Basilikum

Basilikum zählt ohne Zweifel zu den beliebtesten Fensterbank-Küchenkräutern. Wer regelmäßig Caprese - Tomaten mit Mozzarella und Olivenöl - genießt, kommt um frisches, selbst angebautes Basilikum nicht herum. Mit ein wenig Pflege kann ein kleiner Basilikumstrauch lange Freude bereiten.

BasilikumEs ist ratsam, die Pflanzen vor Spätfrösten, nächtlicher Kälte und Schnecken zu schützen. (Foto by: P_Wei/ iStock.com)

Basilikum ist der Inbegriff der mediterranen Küche. Mittlerweile sind sogar verschiedene Sorten auf dem Markt, welche sich bei gleichem Grundgeschmack in ihren zusätzlichen Aromen unterscheiden. Anbau und Pflege der bis zu einem halben Meter hohen, kleinblättrigen Sträucher ist aber für alle Sorten ähnlich. Da Basilikum meistens frisch geerntet und gehackt verwendet wird, sollte er am besten in Griffweite kultiviert werden. So lassen sich auch mal schnell spontan ein paar Blätter zum Garnieren abzupfen.

Anbau, Pflege und Düngung

Die Basilikumpflanzen, die in unseren Gärten oder auf unseren Fensterbänken stehen sind meist einjährige Pflanzen. Die Vermehrung erfolgt am besten ab März durch Aussaat in Saatschalen oder-kästen unter Glas oder Folie. Zur Keimung werden ca. 20 °C und Licht benötigt. Die Samen sollten also nicht mit Erde abgedeckt werden. Haben die Pflanzen eine Höhe von etwa 5 cm erreicht, wird jeweils ein kleines Büschel Keimlinge in ein Töpfchen pikiert.

Basilikum braucht einen leichten, nährstoffreichen, humosen Boden. Ab Ende Mai können dann die Pflanzgefäße ins Freie gebracht werden. Das ist auch der Zeitpunkt zum Auspflanzen der vorgezogenen Pflanzen ins Kräuterbeet. Der Standort soll sonnig, warm und windgeschützt sein. Die Pralle Mittagssonne verträgt dieses Kraut aber schlecht. Ab Ende Mai, wenn die Nächte nicht mehr so kalt sind, kann auch direkt ins Freiland ausgesät werden Die Vermehrung der ausdauernden Basilikumarten erfolgt durch Stecklinge im späten Frühjahr.

Basilikum sollte man am besten morgens gießen. Es ist ratsam, die Pflanzen vor Spätfrösten, nächtlicher Kälte und Schnecken zu schützen. Im Verlaufe des Sommers sind Düngergaben mit Flüssigdünger oder verdünnter Brennnesseljauche vorteilhaft. Werden nicht alle Triebspitzen zum Verzehr benötigt, sollten trotzdem die Triebspitzen entfernt werden, damit sich die Pflanze gut verzweigt.

Ernte

Es werden die frischen Triebspitzen und Blätter geerntet. Die Ernte sollte vor der Blüte erfolgen, da während und nach der Blüte die Blätter herber werden. Es ist lohnenswert, auch andere Basilikumarten wie Zitronenbasilikum, Thai-Basilikum oder rotblättrige Basilikumsorten anzubauen und die neuen Aromen zu genießen.

Tomatensuppe mit BasilikumBasilikum spielt eine wichtige Rolle in der mediterranen Küche. (Foto by: © imaGo Martin R./ fotolia.com)

Wirkung und Verwendung

Basilikum enthält eine Vielzahl verschiedener ätherischer Öle in beachtlichen Mengen. Frischer Basilikum entfaltet deshalb die größtmögliche Wirkung. Er fördert die Verdauung und lindert die Beschwerden bei Blähungen und Völlegefühl. Die entzündungshemmende Wirkung kann Magengeschwüren vorbeugen. Außerdem galt Basilikum lange als Aphrodisiakum.

Da die ätherischen Öle leicht flüchtig sind, sollte Basilikum nicht mehr als unbedingt nötig erhitzt werden. Am besten gibt man das frisch gehackte Basilikum zum Ende des Garen hinzu. Meist wird er sowieso frisch verwendet. Ob in der Caprese, die ohne Basilikum keine Caprese wäre, im grünen Pesto oder in den Kräuter der Provence – Basilikum spielt eine wichtige Rolle in der mediterranen Küche als auch in der heimischen Küche.

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Lagerung und Haltbarkeit

Zur Konservierung werden Triebspitzen und Blätter rasch getrocknet und in einem verschlossenen Behälter aufbewahrt. Allerdings verliert Basilikum beim Trocknen sehr viel Aroma. Besser bleibt es erhalten, wenn Basilikum entweder als ganze Blätter oder klein gehackt eingefroren wird. Weitere Möglichkeiten sind das Einlegen in Öl, Essig oder Salz.


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