Bärlauch

Bärlauch – lange vernachlässigt und nun wieder im Kommen! Bärlauch mit seinem einzigartigen Aroma und dem unvergleichlichen Geschmack erfreut sich verständlicherweise wieder zunehmender Beliebtheit. Frischer Bärlauch lässt sich entweder in freier Natur sammeln oder durch Eigenanbau gewinnen.

Bärlauch blühendBärlauch wächst im Wald an feuchten Stellen und an schattigen Bachläufen. (Foto by: © IrisArt / fotolia.com)

Bärlauch stammt aus der Familie der Zwiebelgewächse und ist mit Knoblauch und Schnittlauch eng verwandt. Das spiegelt sich auch im Geschmack wieder. Das intensive Aroma erinnert vor allem an Knoblauch. Aber auch eine gewisse Schärfe zeichnet den Bärlauch aus.

Die auch als Waldknoblauch bezeichnete Pflanze wird nur saisonal im Frühjahr geerntet, wobei nur die Blätter zum Einsatz kommen. Die lanzettförmigen, hellgrünen Blätter ähneln optisch stark den Blättern von Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Gerade gegen Ende der Bärlauch-Saison besteht eine hohe und lebensgefährliche Verwechslungsgefahr!

Anbau, Pflege und Düngung

Bärlauch wächst im Wald an feuchten Stellen und an schattigen Bachläufen. Will man Bärlauch im Garten anbauen, sollte man dies berücksichtigen. Bärlauch benötigt einen halbschattigen bis schattigen Standort - am besten unter Laubgehölzen. Der Boden muss nährstoff- und humusreich sein. Die Vermehrung ist sehr leicht durch Teilung eines sogenannten Bärlauch-Horstes in einzelne Zwiebeln. In den Folgejahren erfolgt die Vermehrung durch weitere Zwiebelbildung und durch Selbstaussaat.

Der Boden ist feucht zu halten, wobei Staunässe unbedingt vermieden werden muss. Als Vorteil hat sich das Mulchen mit Laub erwiesen. Entfernt man in Frühjahr das Laub, kann eine Schicht gut verrotteter Kompost aufgebracht werden. Eine zusätzliche Düngung ist dann nicht erforderlich. Eine weitere Möglichkeit des Anbaus ist die Aussaat in Reihen als einjährige Kultur. Samen sind im Handel erhältlich.

Ernte

In den ersten 3 -4 Jahren nach dem Anbau sollte der Bärlauch nur mäßig geerntet werden, damit sich die Bärlauch-Kultur festigen kann. Zur Ernte werden die Blätter unten am Ansatz abgeschnitten. Dabei ist zu beachten, dass pro Zwiebel mindestens ein Blatt stehen bleibt, damit die Zwiebel nicht eingeht.

Da die Zwiebeln im Horst sehr eng stehen ist zu beachten, dass ein Schaft eine Zwiebel ist. Die Blätter sind vor der Blüte in der besten Qualität. Die Blütenknospen und Blüten sind ebenfalls für den sofortigen Verbrauch geeignet. Nach der Blüte können auch die Zwiebeln gezogen und verzehrt werden.

BärlauchspaghettiBärlauch schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch sehr gesund. (Foto by: © Johanna Mühlbauer / fotolia.com)

Wirkung und Verwendung

Bärlauch schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch sehr gesund. Allem voran wirkt Bärlauch verdauungsfördernd und regt Stoffwechsel und die Ausschüttung von Verdauungssäften an. So können Verdauungsbeschwerden gelindert und Blähungen vermieden werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei regelmäßigem Verzehr von Bärlauch der Cholesterin positiv stimuliert wird und absinkt. Wichtig dafür ist es, dass Bärlauch immer frisch verwendet und nicht mit gegart wird.

Denn durch Kochen oder Braten verflüchtigen sich die wirksamen Bestandteile und der Bärlauch verliert deutlich an Geschmack und Aroma. Deshalb wird Bärlauch nach Möglichkeit erst kurz vor der Verwendung zerkleinert und gegen Ende der Zubereitung einem Gericht hinzu gegeben. Bärlauch wird häufig in Suppen, Pesto und zum Würzen von Pasta eingesetzt. Auch Bärlauchbutter ist eine interessante und schmackhafte Alternative zu Kräuterbutter.

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Lagerung und Haltbarkeit

Die Blätter können zur Haltbarmachung eingefroren werden. Eine weitere Möglichkeit der Konservierung ist das Einlegen in Essig oder Öl, beziehungsweise die Zubereitung von Pesto.


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