Die Gans und ich....

08.11.2013 von | 0 Kommentare

Martini steht quasi vor der Tür und damit das tagelange Essen der herrlichsten Köstlichkeiten. Diese wollen aber auch zubereitet werden und damit kommt es zum jährlichen Showdown in der Küche: Die Martinigans wird in eine knusprige und schmackhafte Delikatesse verwandelt.

Martinigans mit Rotkraut und KnödelDie Martinigans im November ist ein fixer kulinarischer Bestandteil. (Foto by: © Alexander Raths / fotolia.com)

Die Vorbereitung

Ehe aber das Kochen beginnt, wollen einige wichtige Vorbereitungen erledigt werden. Als erstes muss ich mir darüber klar werden, welche Gans ich will und für wie viele Personen das Federvieh reichen soll. Soll ich die kostengünstige, aber moralisch eher verwerfliche Tiefkühlgans aus dem Supermarkt kaufen? Nein! Fürs gute Gewissen und vor allem für den Geschmack, bestelle ich beim Bauern meines Vertrauens und freue mich über beste Qualität.

Lasset das Braten beginnen

Jetzt ist er also da, der Martinitag und mit ihm die freudige Zusage von sechs Personen, dass sie mit uns, also weiteren zwei, die Biogans verspeisen wollen. Um wirklich das perfekte Menü zu kreieren, stehe ich früh genug in der Küche, denn ein altes, überliefertes Rezept besagt "pro Kilo eine Stunde". Die Gans hat fünf!

Um sicherzugehen, dass alles gelingt und schmeckt, verlasse ich mich auf das traditionelle Rezept und fülle die gewaschene und trocken gerupfte Gans mit Äpfel, Zwiebeln und frischen Kräutern wie Majoran und Petersilie. Mit Salz und Pfeffer dann innen und außen einreiben und das war schon der erste Teil der Kunst.

Daraufhin schiebe ich den Braten in die Röhre und gieße fleißig mit Wasser auf. Für eine gute Soße lege ich noch verschiedenes Wurzelgemüse zum Mitgaren in den Bräter. Zu Beginn darf nicht zu heiß gebraten werden, die hohen Temperaturen hebe ich mir für den Schluss und damit für das Feintuning auf.

Die Beilagen

Da es ein klassisches Essen werden soll, setze ich auf Blaukraut und Knödel als Beilagen. Der Kartoffelknödel eignet sich besonders gut, weil er viel Soße aufnimmt und das Blaukraut kann als Tiefkühlprodukt mit ein paar Gewürzen wie Nelken, Zimtstange und Pfefferkörner sehr schmackhaft aufgepeppt werden.

Im letzten Viertel der Bratenzeit drehe ich die Temperatur hoch um die Gans von allen Seiten zu bräunen und um eine knusprige Haut zu bekommen. Die Soße gieße ich ab und serviere sie extra mit den Beilagen. Die Gans kommt genau so auf den Tisch, wie ich mir das vorgestellt habe und die Gäste werden hoffentlich begeistert sein.


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