Huchen (Donaulachs)

Der Huchen, auch Donaulachs genannt, ist ein seltener und sehr teurer Fisch. Allerdings ist er jeden Euro wert, denn der hervorragende Geschmack entschädigt für jeden Aufwand, den man mit seiner Zubereitung hatte. Am besten genießt man einen frischen Huchen ganz pur.

HuchenDer Huchen wird durchschnittlich zwischen 60 und 120 cm lang. (Foto by: © xtr2007 / fotolia.com)

Der Huchen war lange Zeit beinahe vom Aussterben bedroht und erholt sich erst sehr langsam wieder. Er wird heute gezielt gezüchtet, ist aber aufgrund der schwierigen Aufzucht und seiner Seltenheit eine sehr teure Angelegenheit. Dadurch hat er auch eine Art von Exklusivität entwickelt. Der Huchen wird auch als Donaulachs bezeichnet, weil er lange Zeit nur in den Zubringern der Donau lebte.

Aussehen

Der Huchen wird durchschnittlich zwischen 60 und 120 cm lang, kann aber auch bis zu 150 cm lang werden. Er weist eine spindelförmige Körperform auf. Der Körper ist besonders entlang der Seitenlinie mit sehr vielen kleinen Schüppchen besetzt. Der Huchen besitzt eine Fettflosse, die sich zwischen der Rücken- und Schwanzflosse befindet. Dabei ist sie näher an der Schwanzflosse.

Der Kopf ist relativ flach. Bemerkenswert ist das Maul, das relativ weit ist und weit hinter die Augen reicht. Der Rücken des Huchens ist gewöhnlich graugrün bis braun. An den Seiten weist er hingegen einen rötlichen Glanz auf und wird heller. Der Bauch weist sogar eine weiße Farbe auf. An den Seiten und teilweise auf dem Rücken verteilen sich dunkle Fleckchen, sodass er beinahe ein gesprenkeltes Aussehen aufweist.

Herkunft

Der Huchen ist in schnell fließenden Gewässern zuhause, bevorzugt in Flüssen. Durch Aussetzungen verbreitet er sich allmählich wieder über Europa, wobei er lange Zeit nur in den Zuflüssen der Donau zu finden war. Der Huchen mag ein kühles und sauerstoffreiches Wasser für seine Lebensumgebung.

Geschmack

Der Geschmack des Huchens erinnert ein wenig an den des Thunfischs, ist allerdings ein wenig milder. Junge Exemplare besitzen das angenehmste Aroma. Das Fleisch des Huchens besitzt eine sehr feste Konsistenz.

Verwendung in der Küche

Mit dem Huchen geht man grundsätzlich sehr sparsam um, da er selten und dadurch teuer ist. Das Fleisch ist gleich nach der Tötung nicht zum Verzehr geeignet. Es ist in diesem Zustand kaum möglich, die Gräten zu entfernen, und auch die Konsistenz des Fleisches lässt zu wünschen übrig. Beim Huchen kann die Haut nicht mitgegessen werden, deshalb muss der Fisch vor der Zubereitung immer komplett geschuppt und gehäutet werden.

Die Zubereitung des Huchens sollte am besten so erfolgen, dass sein eigener Geschmack optimal zur Geltung kommt. Der Fisch wird gerne als Tartar serviert. Wenn er zubereitet wird, benötigt man nicht viele Gewürze oder Zutaten – möglichst pur genossen ist der Huchen den teuren Preis allemal wert.


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