Diät mit Steinzeiternährung

Schlemmen wie vor 2 Millionen Jahren? Nicht nur was für Ewiggestrige, denn die Steinzeiternährung, auch Paleodiät genannt, ist in den letzten Jahren wieder salonfähig geworden.

SteinzeiternährungDas Grundprinzip der Paleo-Ernährug: maximal 2-3 mal täglich essen. (Foto by: © designer491 / fotolia.com)

Gesund leben nach dem Vorbild der Jäger und Sammler ist die Devise, die immer mehr ernährungsbewusste Menschen anspricht. Die Anhängerschaft der Steinzeiternährung reicht vom Abnehmwilligen über den chronisch Kranken bis hin zum extremen Ausdauersportler. Viele sehen in der Steinzeitdiät nicht nur die ideale Lösung für das eigene Wohlbefinden, sondern auch das geeignete Mittel im Kampf gegen Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Altersdiabetes. Dann heißt es statt Mammutsteaks reichlich Gemüse und Nüsse, einige Vollkornprodukte sowie Kräuter und Obst.

Warum Paleo?

Vor gerade einmal 10 000 Jahren, mit Beginn der Landwirtschaft, veränderte sich die Ernährung der Menschen grundlegend. Die Jäger und Sammler wurden sesshaft, bestellten den Boden und züchteten Tiere. Getreide und Milchprodukte wurden zum festen Bestandteil des menschlichen Speiseplans. Eine weitere große Veränderung der Ernährungsgewohnheiten folgte vor nur wenigen hundert Jahren mit der Industriellen Revolution.

Der technische Fortschritt erhöhte Sicherheit und Komfort, brachte aber unter anderem auch Tiefkühlpizza und Dosenlimonade mit sich. Anhänger der Steinzeiternährung argumentieren, dass der menschliche Körper nicht optimal an dieses „neue“ Nahrungsrepertoire angepasst sei. 10 000 Jahre in der Entwicklung des Menschen sind laut Paleo-Experten zu kurz für die Veränderung der menschlichen Gene, die nötig wäre, um mit der heutigen Ernährungsweise klar zu kommen.

Grundregeln der Steinzeiternährung

Im Vergleich zu anderen Diäten ist der Ernährungsansatz der Steinzeitdiät relativ einfach. Es darf nur gegessen werden, was auch ein Mensch vor 2 Millionen Jahren problemlos als Essen identifiziert hätte. Dazu gehören Fleisch, Fisch, frische Früchte, Gemüse, Eier, Nüsse und Samen. Diese Nahrungsmittel können frei kombiniert werden und dürfen im Vergleich zur Rohkostbewegung gerne auch gekocht, gegrillt oder gebraten werden. Der Geschmack kommt dabei nicht zu kurz, denn auch Kräuter, Gewürze, Olivenöl und Butter sind bei der Paleo-Diät erlaubt.

Paleo ErnährungWasser und Tee ist das Grundgetränk der Paleo Ernährung. (Foto by: fotolia.com)

Allerdings muss ein Paleo-Anwärter künftig auf sämtliche Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, industriellen Zucker, Kartoffeln und Fertigprodukte verzichten. Auch Mais und vor allem Soja ist ein absolutes no-go! Ein weiteres Grundprinzip der Paleo-Ernährug ist, dass man maximal 2-3 mal täglich essen sollte. 3 Mal am Tag ist ok – nicht öfter. Das tolle daran ist, das man dann aber soviel essen darf wie man will. Zwischendurch sollte auf alles verzichtet werden, das die Bauchspeicheldrüse belastet. Also alle Limonaden, auch alles „Zuckerfreie“. Das heißt eigentlich nur Wasser und Tee sind ok. Sogar auf Kaugummi sollte verzichtet werden.

Der Grund dafür ist, die Arbeit der Bauchspeicheldrüse. Sie ist außer im Schlaf durchgängig im Einsatz, was zu einer Überlastung und in weiterer Folge zu Diabetes führen kann. Möchte man die Paleo-Diät noch mehr vertiefen, sollte erst nach körperlicher Betätigung gegessen werden - (zuerst die Jagd, dann das Essen). Zusätzlich zu den modernen Krankheiten lassen sich auch Intoleranzen wie zB Fructose, Lactose, etc „heilen“, bzw. reduzieren. Schon zum Frühstück eine Birne +1 Apfel +1 Orange erziehlen schon nach 4-6 Wochen erste Erfolge.

Einstieg in die Steinzeiternährung

Vor allem der Verzicht auf Getreide- und Milchprodukte schreckt viele Menschen ab, die Steinzeitdiät auszuprobieren. Auch der Gedanke an einen gesteigerten Konsum von tierischem Eiweiß ist für manchen gesundheitsbewussten Menschen wohl eher gewöhnungsbedürftig. Wer dennoch die Umstellung wagen will, sollte darauf vorbereitet sein, dies möglichst konsequent zu tun. Der Umstieg auf die Nahrung unserer Vorfahren fällt nämlich vor allem am Anfang schwer, da sich der Körper zunächst auf eine kohlenhydratärmere Ernährung einstellen muss. Gegen den anfänglichen Hunger auf Kohlenhydrate hilft der Verzehr von Früchten.

Leben wie in der Steinzeit

Die Steinzeitdiät ist nicht als vorübergehende Ernährungsumstellung gedacht, die möglichst schnell möglichst viele Pfunde purzeln lässt. Auch wenn sich kurzfristig bereits positive Effekte erzielen lassen, streben die meisten Paleo-Anhänger eine dauerhafte Ernährungsumstellung an. Die Paleo-Literatur empfiehlt in der Regel die Steinzeitkost wenigstens einen Monat lang strikt einzuhalten. Danach können nach Bedarf Ausnahmetage gemacht werden. Wichtig ist außerdem, dass sich eine erfolgreiche Steinzeitdiät nicht nur auf die Essgewohnheiten beschränkt. Zu einem gesunden, steinzeitkonformen Leben gehören auch ausreichend Schlaf, Bewegung, Sonnenlicht und ein gemäßigter Stresslevel.


Bewertung: Ø 3,5 (6 Stimmen)

PASSENDE REZEPTE

Kräuterforelle

KRÄUTERFORELLE

Wer Fisch mag wird dieses Rezept für Kräuterforelle lieben. Das Gericht wird mit Wein zum Hochgenuß.

Ratatouille

RATATOUILLE

Ratatouille ist ein klassisches Gemüsegericht der französischen Küche. Dieses Ratatouille Rezept wird Ihnen auf der Zunge zergehen.

Karottensalat

KAROTTENSALAT

Dieses Karottensalat Rezept wird mit Orange zubereitet und mit Pinienkernen angerichtet.

Paprikasalat

PAPRIKASALAT

Paprikasalat schmeckt knackig, ist gesund und nährstoffreich. Mit diesem Rezept wird der Paprikasalat besonders lecker.

Obstsalat

OBSTSALAT

Obstsalat ist ein wirklich köstliches Dessert im Sommer. Dieses leichte Rezept schmeckt wunderbar und ist rasch zubereitet.

PASSENDE REZEPTARTEN

User Kommentare

metaris
metaris

Ich weiß ja nicht. Ein bisschen Rückbesinnung ist ja gut, aber wieso man gleich 10.000 Jahre (kulinarische) Entwicklung in den Sand setzen will ist mir nicht ganz klar.

Auf Kommentar antworten