Cayennepfeffer

Scharf, schärfer, Cayennepfeffer. Der aus Chilis hergestellte Cayennepfeffer ist eines der schärfsten Gewürze, die es standardmäßig für die Küche zu nutzen gibt. Wer es nicht gewöhnt ist, wird von dieser Schärfe enorm überrascht sein – und vielleicht auch ein wenig mit dem Brennen im Mund zu kämpfen haben.

CayennepfefferCayennepfeffer verleiht Speisen ein gutes scharfes Aroma. (Foto by: © Jana Behr / fotolia.com)

Um Cayennepfeffer herzustellen, werden lediglich Cayenne-Chilischoten gemahlen. Diese werden zuvor getrocknet. Die extreme Schärfe dieses speziellen Pfeffers wird je nach Sorte mit bis zu 50.000 Scoville angegeben. Die Schärfe des Cayennepfeffers wird durch das in den Chilis enthaltene Capsaicin verursacht.

Herkunft & Saison

Der Cayennepfeffer stammt – wie die zugrundeliegenden Chilischoten – aus Südamerika. Heute wird sie vorrangig in Südamerika, Mittelamerika und Afrika angebaut. Da Cayennepfeffer in Pulverform oder geschroten angeboten wird, ist er hierzulande das ganze Jahr über erhältlich.

Geschmack

Cayennepfeffer weist vor allem eine wichtige Geschmacksrichtung auf: Schärfe. Je nachdem wie gut man Schärfe verträgt, kann einem Cayennepfeffer durchaus die Tränen in die Augen treiben. Cayennepfeffer ist gewöhnlich schärfer als normales Chilipulver. Er weist zudem einen leicht rauchige und teilweise bittere Note auf, die jedoch nicht stark auffällt.

Verwendung in der Küche

Cayennepfeffer ist genau die richtige Zutat, wenn man entweder ein richtig scharfes Gericht kochen möchte oder wenn man eine unterschwellige Schärfe erreichen will. So oder so ist es wichtig, dass Cayennepfeffer immer außerordentlich sorgfältig zu dosieren, denn schnell wird die Schärfe zu viel und das Gericht ist für viele nicht mehr genießbar.

Cayennepfeffer kann natürlich grundsätzlich zum Schärfen aller Speisen verwendet werden. Besonders die indische, chinesische und kreolische Küche nutzen das scharfe Gewürz.

Wirkung

Für die wichtigsten gesundheitlichen Wirkungen von Cayennepfeffer ist das in der Chilischote je nach Sorte mehr oder weniger enthaltene Capsaicin. Es verursacht den scharfen Geschmack der Schote. Capsaicin regt den Speichelfluss enorm an und sorgt so für einen größeren Appetit, aber auch für eine bessere Verdauung der Speisen bereits im Mund.

Im Darm kann Capsaicin Krankheitserreger abtöten und den Körper so „reinigen“. Der Kreislauf wird positiv beeinflusst, die Gefäße werden erweitert, die Thrombozytenzahl wird gesenkt. In einigen Ländern wird Cayennepfeffer vermischt mit etwas Wasser als gute Soforthilfe bei einem überraschend auftretenden Herzinfarkt oder Schlaganfall angesehen.


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