Birkenrotkappe

Beim Kochen kann die Birkenrotkappe sehr verunsichern. Denn der Pilz verfärbt sich dabei schwarz! Dies tut seiner Beliebtheit aber keinen Abbruch, denn trotz dieses optischen Mangels überzeugt er durch einen wunderbar angenehmen Geschmack.

BirkenrotkappeDie Birkenrotkappe tritt immer in Kombination mit Birken auf. (Foto by: © M. Schuppich/ fotolia.com)

Die Birken-Rotkappe lässt sich leicht an ihrem weiß-dunkel gesprenkelten Stiel erkennen. Aufgrund der kleinen Schüppchen auf dem Stiel ist der Pilz auch als Schwarzschuppige Rotkappe bekannt. Die Birken-Rotkappe wird zur Gattung der Rauhfußröhrlinge gezählt.

Aussehen

Der Stiel der Birkenrotkappe kann ebenso dick wie dünn ausfallen, Stärken zwischen 2 und 6 cm sind normal. Der Pilz wird zwischen 8 und 20 cm hoch. Charakteristisch ist, dass der Stiel eher selten gerade ausfällt, sondern meist sehr schief wächst. Der Stiel hat eine weiße Grundfarbe, die dunkel gesprenkelt zu sein scheint – auf dem Stiel befinden sich kleine dunkle Schüppchen.

Wenn Druck auf den Stiel ausgeübt wird, verfärben sich diese Stellen grünlich-blau bis schwarz. Der Hut kann unterschiedliche Orange- und Rottöne aufweisen. Junge Birkenrotkappen sind kugelig geformt, werden jedoch später flacher. Der Hut kann bis zu 20 cm breit werden, aber auch wesentlich kleinere Varianten sind möglich. Wenn er feucht wird, fühlt sich der Hut schmierig an.

Herkunft & Saison

Die Birkenrotkappe tritt immer in Kombination mit Birken auf. Der Pilz wächst am liebsten in einer heideartigen Umgebung und mag saure Böden. Auch in Nadelwäldern kommt die Birken-Rotkappe, sofern Birken eingestreut wurden. Die Größe der Vorkommen der Birken-Rotkappe hängt sehr stark von den klimatischen Bedingungen ab. Ist der Sommer feucht und warm, sprießt er in rauen Mengen. Ist der Sommer jedoch eher trocken, taucht er nur sehr selten überhaupt und dann in kleineren Vorkommen auf. Die Birken-Rotkappe kann vor allem von Juni bis Oktober gesammelt werden.

Geschmack

Der Geschmack der Birkenrotkappe weist einen milden und angenehmen Pilzgeschmack auf, der nicht zu stark hervorschmeckt. Daher ist sie ein optimaler Mischpilz.

Verwendung in der Küche

Die Birkenrotkappe kann problemlos geschmort werden. Viele Verbraucher sind verunsichert, da der Pilz beim Kochen eine dunkle bis schwarze Farbe annimmt. Diese Verfärbung ist jedoch normal und mindert den Geschmack nicht im Geringsten. Die Birkenrotkappe sollte niemals im rohen Zustand verzehrt werden, da sie ihre giftigen Inhaltsstoffe erst beim Erhitzen verliert. Am sichersten ist man, wenn man den Pilz zum Garten vorher in kleine Stücke schneidet. Die Birkenrotkappe ist bei Sammlern sehr beliebt, da sie nur selten mit Madenbefall zu kämpfen hat.


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