Bekannte Wildkräuter

Meist beginnt es ganz harmlos in der Küche mit Petersilie und Basilikum – und das Interesse an Kräuter ist erwacht! Mit der Begeisterung kommt die Lust aufs Experimentieren und schon findet man sich auch beim Sammeln von Wildkräutern wieder. Schließlich verfeinern sie nicht nur unser Essen sondern sind auch noch gesund, da besonders die frischen Kräuter viele Vitamine, Mineralstoffe, ätherische Öle und andere wertvolle Inhaltsstoffe enthalten.

Bekannte WildkräuterViele bekannte Wildkräuter bereichern unsere Küchen. (Foto by: © Tilo Grellmann / fotolia.com)

Kräuter sind aus unseren Küchen nicht wegzudenken. Schließlich verfeinern sie nicht nur unser Essen sondern sind auch noch gesund, da besonders die frischen Kräuter viele Vitamine, Mineralstoffe, ätherische Öle und andere wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Da man nicht alles in Haus oder Garten anbauen kann, macht man den nächsten Schritt und geht Wildkräuter sammeln. Feld, Wald, Weiden und Wiesen aber auch unsere Gärten haben eine ganze Menge zu bieten. Im Folgenden wird eine kleine Auswahl vorgestellt.

Löwenzahn

Der Löwenzahn ist weit verbreitet und gerade im Frühjahr beliebt für Rohkostsalate. Er wächst auf Wiesen, Feldern, Wegen, Weiden und in Gärten. Obwohl er so weit verbreitet ist, wird er auch angebaut. Vermehrt werden nun auch die Wurzeln genutzt. In einem Eimer in feuchten Sand gesteckt, treiben die Wurzeln aus und die klein geschnittenen, grünen Triebe werden im Herbst Rohkostsalaten beigemischt. Wurzeln, Blätter und Blütenwerden getrocknet und dann als Tee aufgebrüht.

Brennnessel

Die Brennnessel wächst weit verbreitet. Die Große Brennnessel bevorzugt Auwälder, Ufersäume und Gebüsche mit feuchtem, nährstoffreichem Boden. Sie ist auch auf Schuttplätzen, an Gartenzäunen und in Gärten zu finden. Die Kleine Brennnessel wächst vorzugsweise auf nährstoffreichen, ammoniakhaltigen Böden.

Die Kleine Brennnessel brennt noch stärker als die Große Brennnessel. Verwertet werden von der Brennnessel die jungen Blätter und Triebe, die Wurzeln und die Samen. Es wird sowohl aus den frischen, als auch den getrockneten Blättern und Wurzeln Tee bereitet. Für Salate werden die frischen, kurz überbrühten Blätter und die Samen verwendet.

Giersch

Giersch, auch Dreiblatt oder Geißfuß genannt, zählt zu den übelsten Wurzelunkräutern im Garten. Die weit verbreitete, mehrjährige Staude verbreitet sich durch Wurzelausläufer, liebt stickstoffreichen Boden und ist in lichten Wäldern, unter schattig-feuchten Gebüschen, an Wegrändern und Böschungen zu finden.

Verwendet werden vom Giersch hauptsächlich die ganz jungen, zarten, grünen Blätter für Rohkostsalate. Große, festere Blätter werden wie Spinat als Blattgemüse zubereitet. Aufläufe mit Giersch sind schmackhaft und gesund. Beim Sammeln ist darauf zu achten, dass Giersch nicht mit anderen ungenießbaren oder sogar giftigen Doldenblütlern wie dem Gefleckten Schierling verwechselt wird.

Vogelmiere - bekannte WildkräuterDie anspruchslose Vogelmiere ist in der Natur weit verbreitet. (Foto by: © PhotoSG / fotolia.com)

Vogelmiere

Die anspruchslose Vogelmiere ist in der Natur weit verbreitet und siedelt sich von allein im Garten an, wobei sie jedoch nährstoffreichen, feuchten Boden bevorzugt. Auch auf Äckern, an Wegrändern, Schuttplätzen und Ufern lässt sie sich finden. Sie kann fast ganzjährig - von März bis November - geerntet werden. Dieses Wildgemüse wird Rohkostsalaten hinzugefügt, kann Suppen bereichern und in Kräuterquark gegeben werden. Die Speisen regen die Verdauung und den Stoffwechsel an. Auch als Heilpflanze findet sie Verwendung.

Gänseblümchen

Das Gänseblümchen ist weit verbreitet, braucht jedoch bestimmte Bedingungen um zu überleben. Bevorzugte Standorte sind Weiden oder Rasen in Park und Garten, weil das Gänseblümchen dort gedeihen kann, wo durch häufiges Mähen Gräser und Kräuter niedrig gehalten werden. Gesammelt werden die frischen, grünen, noch zarten Frühlingsblätter und die Blütenköpfe, welche roh in Salaten und Quark verzehrt einen nussartigen Geschmack aufweisen.

Für Tee wird das blühende Kraut gesammelt und getrocknet. Die Knospen können sauer eingelegt und als Kapernersatz zum Würzen verwendet werden. Der Tee wird für Heilzwecke verwendet. Er gilt als blutreinigend und wirkt appetitanregend.


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