Das Geheimnis des Lebkuchens

Der Lebkuchen kann in vielfältigen Formen und Varianten gebacken werden. Es ist ein würziges, haltbares Gebäck. Tauchen Sie ein in die Welt des Lebkuchens und erfahren Sie mehr über das Allzeit beliebte Weihnachtsgebäck.

Lebkuchen GeheimnisDer erste Honigkuchen wurde bereits 1.500 v. Chr. im alten Ägypten hergestellt. (Foto by: el lobo / fotolia.com)

Geschichte des Lebkuchens

Der Duft von Lebkuchen löst Weihnachtsstimmung aus. Lebkuchen in seinen verschiedenen Variationen zählt zum klassischen Gebäck der Weihnachtszeit. Der erste Honigkuchen wurde bereits 1.500 v. Chr. im alten Ägypten hergestellt. Der heutige Lebkuchen stammt ursprünglich aus Belgien, von wo aus er verbreitet und erweitert wurde. Besonders der Nürnberger Lebkuchen ist bekannt, da Nürnberg schon damals Zugang zu Honig hatte und große Mengen an Honiglebkuchen herstellen konnte.

Lebkuchenvarianten

Bei Lebkuchen wird zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden: dem braunen Lebkuchen und dem Oblatenlebkuchen. Brauner Lebkuchen wird aus einem Teig mit viel Mehl hergestellt und mit Honig gesüßt. Der fertige Teig wird in Form gebracht, ausgestochen oder in eine Kastenform gefüllt. Oftmals wird er mit Marmelade oder Marzipan befüllt und mit Schokolade überzogen. Zum braunen Lebkuchen zählen unter anderem Honiglebkuchen, Pfeffernüsse, Dominosteine und viele kleine Gebäcke, wie Lebkuchenherzen.

Oblatenlebkuchen besteht aus einem Teig mit geringem oder gar keinem Mehlanteil, sowie einer größeren Menge an Walnüssen, Haselnüssen oder Mandeln. Gesüßt wird der Oblatenlebkuchen mit Zucker. Typisch sind runde Formen, die mit Schokolade oder Zuckerguss überzogen werden. Die höchste Qualitätsstufe ist der Elisenlebkuchen, der aus 25 % Mandeln, Haselnüssen oder Walnüssen und 10 % Mehl hergestellt wird.

Zutaten

Je nach Lebkuchenart werden verschiedene Zutaten verwendet. Zu den wichtigsten Zutaten zählen:

  • Fett: Viele traditionelle Rezepte enthalten Schmalz. In einigen Rezepten werden auch Butter oder Margarine verwendet. Es gibt aber auch Lebkuchenrezepte ohne Fett.
  • Süßungsmittel: Oblatenlebkuchen wird meist mit weißem oder braunem Zucker gesüßt. Für braunen Lebkuchen wir Honig oder Zuckerrübensirup als Süßungsmittel verwendet.
  • Gewürze: Die wichtigste Zutat für Lebkuchen sind die Gewürze. Zu kaufen gibt es bereits fertige Lebkuchengewürzmischungen, die aus Zimt, Ingwer, Anis, Nelke, Muskatnuss, Kardamom, Koriander, Orangen- oder Zitronenschalen, Sternanis und auch Fenchel bestehen. Die vielen Gewürze sind für den einzigartigen Geschmack des Lebkuchens verantwortlich.
  • Mehl: Meist wird helles Weizenmehl für die Herstellung verwendet. Doch auch dunkles Weizenmehl, Roggenmehl oder eine Mischung können benutzt werden. In braunen Lebkuchen ist meist mehr Mehl enthalten. Oblatenlebkuchen enthält relativ wenig, bis gar kein Mehl.
  • Eier: In vielen Lebkuchenrezepten sind keine Eier enthalten.
  • Triebmittel: Als Triebmittel werden Backpulver und Natron verwenden. Als Hefeersatz wird traditionell Hirschhornsalz oder Pottasche verwendet. Es verleiht dem rohen Lebkuchenteig einen bitteren Geschmack. Durch Hirschhornsalz oder Pottasche wird der Teig aufgelockert, jedoch braucht er mehrere Tage oder Wochen zum Aufgehen.

Hier gehts zum Lebkuchenhaus: Schritt für Schritt zum Knusperhäuschen

LebkuchenhausEin liebliches Lebkuchenhaus ist immer eine Überraschung und erfreut bestimmt. (Foto by: volke / fotolia.com)

Tipps und Tricks für das richtige Backen

Der Teig sollte vor dem Ausrollen im Kühlschrank gekühlt werden. Gekühlter Teig lässt sich leichter Ausrollen und Ausstechen. Die Unterlage wird mit Mehl bestäubt, um Festkleben zu verhindern. Das Backblech wird mit Backpapier ausgelegt, eingefettet oder mit Wasser bespritzt. Das Blech sollte kalt sein, wenn der Lebkuchen darauf gelegt wird.

Zum Verzieren muss der Lebkuchen ausgekühlt sein. Die Verzierung ist vielseitig und individuell: mit Zuckerguss, Zitrone, Nüssen, Lebensmittelfarbe oder mit kleinen Süßigkeiten. Nach dem Verzieren müssen die Lebkuchen trocknen, um auszuhärten. Lebkuchen ist lange haltbar und genießbar. Bei der Lagerung ist darauf zu achten, dass es trocken und luftdicht ist. Harter Lebkuchen kann mit einem aufgeschnittenen Apfel wieder weich werden.

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User Kommentare

schurli
schurli

Lebkuchen schmeckt einfach herrlich,wenn er gut zubereitet wird.Meine Gattin und ich backen ab und zu mit unserer Enkelin ein Knusperhäuschen,ganz nach ihrem Wunsch und es schmeckt auch herrlich.

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