Dill

Dill hat eine lange Tradition als Küchenkraut. Egal ob frisch oder getrocknet – Dill verleiht einem Gericht ein unverkennbares Aroma. Dill lässt sich mit ein wenig Fingerspitzengefühl im Kräutergarten leicht kultivieren. Frisch gehackt und eingefroren lässt sich Dill aus Eigenanbau ganzjährig genießen.

Dill zum ErntenDie jungen, zarten, grünen Blättchen werden frisch geerntet. (Foto by: Denis and Yulia Pogostins/ shutterstock.com)

Dill gehört zur Familie der Doldengewächse und enthält ätherische Öle, welche für den intensiven Geschmack verantwortlich sind. Dill, welcher im Volksmund auch Gurkenkraut genannt wird, ist einjährig und muss daher jedes Jahr aufs Neue im Kräutergarten angebaut werden. Es gibt Belege, dass Dill, welcher ursprünglich aus Vorderasien stammt, seit Jahrtausenden von Menschen kultiviert und traditionell als Küchenkraut verwendet wird.

Anbau, Pflege und Düngung

Einjährigkeit bedeutet, dass der Dill jedes Jahr im Frühjahr wieder ausgesät werden muss. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein und einen mäßig trockenen, nährstoffreichen Boden aufweisen. Besonders gut gedeiht Dill, wenn man ihn in Mischkulturen mit Gurken, Zwiebeln oder Salat anbaut. Vor der Aussaat sollte man den Boden gut auflockern und dabei reifen Kompost einarbeiten. Dill wird in Reihen mit einem Abstand von 20 cm ausgesät.

Dafür eignet sich sowohl loses Saatgut als auch Saatbänder. Um längere Zeit jungen, frischen, aromatischen Dill zu haben, können Folgereihen in zeitlicher Verschiebung von 2 – 3 Wochen ausgesät werden. Bis zum Auflaufen der Saat ist sorgfältig zu jäten. Zu dicht stehende Pflanzen werden vereinzelt. Wird der Dill häufig geschnitten, benötigt er hin und wieder eine leichte, stickstoffhaltige Kopfdüngung, vorzugsweise mit verdünnter Brennnesseljauche. Dill ist regelmäßig auf Befall mit Ungeziefer zu untersuchen, da sich die Blattläuse auf dem duftenden Kraut wohl zu fühlen scheinen. Das Gießen erfolgt bei Bedarf, wobei stehende Nässe unbedingt zu vermeiden ist.

Ernte

Dillpflanzen lassen sich abgesehen von der Wurzel und dem festen Stängel vollständig in der Küche verwerten. Die jungen, zarten, grünen Blättchen werden frisch geerntet und fein zerhackt dem Essen beigefügt. Erntet man für die Konservierung, schneidet man die ca. 20 - -25 cm hohen Pflanzen ab.

DillgurkenDill eignet sich zum Verfeinern von Marinaden und Saucen. (Foto by: © manulito / fotolia.com)

Lagerung und Haltbarkeit

Zum Einfrieren kann man den Dill auf zwei Arten vorbereiten. Die erste Möglichkeit besteht darin, den gewaschenen Dill sehr gut abzuschütteln, dann fein zu zerhacken und in Dosen abgefüllt einzufrieren. Wurde das Wasser gut abgeschüttelt, lässt sich den Dosen ein Streufähiger Dill entnehmen. Die zweite Möglichkeit ist, den gewaschenen Dill wieder gut trocken zu schütteln und dann die ganzen, gefiederten Blättchen locker in einen Gefrierbeutel einzufüllen und schnell einzufrieren. Zum Würzen werden die gefrorenen Blätter zerrieben. Dill eignet sich nicht zum Trocknen, weil er sein Aroma verliert. Geerntet werden auch die Blütenstände, die Früchte und die Samen vom Dill. Die getrockneten Samen sollten in einer luftdicht verschlossenen Dose kühl gelagert werden.

Wirkung und Verwendung

Dill enthält in der gesamten Pflanze und vor allem in den Samen einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Diese wirken verdauungsfördernd und können Blähungen lindern. Dill wurde deshalb früher sogar zum Herstellung von Kräuterschnaps verwendet. Außerdem enthält Dill viele Vitamine und Mineralstoffe. Frisch gehackt eignet sich Dill vor allem zum Verfeinern von Saucen und Dressings. Auch in Kräutermischungen ist oft Dill enthalten. Dill kann durchaus mitgegart werden, verliert beim längeren Kochen aber an Aroma. Daher empfiehlt es sich, den frisch gehackten Dill erst gegen Ende der Garzeit zuzugeben. Die unreifen Samenstände werden zum Einlegen von saurem Gemüse verwendet.


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