Billig kochen

Das Wörtchen „billig“ klingt immer ein bisschen negativ. Die meisten Menschen wählen als Alternative lieber Wörter wie preiswert oder günstig. Dabei hat billig nichts damit zu tun, dass etwas auch schlecht sein muss. Wer mit seinem Geld haushalten muss, der wird versuchen, billig zu kochen.

Preiswert kochenPreiswertes Kochen beginnt schon beim bewussten Einkauf. (Foto by: © Eisenhans / fotolia.com)

Was muss man sich unter billig kochen und günstig essen vorstellen? Der Joghurt im Supermarkt, dessen Haltbarkeitsdatum schon abgelaufen ist oder vielleicht der Salat vom Vortag, der schon welke Blätter hat? Nein, damit hat billig kochen nichts zu tun, billig kochen heißt vielmehr preisbewusst einkaufen und auf Sonderangebote achten. Nicht erst seit der weltweiten Wirtschaftskrise ist alles teurer geworden. Besonders die Preise für Lebensmittel haben stark angezogen.

Wer heute eine Familie mit Kindern ernähren will, der muss sich etwas einfallen lassen und auch mit Zutaten, die kein Vermögen gekostet haben, immer wieder etwas Leckeres zaubern. Es sind vor allem die frischen Lebensmittel wie Obst und Gemüse, die sehr teuer sind. Es müssen aber nicht immer gleich frische Paprika sein, denn für eine gesunde und köstliche Gemüsesuppe zum Beispiel sind auch Paprika aus der Dose oder aus dem Glas eine schöne Alternative.

Sie sind wesentlich günstiger als frische Paprika und haben durch die schonende Art der Konservierung noch alle wichtigen Nährstoffe. Das Gleiche gilt auch für Obst. Wenn frische Erdbeeren oder Kirschen zu teuer sind, dann sind ein Glas oder eine Packung tiefgefrorener Früchte eine gute Wahl. Wer zum Beispiel gerne frische Erdbeeren isst, der kann sie auch selber pflücken und bezahlt für einen Eimer voll nur einen Bruchteil dessen, was die gleiche Menge in einem Supermarkt kosten würde.

Auf Sonderangebote achten

Wer billig, gut, günstig essen und kochen will, der muss auch immer die zahlreichen Sonderangebote der Lebensmittelhändler im Auge haben. Es lohnt sich in sehr vielen Fällen in mehr als einem Supermarkt einzukaufen, wenn man die Gelegenheit bekommt billig einzukaufen. Die meisten Leute haben neben einem Kühlschrank auch eine Tiefkühltruhe oder einen Tiefkühlschrank.

Wenn der Supermarkt zum Beispiel Brot oder Fleisch im Angebot hat, dann ist es sinnvoll, auf Vorrat zu kaufen und dann einzufrieren. Entsprechend portioniert, hat man über einen längeren Zeitraum immer ein Schnitzel oder einen Braten, ohne dafür viel Geld ausgeben zu müssen. Einkochen war lange verpönt, aber in Zeiten knapper Kassen kommen die Weckgläser langsam, aber sicher wieder in Mode. Auch hier gilt: Wenn Obst und Gemüse gerade billig sind, dann sollte man zuschlagen und einwecken.

Billig, aber wertvoll

Preiswert mit EintopfEin Eintopf ist preiswert, sättigend und schmeckt der ganzen Familie. (Foto by: © kab-vision / fotolia.com)

Auch wenn man billig kocht, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass das Essen nicht gesund ist. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, um billig und trotzdem gesund zu kochen. Eine sehr gute Idee billig zu kochen ist es auch für mehrere Tage zu kochen. Besonders Eintöpfe und Suppen eigenen sich hervorragend dazu und schmecken meist am nächsten Tag noch viel besser.

Ein großer Kopf Wirsing oder Spitzkohl reichen für zwei Tage und wenn man entsprechend viele Kartoffeln kocht, dann kann es am ersten Tag Salz- und am zweiten Tag Bratkartoffeln zum Gemüse geben. Auch Nudeln sind prima geeignet, wenn es um billiges Kochen geht, einmal als normale Nudeln mit einer köstlichen Bolognese-Sauce. Die Reste werden am nächsten Tag als Nudelauflauf zubereitet und sind jedes Mal eine vollwertige Mahlzeit, die nicht viel kostet.

In den Nudelauflauf könnte man zum Beispiel eine Dose Thunfisch geben und hat so nicht nur ein nahrhaftes, sondern auch ein sehr köstliches Gericht für wenig Geld. Die von Kindern so heiß geliebte Pizza ist ein anderes gutes Beispiel, wenn es um billiges Kochen geht. Wenn man es genau nimmt, dann ist die Pizza im Grunde ein Resteessen, das die Hausfrauen in Neapel erfunden haben, um nichts wegschmeißen zu müssen.

Sie haben damals wie heute auch noch üblich, einen einfachen Hefeteig hergestellt und darauf das verteilt, was vom letzten Mittagessen übrig geblieben war. Dies kann Fleisch oder auch Fisch sein, aber auch Gemüse macht auf jeder Pizza eine gute Figur. Noch ein bisschen Käse darüber streuen und ab damit in den Ofen.


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User Kommentare

lena76
lena76

Das sind schonmal gute Tipps. Wer mehr Tipps zum Thema sucht, dem kann ich das Sparkochbuch ''die Pfandsammler Küche'' ans Herz legen. Da sind neben ausgesprochen günstigen Gerichten auch direkt fertige Einkaufslisten für jeweils eine Woche enthalten.

Gruß,
Lena

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