Brain Food für den Herbst und Winter selber machen

Im Spätsommer ist Erntezeit. Überall ist nun eine Fülle von frischem Obst und Gemüse erhältlich - ob im eigenen Garten, auf dem Markt oder am Gemüsestand. Nur zu gern möchte man sich ein Stückchen Sommer für den kommenden Herbst und Winter bewahren. Eine der ältesten Methoden, Obst und Gemüse für die kalten Monate haltbar zu machen, ist das Trocknen oder Dörren.

BrainfoodObst, Gemüse, Pilze und Kräuter können gedörrt werden. (Foto by: © StefanieB. / fotolia.com)

Achten Sie darauf, nur qualitativ hochwertiges Obst und Gemüse zum Trocknen zu verwenden. Die Methode eignet sich nicht für beschädigte Früchte. Wer das Nachdunkeln des Dörrguts verhindern möchte, kann die Scheiben vor dem Trocknen kurz in Zitronenwasser tauchen. Das verhindert die Oxidation.

Besonders gut zum Trocknen eignen sich von den heimischen Obstsorten: Äpfel, Birnen, Marillen, Kirschen, Hagebutten und Zwetschken. Alle Pilzsorten lassen sich sehr gut trocknen. Wegen des hohen Wasseranteils ist das Dörren von Gemüse etwas schwieriger.

Beliebt ist das Trocknen von Tomaten. Kräuter sind - zu Sträußen zusammengebunden - hervorragend zum Trocknen geeignet. Dabei ist darauf zu achten, verschiedene Kräuter nicht zu nah aufzuhängen, da die Aromen sonst aufeinander übergehen können.

Wie funktioniert das Trocknen?

Es könnte kaum einfacher sein: Das Dörrgut wird in Scheiben geschnitten, auf einer Schnur aufgefädelt und zum Trocknen aufgehängt. Dabei sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden, da sonst Vitamine verloren gehen. Der Raum muss trocken sein; im Freien zu trocknen ist bei geringer Luftfeuchtigkeit möglich.

Dörr ObstEin tolles gesundes Naschzeug ist gedörrtes Obst. (Foto by: © Carola Schubbel / fotolia.com)

Ist die Umgebungsluft feucht, beginnt das Dörrgut zu schimmeln. In Innenräumen ist daher für eine gute Durchlüftung zu sorgen. Das Trocknen an der Luft ohne weitere Hilfsmittel kann mehrere Tage dauern. Der Vorgang lässt sich beschleunigen, indem das Dörrgut auf Backpapier im Ofen getrocknet wird. Wer auf den Geschmack gekommen ist und größere Mengen trocknen möchte, für den lohnt sich auch die Anschaffung eines Dörrapparats, der für optimale Trockenbedigungen sorgt.

Damit geht das Dörren schnell und ohne die Gefahr von Schimmel oder Vitaminverlust. Gemüse sollte wegen des hohen Wasseranteils nur mit Hilfsmitteln (im Backofen oder im Dörrapparat) getrocknet werden. Es schimmelt sonst leicht. Ist das Obst getrocknet kann es liebevoll in Säckchen verstaut und mit Wollfaden verschlossen werden. Gut und trocken kann es nun im Keller oder Dachboden gelagert werden. Die Säckchen sind auch zugleich ein tolles Mitbringsel für Freunde oder Bekannte.

Vorteile

Das Trocknen von Obst, Pilzen und Kräutern ist einfach und braucht kaum Hilfsmittel. Es ist eine schonende Art der Konservierung, bei der Vitamine nahezu vollständig erhalten bleiben. Ein herzahfter Früchtetee kann mit zerkleinertem Dörrobst zubereitet werden. Einfach die kleinen gedörrten Obststücke in den Teebeutel (Filterpapier oder Teebeutel zum Befüllen aus Edelstahl) füllen und nur noch mit heißem Wasser übergießen, ergibt es einen herrlichen Früchtetee. Natürlich können daraus einzelne Sorten gezaubert werden. Nimmt man nur gedörrte Apfelstücke wird daraus ein herrlicher Apfeltee.

Verwendung

Getrocknetes Obst und Gemüse lässt sich das ganze Jahr in der Küche verwenden. Getrocknetes Obst schmeckt pur und lässt sich gemischt mit Nüssen als selbstgemachtes Studentenfutter toll verschenken. Es lässt sich gut zu gesunden Snacks und Naschereien wie Früchteriegeln oder Früchtebrot verarbeiten. Pilze und Kräuter geben Suppen und Saucen ein kräftiges Aroma. So gelangt auch im Winter Sommer auf die Teller!


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