Biskuitteig Grundrezept

Die österreichische Confisserie- und Kuchenkultur wird auf der ganzen Welt geschätzt. Doch viele Österreicher und sogar viele Österreicherinnen wissen selbst die Basics der heimischen Küche nicht in Eigenregie herzustellen und greifen lieber zu Fertigprodukten. Doch das muss nicht sein. Das Herstellen eines eigenen Biskuitteigs beispielsweise darf selbst von Backamateuren in Angriff genommen werden

Biskuitteig gebackenDas Biskuitrezept muss genau nach Anleitung zubereitet werden. (Foto by: © Frank Seifert / fotolia.com)

Allgemeines

Die Geschichte von Biskuitteig reicht lange in die Vergangenheit zurück. So wurden die ersten Biskuiterzeugnisse bereits vor über 400 Jahren hergestellt und verspeist. Auf gut Deutsch heißt Biskuit so viel wie „zweimal gebacken“. Bei den ersten Biskuiterzeugnissen handelte es sich nämlich nicht um Torten, wie man sie heutzutage kennt, sondern um einfache Brotscheiben, die aufeinandergelegt zweimal gebacken wurden, um diese haltbarer zu machen. Umgangssprachlich wurde diese Form auch oftmals als Schiffszwieback bezeichnet.

Erst im 17. Jahrhundert wurden die trockenen Brotscheiben mit Nüssen, Zucker, Eier und Wein sowie Rosenwasser verfeinert, bis dem trockenen Brot dann endgültig der Sprung in die Kuchenverarbeitung gelang. Heutzutage werden Biskuitteige lediglich für süße Kuchen und Torten verwendet. Hauptmerkmal eines solchen Teiges ist die luftige Konsistenz, die durch das Aufschlagen des Eischnees entsteht. Bei der Zubereitung müssen alle Biskuitteige übrigens unmittelbar nach der Zubereitung in den heißen Ofen geschoben werden, da der Teig ansonsten in sich zusammenfällt.

Die Zutaten

Als Richtwert für einen Biskuitboden einer sechsundzwanzig Zentimeter großen Springform werden im folgenden Beispiel drei Eier, 100 Gramm Zucker, ein Päckchen Vanillezucker, eine Prise Salz, 150 Gramm Mehl, ein gestrichener Esslöffel Backpulver und drei Esslöffel warmes Wasser benötigt. Diese Mengen können je nach Größe der Tortenböden und deren Anzahl selbstverständlich auch variieren, wobei das Verhältnis verständlicherweise nicht verändert werden darf, da sich ansonsten die Konsistenz des Teiges verändert.

BiskuitrouladeEine Biskuitroulade wird gerne mit Marillenmarmelade gefüllt. (Foto by: © Kathleen Rekowski / fotolia.com)

Schritt für Schritt zum optimalen Grundteig

Der Ablauf bei der Herstellung eines Biskuitteiges sollte unbedingt wie im folgenden Beispiel eingehalten werden, da die untergerührte Luft, welche bei dem Verrühren der Zutaten entsteht und für den Teig von großer Bedeutung ist, ansonsten schnell entweichen kann, falls die fertige Masse zu lange ruht.

  1. Als Erstes sollte die Springform ausgefettet, anschließend mit Sememlbrösel oder Mehl bestreut und der Ofen auf 180 Grad Celsius (Umluft: 160 Grad Celsius) eingeschaltet bzw. vorgeheizt werden. Die Form kann auch mit Backpapier ausgelegt werden.
  2. Als erstes werden die Eier getrennt. Das Eiweiß mit dem warmen Wasser sowie der Prise Salz in einer Schüssel vermengt und auf höchster Stufe steif geschlagen.
  3. Das Eigelb in einer weiteren Schüssel schaumig schlagen, Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen und für 5-6 Min. gut schaumig rühren.
  4. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen. Anschließend zur fein geschlagenen Eigelbmasse abwechselnd mit dem Eischnee hinzugeben. Durch das Abwechseln von Mehl und Eiklar bzw. Eischnee wird der luftige Teig von der Mehlmenge nicht „erdrückt“ und behält seine Form bei. Jetzt sollte der Teig schnell in die vorbereitete Form und für gute 12 bis 15 Minuten in den Backofen, bei Ober- und Unterhitze gegeben werden.
  5. Mit einer Stricknadel kann man feststellen ob der Teig schon gut durchgebacken ist oder nicht. Dabei wird eine Stricknadel in den Kuchen gesteckt, klebt dann noch Teig auf der Stricknadel, muss der Kuchen noch gebacken werden. Klebt kein Teig drauf ist der Kuchen bzw. das Biskuit fertig. Nach dem Backen den Kuchen von der Form lösen und den fertigen Teig auf einen Kuchenrost stürzen. Hat man Backpapier verwendet, das Backpapier vorsichtig entfernen, abkühlen lassen. Nach Wunsch kann der Biskutiboden nach dem Erkalten durchgeschnitten werden.
  6. Anschließend kann der Biskuitboden je nach Rezept mit Früchten, Cremevariationen oder Schokoladengüssen überzogen bzw. je nach Wunsch weiter verarbeitet werden.

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