einfach unvorstellbar! Ungefähr die Hälfte, der in Österreich erwerbsmäßig angebauten Äpfel stammen aus der Steiermark. Auf 4.800 Hektar Fläche wird dort Apfelbau betrieben. Die Nachfrage nach Äpfeln aus Österreich ist auch im Ausland sehr groß. Am meisten wird nach Deutschland, Ost-Europa und Großbritannien exportiert, sowie an weitere ca. 17 Länder.

Gut und Gesund

Der Apfel ist der kalorienarmer Pausensnack, denn er besteht zu 85% aus Wasser und ist somit ein idealer Durstlöscher. Man muss ihn auch nicht erst zubereiten, sondern kann einfach kraftvoll zubeißen und genießen. Außerdem hat er gerade mal ca. 50 kcal, aber einiges an gesunden Inhaltsstoffen. Nicht nur Vitamin C, B1, B2 und Kalium stecken in ihm, sondern auch Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Nährstoffe

Die meisten Nährstoffe sitzen direkt unter, oder in der Schale, weshalb der Ernährungsbewusste die Schale nicht abschneiden, sondern mitessen sollte. Sein hoher Anteil an Pektin kann cholesterinsenkend und wirken sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus.

Gesundheitstipp

Roher, geriebener Apfel wirkt gegen Durchfall. Vom gesundheitlichen Standpunkt aus, ist der Verzehr des rohen Apfels am besten, jedoch kann die Frucht auf so vielfältige Weise zubereitet und verwertet werden, dass es Schade wäre, sich nur auf diese Eine zu beschränken.

Verwertung und Haltbarmachung

  • Apfelsaft:
    In Keltereien wird der süffige Fruchtsaft aus den Äpfeln gepresst. Dabei ist es auch bei vielen Apfelkelterein möglich, die eigenen Äpfel zum Pressen dort abzugeben. Meist erhält man eine adäquate Menge an Saft als Gegenleistung. Als gesundes Getränk ist besonders die Apfelsaft-Mineralwasser-Mischung (auch Apfelsaft gespritzt genannt) beliebt.

    Ungefilterter Apfelsaft ist nicht durchsichtig, sondern trüb. Die naturtrübe Version gilt als die gesündeste, da sei Antioxidantien enthält, die beim klaren Saft fast nicht mehr enthalten sind. Presst man die Äpfel selbst aus und will den Saft haltbar machen, dann muss man den Saft für einige Minuten bei 80°C sterilisieren. Somit ist er für ca. 1,5 Jahre genießbar.
  • Apfelbrand und anderes „Prozentiges“:
    Der Obstbrenner gewinnt den besten Apfelbrand aus vollreifen Äpfeln. Eine sortenreine Vergärung der Maische und sorgfältiges Destillieren sind wichtig, um einen aromatischen Apfelbrand zu erhalten. Apfelbrand kann sehr fein mit Rindermedaillons zubereitet werden. Dazu legt man Äpfelscheiben in Apfelbrand ein, die dann mit der Soße aufgekocht werden – ein Erlebnis für den Gaumen!
  • Sehr bekannt ist auch unter den Köchen der französische Apfelwein, der Cidré. Der prickelnde Apfelwein entsteht aus den kleinen Äpfeln von den Streuobstwiesen der Normandie. Für einen guten Cidre werden bis zu 12 Apfelsorten gemischt. Mit den verschiedenen Geschmacksvarianten des Cidre erhält man durch variieren der Apfelsorten (sauer, lieblich, bitter). Haben sie schon einmal Muscheln in Cidré-Sahne-Sauce gekostet?

Einkochen und Einmachen

Um den Sommergenuss im Glas zu konservieren werden in diesem Fall die Äpfel erst geviertelt und gedünstet und dann als Kompott oder Mus haltbar in Gläser aufbewahrt. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass durch die Hitze das Vitamin C zerstört wird.

Es lässt sich auch problemlos einfrieren und muss dazu einfach nur luftdicht verschlossen in die Gefriertruhe gepackt werden. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass durch die Hitze das Vitamin C zerstört wird. Apfelkompott schmeckt hervorragend zu Kaiserschmarren, Milchreis, Müsli oder einfach nur so. Wenn sie lieber etwas Süßes aufs Brot möchten, dann sind sie mit Apfelgelee bestens beraten. Die Herstellung ist so einfach wie Marmeladekochen.

Kochen und Backen mit dem Apfel

ApfelkuchenAuch in der Küche sind Äpfel sehr beliebt hier z.B. ein köstlicher Apfelkuchen.

Mit dem Apfel kochen und backen und noch viel mehr... Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne den Duft von Bratapfel mit Nuss-Marzipanfüllung? Wenn der warme Apfelkuchen dampft oder Oma Apfel-Palatschinken brät, dann werden Kindheitserinnerungen geweckt und das Wasser läuft einem im Mund zusammen.

Für Bratapfel verwendet man am besten den leicht säuerlichen Boskop. Für einen einfachen Apfelkuchen eignet sich am besten der Braeburn, der sich beim Kochen sehr bewährt hat. Dort wird er gerne mit Rotkohl oder Wirsing kombiniert. Im Fruchtsalat ist er genauso wichtig (mit Zitrone überträufeln, verhindert das Braunwerden), so wie er dem Käsesalat eine fruchtige Note verleiht. Apfelkren, Apfeltaschen, Apfelauflauf – die Liste ließe sich unendliche verlängern. Äpfel sind bei uns sehr präsent und im Übermaß vorhanden.

Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass es so viele Rezepte und Verwendungsmöglichkeiten für die Nährstoffbombe gibt. Kaum ein anderes Obst ist so wandelbar und keines so beliebt.

Da gibt’s eigentlich nur eines: Hast du keinen – pflück Dir einen!

Ideen, was sich mit dem tollen Verwandlungskünstler alles zubereiten können, finden sie hier:


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