Die klassische Menü Reihenfolge

Was ist eigentlich ein Menü? Oft wird ja schon von einem Menü gesprochen, wenn Mittags vor der Pasta noch eine schnelle Suppe auf den Tisch kommt. Mit einer klassischen Menüfolge hat das wenig zu tun. Doch wie sieht sie wirklich aus?

Menü ReihenfolgeEin Menü besteht aus mindesten drei aufeinander folgenden Speisen. (Foto by: © Jeanette Dietl / fotolia.com)

Die französischen Könige wussten zu tafeln, und dementsprechend kommt die klassische Menüfolge aus Frankreich. Über ein Dutzend verschiedene Gänge, genau genommen 14 an der Zahl muss man schon auffahren, wenn man sich an die Vorgabe der französischen Meister der Kulinarik halten möchte. Und dabei ist der Kaffee nicht mitgerechnet, obgleich er auch damals schon den Abschluss eines Menüs bildete.

Moderne Klassiker - Menüabfolgen heute

Die heutige Variante der klassischen Menüfolge gestaltet sich etwas weniger opulent, kann aber durchaus zehn Gänge oder mehr umfassen. Den Auftakt bildet in den meisten Fällen eine kalte Vorspeise. Beliebt sind in diesem Zusammenhang Terrinen, Kaltschalen, Pasteten oder - vor allem für jene, die auf die schlanke Linie achten - Salate aller Art. Als erster, kleiner Magenwärmer folgt eine Suppe.

Weiter geht es mit dem Zwischengericht, einer Art warmer Vorspeise, die von leichter Pasta bis hin zu Gemüsevariationen reichen kann. Die Portionsgröße ist angesichts der Dinge, die da noch kommen, grundsätzlich zurückhaltend.

Hernach folgt der Fisch-Gang, was Seafood wie Hummer und Co mit einschließt. Oft gibt es anschließend  einen weiteren Zwischengang, zum Beispiel ein leichtes Sorbet, bevor der Star des Menüs, der Hauptgang, seinen großen Auftritt hat. Hierbei spielt in den meisten Fällen Fleisch die Hauptrolle, aber auch Fisch eignet sich, mit den passenden Beilagen, ausgezeichnet. Für gewöhnlich kommt der Hauptgang mit Gemüse oder Salat und einer kohlenhydratreichen Sättigungsbeilage auf den Tisch. Den Abschluss bildet ein entweder warmes oder kaltes Dessert, alternativ setzt eine Platte mit Käse einen guten Schlusspunkt. Der Kaffee oder ein Digestif dürfen für viele Genießer im Anschluss nicht fehlen.

Abgespeckte Varianten für jeden Tag

Natürlich muss es nicht immer das volle Programm sein. Wer von einem Menü spricht, der sollte allerdings mindestens drei aufeinander folgende Gänge meinen. Die einfachste Variante des klassischen Menüs könnte also folgendermaßen aussehen: Zuerst eine Suppe, hernach ein Hauptgericht mit Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, Nudeln, Knödeln oder Reis und zum guten Schluss ein süßes Dessert. Die passenden Weine runden den Genuss in jedem Fall optimal ab - ob man nun nur ein kleines Menü mit drei Gerichten verspeist, oder die ganze opulente, klassische Variante mit stolzen 14 Gängen.


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