Backpannen - Erste Hilfe

Backen macht Spaß, doch auch erfahrenen Hobbybäckerinnen und -bäckern passiert hin und wieder ein Missgeschick. Der Kuchen gelingt nicht wie geplant, lässt sich jedoch in den meisten Fällen mit kleinen Tricks retten. Wichtig ist dabei, das gute Aussehen wieder herzustellen und Geschmacksbeeinträchtigungen zu vermeiden.

Angebrannter KuchenDas Angebrannte wird großzügig weggeschnitten, des Geschmackes wegen. (Foto by: © NinaMalyna / fotolia.com)

Der Kuchen ist viel zu trocken

Zu trockener Kuchen kann mit Saft, Kaffee oder Likör getränkt werden. Dazu sticht man mit einem Holzspieß kleine Löcher in den Kuchen und gießt dann die Flüssigkeit vorsichtig darüber.

Die Biskuitrolle reißt ein oder bricht

Der Biskuitboden für eine Biskuitrolle kann trotzdem im Ganzen mit Obst belegt werden und ergibt so einen schmackhaften Obstkuchen. Ein Überzug mit geschlagenem Obers macht den Schaden unsichtbar. Außerdem eignet sich zerbrochener Biskuit gut für Tiramisu und andere Desserts.

Der Knetteigboden zerbricht

Zerbrochenen Knetteigboden bestreicht man mit Marmelade, gut eignet sich dafür Marillenmarmelade. Mit einem zusätzlichen Biskuitboden dient er als Unterlage für Torten, er kann jedoch auch mit Obst belegt werden.

Der Rührkuchen zerbricht

Im Ganzen kann der Rührkuchen dann nicht mehr serviert werden. Oft lassen sich aber noch Stücke schneiden, die man mit Kuvertüre überziehen kann. Eine andere Variante: den Kuchen zerbröseln und für Schichtdesserts verwenden.

Der Rührkuchen ist angebrannt

Die verbrannten Stellen schneidet man großzügig mit einem scharfen Messer ab. Ein Überzug aus Kuvertüre oder Zuckerguss sorgt für gutes Aussehen und einen feinen Geschmack.

Der Mürbeteig ist brüchig

Wer bereits beim Kneten feststellt, dass der Mürbeteig nicht gelingt, kann noch zusätzlich etwas Butter oder ein wenig Obers dazu geben. Lässt sich der Teig nicht mehr retten, dann macht man am besten Streusel daraus. Dazu Mehl oder geriebene Nüsse kurz unterkneten, dann den Teig zwischen den fingern zu Streuseln zerbröseln. Sie eignen sich als Belag für einen süßen Apfelkuchen, können aber auch nur mit Obst - ohne separaten Kuchenboden darunter - zu köstlichen Crumbles gebacken werden.

Die Buttercreme gerinnt

Wenn Buttercreme gerinnt, liegt es wahrscheinlich an der unterschiedlichen Temperatur der Zutaten. Eine wirksame Pannenhilfe ist es, wenn die Creme im Wasserbad oder in der Mikrowelle leicht erwärmt wird. Dann schlägt man sie nochmals kräftig durch. Sollte dieses Verfahren nicht ausreichen, kann zusätzlich Kokosfett untergearbeitet werden.

Der Lebkuchen lässt sich nicht vom Blech lösen

Für Lebkuchen, der hartnäckig am Blech klebt, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Solange das Gebäck noch warm ist, hilft die Kältetherapie. Dazu das Blech umdrehen und ein feuchtes, kaltes Küchentuch auf den Blechboden legen. Oft löst sich der Lebkuchen dann wie von selbst. Wenn das nicht geht, den Lebkuchen mit einem Pfannenwender so gut wie möglich lösen. Stücke, die ganz geblieben sind, können mit einer Glasur gerettet werden. Restlichen Lebkuchen kann man zerbröseln und in Desserts oder Joghurt verarbeiten.

Die Glasur bleibt nicht haften

Bei nicht haftender Glasur hilft schnell und effektiv erwärmte Marillenmarmelade. Den Kuchen damit einstreichen und antrocknen lassen. Danach hält jede Glasur, ob aus Schokolade, Punschglasur oder Zuckerguss.

Das Backpapier lasst sich nicht ablösen

Als Sofortmaßnahme hilft es, den Kuchen mitsamt der Form umzudrehen, dann legt man ein angefeuchtetes Tuch auf das Backpapier. Dieses lässt sich nach wenigen Sekunden mühelos abziehen. Die Methode funktioniert nur bei stabilen, robusten Kuchen. Alle anderen nimmt man mit einem Tortenheber Stück für Stück vorsichtig vom Backpapier.

Der Kuchen ist angebrannt

Die angebrannten Stellen schneidet man großzügig ab. Wichtig ist es, vor allem wegen des Geschmacks, dass nicht zu sparsam vorgegangen wird. Dann kann der Kuchen entweder einen Guss bekommen oder man bestreut ihn üppig mit gesiebtem Staubzucker oder Kakaopulver.

Der Kuchen lässt sich nicht stürzen

Wenn der Kuchen einfach nicht aus der Form will, bedeckt man die umgedrehte Form mit einem nassen, kalten Küchentuch. Nach einigen Minuten löst sich der Kuchen und kann problemlos gestürzt werden.

Der Rührkuchen ist nicht durchgebacken

Das Innere des Rührkuchens ist noch glitschig - da hilft nur Durchschneiden, Aushöhlen, Füllen. Denn nochmaliges Backen verschlimmert den Schaden eher. Als Füllung eignet sich geschlagenes Obers, Buttercreme oder Marmelade.


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User Kommentare

Marille
Marille

Da sind wirklich ein paar sehr gute Tipps dabei, besonders der für zu trocken gewordene Kuchen gefällt mir gut.

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