Backpulver

Backpulver ist für gute Rührkuchen unverzichtbar. Es sorgt nicht nur dafür, dass der gerührte Teig sein Volumen in etwa verdoppelt, sondern auch dass er so herrlich luftig wird, wie wir es von einem köstlichen Rührkuchen gewohnt sind.

BackpulverBackpulver dient dazu, dass ein Backprodukt sein Volumen vergrößert. (Foto by: cglade / iStock.com)

Backpulver ist ein Backtriebmittel, das einen Teig „aufgehen“ lässt. Er vergrößert dadurch sein Volumen und wird durch das abgegebene Kohlenstoffdioxid luftiger. Backpulver ist eine wichtige Zutat für Rührkuchen, da sie dadurch ihre gewohnte Leichtigkeit und ihr Volumen erhalten.

Herkunft

Backpulver ist eine Erfindung von Eben Norton Horsford und Ludwig Clamor Marquart. Es wurde 1856 entwickelt. Die Nachfrage nach dem Produkt stieg während des amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 bis 1865 enorm an, da sich durch Backpulver Backwaren leichter herstellen ließen und eine längere Haltbarkeit aufwiesen. 1891 entwickelte August Oetker das Backpulver weiter und vermarktete Backpulver als Backtreibmittel für Haushalte, wodurch es erst richtig bekannt wurde.

Aussehen

Backpulver ist ein schneeweißes, sehr feines Pulver.

Geschmack

Backpulver ist nicht für den alleinigen Verzehr geeignet. Es ähnelt in seinem Geschmack Natron und weist dementsprechend einen seifigen Geschmack auf. Auch saure und salzige Nuancen können vorhanden sein, da Backpulver auch kleine Mengen Salz enthält. Eine geschmacklose Alternative ist Weinsteinbackpulver.

Anwendung/Verwendung in der Küche

Backpulver dient dazu, dass ein Backprodukt sein Volumen vergrößert. Wer schon einmal bei einem Kuchen das Backpulver vergessen hat, wird die Wirkung gut beschreiben können: Der Kuchen bleibt etwa halb so klein und der Teig wird sehr kompakt und nicht luftig und weich, wie man es von einem guten Kuchen gewohnt ist. Backpulver muss genau dosiert werden.

Hierfür ist ein Verhältnis von 1:30 anzuwenden, also ein Teil Backpulver, 30 Teile Mehl. Die typischen Backpulver-Päckchen enthalten 16,5 g Backpulver und sind für ein halbes Kilogramm Mehl ausgelegt. Wenn in Rezepten eine abweichende Menge angegeben ist, sollte diese genau eingehalten werden. Auch ein Zuviel an Backpulver hätte verheerende Folgen für das Backwerk. Backpulver sollte stets trocken und kühl aufbewahrt werden.

Feuchtigkeit und Wärme lösen die Wirkung des Backtriebmittels aus und würden es verderben lassen. Wenn Backpulver Feuchtigkeit gezogen hat, sollte es nicht mehr verwendet werden, da das Funktionieren als Backtreibmittel nur noch dem Zufall überlassen wäre. Backpulver wird beim Herstellen eines Teiges stets ganz zum Schluss hinzugegeben, wenn der restliche Teig bereits fertig ist und nur noch kurz eingerührt. Anschließend sollte der Teig sofort in den Ofen gegeben oder wenigstens im Kühlschrank zwischengelagert werden.


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