Der eigene Gemüsegarten

Während unser Alltag immer schnelllebiger wird, entsteht bei vielen Menschen die Sehnsucht nach einer naturverbundenen Freizeitbeschäftigung. Einst primär zur Selbstversorgung gedacht, erfreut sich der Gemüsegarten heute auch unter Stadtbewohnern enormer Popularität. Der folgende Artikel führt in die Grundlagen des Gemüseanbaus ein.

Der eigene GemüsegartenEin eigener Gemüsegarten ist genau richtig für den heutigen Stressalltag. (Foto by: © coco / fotolia.com)

Die Wahl des Gemüses

Zunächst gilt es, das Platzangebot mit den gewünschten Gemüsesorten abzugleichen. Tomaten können beispielsweise in einem großen Topf herangezogen werden. Eine kleine Anbaufläche ist für die Realisierung eines Gemüsegartens kein Hindernis. Um möglichst exquisite Speisen im eigenen Garten heranzuziehen, sind Sorten empfehlenswert, die im Sortiment der Supermärkte fehlen. Mangold ist ein gutes Beispiel. Neben den kulinarischen Vorzügen ist die Mangoldpflanze dekorativ.

Neulinge im Bereich des Gemüseanlegens sind mit pflegeleichten Pflanzen wie Kürbis oder Zucchini gut beraten. Letztere werfen hohe Erträge bei minimaler Pflege ab. Ein weiterer Vorteil ist die hervorragende Resistenz gegen Schneckenbefall. Wer wenig Platz im Garten hat, greift am besten zu Tomaten. Radieschen nehmen ebenfalls geringen Raum ein. Bei Bedarf können diese Gemüsesorten auf dem Balkon herangezogen werden, da sie auch im Topf gedeihen.

Tipps für einen florierenden Gemüsegarten:

Vielfalt ist der Schlüssel zu einer reichhaltigen Ernte. Der wiederholte Anbau der immer gleichen Gemüsearten zehrt auf Dauer den Boden aus. Daraus resultiert die sogenannte Bodenmüdigkeit, welche die Ernteerträge schmälert und die Gartenkulturen für Krankheiten anfällig macht. Es gibt jedoch Pflanzen, die diesem Effekt entgegenwirken. Erbsen können bei der Erhaltung des Nährstoffreichtums helfen. Sie bringen neben dem hohen Vitamin C Gehalt einen weiteren Vorteil mit. An den Wurzeln der Staude bilden sich Stickstoff sammelnde Knöllchenbakterien. Der Gärtner erhält dadurch einen natürlichen Dünger. Ein regelmäßiger Fruchtfolgewechsel verhindert den einseitigen Entzug von Nährstoffen aus der Erde.

Beachtenswertes

Gemüsegarten bepflanzenUm den Boden nicht auszuzerren, sollte jede Reihe anders bepflanzt werden. (Foto by: © monropic / fotolia.com)

Ein einfacher Trick bewahrt davor, den Boden auszuzehren. Statt in mehreren Reihen nebeneinander dasselbe Gemüse anzubauen, sollte in jeder Reihe eine andere Sorte stehen. Zwei Tomatenreihen werden beispielsweise von zwei Reihen Petersilie unterbrochen. Wer einen möglichst großen Zeitraum des Jahres zum Anbau nutzen möchte, sollte auf die Wachstumsdauer des Gemüses sowie die Erntezeit achten. Frühkartoffeln gedeihen bereits im März, wenn es für viele andere Pflanzen noch zu kalt ist. Winterkürbisse können Gärtner bis Ende Oktober ernten.
Fazit

Es ist kein Expertenwissen notwendig, um einen Gemüsegarten anzulegen. Wer lediglich einen Balkon für den Anbau zur Verfügung hat, greift am besten zum Hochbeet . Ein solches Beet kann bequem im Stehen bepflanzt werden, ohne übermäßig Platz einzunehmen. Ein eigener Gemüsegarten bietet die Chance, auch exotisches Gemüse zu kosten, welches im Angebot der Supermärkte fehlt.

Um den Boden zu schonen, ist ein regelmäßiger Wechsel der angebauten Gemüsesorten notwendig. Gourmets können dank der aus diesem Schritt resultierenden Vielfalt ausgewogene kulinarische Genüsse kreieren.


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