Brachse-Brasse

Die Brachse war früher ein Edelfisch. Heute verliert er zwar aufgrund seines Grätenreichtums an Bedeutung für die feine Küche, aber nach wie vor ist er in zahlreichen Landesküchen sehr beliebt. Besonders in Fischklößchen oder -buletten lässt sich das Fleisch der Brachse hervorragend verarbeiten.

Brachse_BrasseDer Rücken der Brachse ist wie bei vielen Fischen dunkel gefärbt. (Foto by: fotolia.com)

Die Brachse ernährt sich von kleinen Bodentieren im Gewässer. Sie laicht von Mai bis Juli. Die Eier werden dazu an Wasserpflanzen abgelegt. Junge Brachsen leben in kleineren Gruppen in der Nähe des Ufers, während ausgewachsene Fische die Tiefe bevorzugen.

Aussehen

Die Brachse ähnelt mit ihrem hohen Rücken in ihrer Körperform dem Karpfen. Allerdings sind die Seiten wesentlich abgeflachter. Das Maul ist nicht spitzig, sondern stumpf. Das Maul ist relativ kurz, es steht nicht über die Augen hinaus. Die Rückenflosse besteht aus zwölf Strahlen, während die Afterflosse je nach Größe 26 bis 31 Strahlen aufweist. Die Brachse besitzt neben den zwei Brustflossen auch noch über zwei Bauchflossen und eine Afterflosse. Der Körper ist geschuppt.

Der Rücken der Brachse ist wie bei vielen Fischen dunkel gefärbt, wobei die Farbnuancen von bleifarben bis Schwarz reichen. Häufig besteht ein gewisser grünlicher Glanz. Zu den Flanken hin wird die Farbe heller und nimmt teilweise einen metallischen Glanz an. Der Bauch schließlich ist Weiß bis perlmuttfarben. Wenn Brachsen ziemlich alt werden, entwickeln sie häufig einen goldenen Glanz. Die Brachse wird durchschnittlich 30 bis 50 cm lang, wobei es auch Exemplare mit einer Länge von bis zu 75 cm gibt.

Herkunft

Die Brachse fühlt sich in stehenden und langsam fließenden Gewässern am wohlsten. Seen sollten möglichst etwas größer sein – die Brachse ist kein Weiherfisch. Das Wasser sollte nährstoffreich sein. Der Fisch ist fast in ganz Europa verbreitet. Lediglich die südlichen Länder wie Spanien, Italien oder Kroatien und das nördliche Norwegen bleiben außen vor. Bis hin zum Ural erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Brachse.

Geschmack

Der Geschmack der Brachse polarisiert viele Fischfreunde. Während die einen das Fleisch als wahre Delikatesse bezeichnen, finden es andere abscheulich, diesen Fisch zu verzehren. Hier bleibt einem nur, den Fisch selbst zu probieren und sich eine Meinung zu bilden.

Verwendung in der Küche

Das Fleisch der Brachse weist sehr viele Gräten auf. Deshalb wird es häufig zu Gerichten verarbeitet, für die das Fleisch zerkleinert wird, beispielsweise für Fischlaibchen, Königsberger Klopse oder Fischklößchen. Natürlich kann man Brachsen auch grillen oder braten. Allerdings ist der Verzehr des schmackhaften Fleisches dann durchaus ein wenig mühselig, da das Fleisch eben sehr von Gräten durchzogen ist, die sich nicht sehr leicht entfernen lassen. Die Brachse ist übrigens auch ein beliebter Fisch zum Räuchern.

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