Döbel (Aitel)

Der Döbel ist ein beliebter Speisefisch, der allerdings über keinen ausgeprägten Eigengeschmack verfügt. Er eignet sich daher hervorragend für die Kombination mit anderen Lebensmitteln, die ein sehr eigenes Aroma besitzen. In der Zubereitung ist der Döbel sehr pflegeleicht.

Döbel_AitelDer Döbel wird gewöhnlich zwischen 30 und 40 cm groß. (Foto by: Kondor83 / iStock.com)

Der Döbel trägt eine Menge Beinamen, so wird er beispielsweise als Alet oder Aitel bezeichnet. Er tritt in Schwärmen auf, von denen er sich allerdings gewöhnlich trennt, wenn er alt wird. Der Döbel laicht von April bis Juni. Als Nahrung dienen dem Döbel kleine Fische, Insektenlarven, Würmer, Kleinkrebse und andere kleine Meerestiere.

Aussehen

Der Körper des Döbels ist spindelförmig und im Querschnitt gesehen beinahe rund. Der Kopf ist breit und dick (man spricht auch von einem Hartkopf). Die Mundspalte ist weit, ragt aber nicht über die Augen hinaus. Der Mund ist zweireihig mit Schlundzähnen besetzt. Die Haut ist geschuppt, wobei sich die großen Schuppen besonders entlang der Seitenlinie anordnen. Um die Schuppen zieht sich ein dunkler Rand, sodass das Bild eines Netzes entsteht.

Der Döbel wird gewöhnlich zwischen 30 und 40 cm groß. Exemplare bis zu 60 cm sind jedoch ebenfalls möglich. Die Afterflosse und die Bauchflossen sind rot gefärbt. Die Afterflosse besteht aus zehn bis zwölf Strahlen ebenso wie die Rückenflosse. Der Rücken des Döbels ist graubraun und weist bisweilen einen grünen Schimmer auf. Zu den Flanken hin wechselt die Farbe in ein feines Silber, das teilweise gleichzeitig golden glänzt. Der Bauch des Döbels ist weiß gefärbt.

Herkunft

Der Döbel bevorzugt fließende Gewässer, wobei er auch in größeren Seen vorkommt. Abgesehen von den nördlicheren Regionen wie Norwegen oder Teile Englands ist der Döbel über das gesamte Europa verbreitet. Bis zum Ural kommt der Döbel in Fließgewässern vor.

Geschmack

Der Döbel verfügt über ein sehr festes Fleisch. Allerdings schmeckt es nicht besonders aromatisch. Es eignet sich daher gut für die Kombination mit anderen Lebensmitteln mit starkem Eigengeschmack.

Verwendung in der Küche

Der Döbel kann im Grunde genommen für jegliche Zubereitungsart genutzt werden, zumal das feste Fleisch auch nicht zerfällt, wenn es nicht gerade „totgebraten“ wird. Wenn man ihn nicht gerade im Ganzen, beispielsweise als Steckerlfisch, zubereitet, sollte man den Döbel zunächst filetieren, um die Gräten zu entfernen. Wenn man ihn auf den Grill legt, muss man ihn vorher nicht zwingend entgräten, denn wenn das Fleisch bereits heiß ist, lassen sich die Gräten ebenfalls sehr schön entfernen. Den Döbel kann man braten, grillen oder frittieren. Außerdem lässt er sich gut zu Fischklößchen und -buletten verarbeiten.


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