Beerenobst im Garten

Leuchtend rote oder dunkelblaue Beeren sind eine Zierde für jeden Garten. Das intensive Aroma und der tolle Geschmack sind auch nicht zu verachten. Außerdem sind sie sehr vitaminreich und enthalten lebenswichtige Mineralstoffe und andere bedeutende Sekundärstoffe. Ran an die Beeren!

 

StrauchbeerenDie Pflanzen sind regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten zu untersuchen. (Foto by: © M. Schuppich / fotolia.com)

Es gibt verschiedene Beerenarten, die in unseren Gärten angebaut werden. Johannisbeeren, ob rot, weiß oder schwarz, Stachelbeeren in verschiedenen Farben, mit oder ohne Stacheln, Himbeeren und Brombeeren sind schon seit langer Zeit gern gesehenes Obst in unseren Gärten.

Die Heidelbeere, Josta- oder Jochelbeere ist immer häufiger in den Gärten zu finden. Hinzu gesellen sich immer mehr Exoten, zum Beispiel die Sibirische Heidelbeere (Maibeere), Cranberry, Goji-Beere, die chinesische Vitalbeere und andere. Natürlich wird im Volksmund auch die Erdbeere zum Beerenobst gezählt. Weil sich ihr Anbau aber grundlegend von den Beerensträuchern unterscheidet, wird sie anderweitig behandelt.

Anbau

Der Anbau ist für alle winterharten Arten gleich. Nachdem man den Standort festgelegt hat, wird die Pflanzgrube vorbereitet. Die Grube wird ausgehoben und mit einer Erdmischung bestehend aus dem Erdaushub, Komposterde oder verrottetem Mist und einem Dünger wieder gefüllt.

Mit einer Mulchdecke versehen, lässt man die Erde einige Wochen ruhen. Zur Pflanzzeit im Herbst oder Frühjahr wird dann wieder ein Teil der Erdmischung aus der Grube entnommen und die Pflanze gesetzt, mit der Erde so aufgefüllt, dass keine Hohlräume entstehen und reichlich angegossen.

Vor dem Pflanzen der Hochstämmchen ist in die Grube der Pfahl einzuschlagen. Himbeeren, Brombeeren und Wein benötigen ebenfalls Rankgitter, Spaliere oder Drähte an denen sie hochgezogen und befestigt werden können. Containerpflanzen können das ganze Jahr gesetzt werden. Vor allem in den Sommermonaten sollte Beerenobst reichlich gewässert werden.

Pflege und Düngung

Der Boden unter den Beerensträuchern sollte durch eine Mulchdecke geschützt werden. Dies hält die Feuchtigkeit länger im Boden und diesen locker. Wird im Frühjahr und im Herbst mit Komposterde oder verrottetem Mist gemulcht, sollte gar nicht oder nur sehr sparsam gedüngt werden. Gut ist auch das Gießen mit Pflanzenjauche, die auch ein Düngeeffekt besitzt, die Pflanzen stärkt und zum Teil Ungeziefer vernichtet oder vertreibt.

Frische BeerenDie meisten Beerenarten werden häufig frisch und roh verzehrt. (Foto by: © Alusha / fotolia.com)

Der Boden ist unkrautfrei zu halten, wobei aber Rücksicht auf die flachwurzelnden Beerensträucher genommen werden muss, damit die Wurzeln nicht verletzt werden. Die Pflanzen sind regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten zu untersuchen. Beispielsweise können Blattläuse, Gallmilben oder die Blattfallkrankheit sowie Mehltau Pflanzen schwer schädigen oder gar eingehen lassen. In manchen Regionen, zum Beispiel in der Nähe von Wäldern oder Parks kann es notwendig sein, die reifenden Früchte durch Netze vor Vogelfraß zu schützen.

Ernte und Lagerung

Die Ernte erfolgt, wenn die Beeren reif sind. Sie schmecken dann meist süß und aromatisch, sind zwar noch fest, aber nicht mehr hart. Alle paar Tage ist wieder auszupflücken. Die Lagerfähigkeit der verschiedenen Beerenfrüchte ist sehr unterschiedlich. Beispielsweise sind vollreife Himbeeren selbst im Kühlschrank nur 1-2 Tage haltbar, während Johannisbeeren einige Tage und Weinbeeren einige Wochen halten, wenn sie kühl und trocken aufbewahrt werden. Die Lagerfähigkeit ist von der Sorte und den Lagerbedingungen abhängig.

Die meisten einheimischen Beerenarten werden häufig frisch und roh verzehrt. Cranberry, Goji- oder andere sehr herbe Beeren werden seltener roh verzehrt, sondern in dem meisten Fällen weiterverarbeitet. Himbeeren, Brom- und Heidelbeeren lassen sich durch einfrieren konservieren. Kompott-, Konfitüren- und Saftherstellung ist mit Beeren sehr gut möglich. Auch die Konservierung in Alkohol und Likörbereitung sind weitere Möglichkeiten. Die Bereitung von Süßspeisen oder Obsttorten ist sehr beliebt.


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