Curry

Curry ist eine Mischung aus bis zu 30 Einzelgewürzen – kein Wunder, dass beinahe jedes Currygewürz anders schmeckt. Eine feste „Bauanleitung“ für Curry-Gewürzmischungen gibt es nämlich nicht. Sie können ganz nach Bedarf aus einer gewissen Palette an Gewürzen zusammengestellt werden.

CurrypulverCurry ist eine Gewürzmischung aus vielen weiteren indischen Gewürzen. (Foto by: © karichs / fotolia.com)

Curry ist eigentlich kein Gewürz im engeren Sinne, sondern eine Gewürzmischung. Bis zu 30 verschiedene Gewürze können Bestandteil einer Curry-Gewürzmischung sein. Zwingend gehört Curcuma dazu – dieses Gewürz ist für die gelbe Färbung der Mischung verantwortlich. Gewöhnlich sind auch Koriander, Pfeffer, Kümmel, Ingwer, Paprika, Cardamom, Muskatblüten und Gewürznelken vertreten.

In welche geschmackliche Richtung eine Curry-Gewürzmischung geht, hängt zumindest in Indien auch davon ab, was damit gewürzt werden soll. Hier benutzt man keine fertigen „Masalas“, wie sie bei uns im Supermarkt angeboten werden, sondern stellt für jedes Gericht individuell eine Mischung zusammen und zerstößt sie frisch im Mörser.

Herkunft & Saison

Curry stammt ursprünglich aus Indien. Die Inder stellten immer wieder neue Mischungen aus zahlreichen verschiedenen Gewürzen zusammen. Im 18. Jahrhundert brachten die Engländer die Gewürzmischung mit nach Europa, die zu dieser Zeit die Kolonialherrschaft über Vorderindien innehatten. Originale Curry-Gewürzmischungen findet man hierzulande gewöhnlich nicht in Supermärkten, sondern vor allem in speziellen Shops, beispielsweise in Asia-Shops. Die im Supermarkt erhältlichen Curry-Gewürzmischungen sind sehr „europäisch“ geprägt – ein Inder würde darüber nur die Nase rümpfen.

Geschmack

Der Geschmack von Curry lässt sich aufgrund der unzähligen verschiedenen Gewürzmischungen nicht eindeutig bestimmen. Curry-Gewürzmischungen schmecken stets mehr oder weniger scharf und würzig. Die weiteren Geschmackskomponenten hängen von den weiteren Zutaten ab.

Verwendung in der Küche

Curry wird stets mitgebraten und mitgegart. So kann er sein volles Aroma entfalten. Aufgrund seiner geschmacklichen Vielfalt passt Curry zu einer Vielzahl von Gerichten mit Fleisch, Fisch und Gemüse. Wer einmal erfahren möchte, was es wirklich bedeutet, ein Curry zu genießen, der sollte sich einmal die Mühe machen und seine Curry-Mischung wie die Inder selbst zusammenstellen und frisch mörsern, direkt bevor sie verwendet werden soll.

Eine besondere Geschmacksexplosion ergibt sich, wenn man die Gewürze ganz kurz ein wenig in Fett röstet, bevor man sie zum Gericht gibt. Es gibt auch so genannte Currypasten, die sich durch ihre Schärfe und unterschiedliche geschmackliche Schwerpunkte auszeichnen. Die gelbe Currypaste ist weniger scharf, aber gut zum Färben von Speisen geeignet. Die rote Currypaste dagegen weist eine starke Schärfe auf, die für so manchen Europäer zu extrem ist.

Wirkung

Die Wirkung von Curry kann unterschiedlich ausfallen, je nachdem, wie er sich zusammensetzt. Originale Curry-Gewürzmischungen enthalten Curcuma, der sich positiv auf die Leber auswirkt. Durch seine Schärfe steigert Curry die Menge des Speichels im Mund und hilft damit bei einer besseren Verdauung. Er weist außerdem eine desinfizierende Wirkung auf.


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