Weinland Argentinien - argentinischer Wein

Die Bedeutung Argentiniens als Weinbauland hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. International reiht es sich direkt hinter den USA ein, die Platz 4 in der Rangfolge einnehmen. Seit zwei Jahrzehnten setzen sich auch argentinische Qualitätsweine auf dem Markt durch.

Geschichte des Weines in Argentinien

Weinland ArgentinienImmer mehr argentinische Qualitätsweine setzen sich auf dem Weltmarkt durch.

Seinen Anfang nahm der Weinbau mit den ersten spanischen und portugiesischen Siedlern. Diese konnten auf das Bewässerungssystem der Inka zurückgreifen, durch das ein Anbau erst ermöglicht worden war. Da die Siedler kaum wilde Reben vorfanden, mussten europäische Sorten importiert werden.

In und um Mendoza - einer 1551 gegründeten Stadt - gab es bald mehr als 100 Weinberge. Der Weinbau verbreitete sich im Laufe der Zeit auch in anderen Gegenden wie San Juan. Langsam setzte zudem der Handel mit Wein aus Mendoza ein - begünstigt durch den Bau einer Eisenbahnstrecke zwischen Mendoza und Buenos Aires.

Bislang setzte man noch auf große Mengen - weniger auf Qualität. Erst viel später sollte das südamerikanische Land auch Qualitätsweine herstellen.

Weinland Argentinien heute

Ein günstiger Tafelwein - der Vino de mesa - beherrschte stets den innländischen Markt. Auch wer in ärmlichen Verhältnissen lebte, musste in Argentinien nicht auf ein Glas Wein zum Essen verzichten. Der Wein ist generell aus der argentinischen Küche nicht wegzudenken. Es kam im Zuge der Massenherstellung jedoch zu einer bedenklichen Überproduktion. Als außerdem die Nachfrage sank, wurde ein Umdenken nötig.

Seit Anfang der 90er Jahre liebäugelten die Argentinier mit dem Export ihres Weines. Finanziell unterstützt und nun um hochwertige Produkte bemüht, konnte der Weinbau zu seiner heutigen Blüte gelangen.

Seit 1959 finden durch das Instituto Nacional de Vitivinicultura Qualitätskontrollen statt. Heute ist Argentinien in seiner Weinherstellung sehr vielfältig. Nach wie vor werden von überwiegend kleinen Weingütern Billigprodukte hergestellt.

Die wenigen Großbetriebe produzieren jedoch auch exklusive Premiumweine, die weltweit Anerkennung finden.

Bekannteste Anbaugebiete

Größte und bedeutendste Anbauregion ist das traditionsreiche Mendoza. Es verfügt über eine Rebfläche von etwa 150.000 ha. San Juan folgt größenmäßig mit knapp 50.000 ha. Von Bedeutung sind darüber hinaus das westliche La Rioja, das gebirgige Catamarca sowie die große Provinz Rio Negro.

Beliebteste Rebsorten und bekannteste Weine in Argentinien

Klassische rote Rebsorten aus europäischen Gebieten haben sich in den vergangenen Jahren in Argentinien stark durchgesetzt. Dazu zählen insbesondere Merlot, Syrah, Cabernet Sauvignon, Malbec und Bonarda.

Mit einer Anbaufläche von etwa 93.000 ha dominieren die roten Sorten die weißen Reben (knapp 48.000 ha). Beliebte Weißweintrauben sind Chardonnay, Torrontés Riojano und Chenin. Mit einer Anbaufläche von etwa 65.000 ha liegt der Anbau sogenannter rosa Rebsorten sogar noch über dem der weißen Sorten.

Wichtige Vertreter der rosa Trauben sind Criolla grande, Criolla Chica sowie Cereza. Der Roséwein gilt aufgrund seiner günstigen Herstellung neben dem Weißwein auch heute noch als Alltagsgetränk in Argentinien.


Bewertung: Ø 5,0 (1 Stimme)

User Kommentare