Ein Hochgenuß sind Aperitif- und Dessertweine

Aperitifweine eröffnen eine Mahlzeit, und Dessertweine schließen sie ab. Die Wahl der richtigen Aperitif- und Dessertweine hängt von den gereichten Mahlzeiten und dem Anlass sowie der Tageszeit ab.

AperitifweinAperetifweine werden vor dem Essen serviert. (Foto by: © PhotoSG / fotolia.com)

Für jede Gelegenheit steht dem Genießer eine große Auswahl zur Verfügung, und der bleibende Eindruck, den eine Mahlzeit bei den Gästen hinterlässt, hängt nicht zuletzt von der harmonischen Begleitung der Speisen durch die richtigen Weine ab. Wein und Speisen bilden eine beinahe unzertrennliche Einheit, die Qualität geeigneter Weine hebt den Genuss an den Speisen, und köstliche Speisen verlangen förmlich nach passenden Begleitern, die nicht nur das Ambiente heben, sondern auch den Durst löschen und gleichzeitig der Verdauung förderlich sind. Von den Weinen, die als Begleiter während der Mahlzeit selbst gereicht werden, ganz abgesehen, sind es besonders die Aperitif- und die Dessertweine, die ein Essen zu einem unvergesslichen Erlebnis machen können.

Aperitifweine

Aperitifweine "öffnen" den Magen und sie bereiten ihn auf die folgenden Speisen vor. Gleichzeitig überbrücken sie die Wartezeit bis zum Essen und regen den Appetit an. Sie sollten deshalb nicht zu schwer sein, um den Magen nicht schon vor Beginn der Mahlzeit zu belasten.

Bevorzugt geeignet sind daher eher trockene Weine mit einem höheren Säuregehalt, deren leichtere Vertreter eine leichte Mahlzeit einleiten sollten, während kräftigere Speisen auch von etwas gehaltvolleren Aperitifweinen angekündigt werden können. Alle diese Voraussetzungen erfüllen in perfekter Form hochwertige Schaumweine, allen voran natürlich der Champagner, deren spritziger und trockener Grundcharakter förmlich nach einer nachfolgenden Speise verlangt.

Als Alternative dazu ist auch ein guter Sherry ein Hochgenuss vor dem Essen, so lange es sich um eine trockene Variante handelt, etwa einen Fino oder einen Manzanilla. Oder probieren Sie einmal einen trockenen weißen Port oder als besondere Delikatesse einen Vin jaune aus dem französischen Arbois! Einen schönen Aperitif ergibt auch ein trockener Riesling, vor allem aus dem Rheingau, und ergänzt wird die Auswahl durch die leichten Grünen Veltliner oder auch einen leichteren Muskateller aus Österreich.

Dessertweine

Aperitif-und DessertweineDessertweine mit höherem Alkohlgehalt werden nach dem Essen serviert. (Foto by: © Comugnero Silvana / fotolia.com)

Die Dessertweine sind das Gegenstück zum Aperitif: die Mahlzeit liegt hinter uns, wir sind gesättigt und unser Magen ist für die ganz leichten geschmacklichen Finessen nicht mehr so empfänglich. Als Abschluss eignen sich daher Dessertweine mit höherem Alkoholgehalt und Restzucker, die der Mahlzeit noch die Krone aufzusetzen vermögen.

Dazu zählen zunächst jene Weine, die durch die Edelfäule ein sehr hohes Mostgewicht erreicht haben, wie etwa die Beeren- und Trockenbeerenauslesen Deutschlands oder der Ausbruch aus den österreichischen Weinlanden. Nicht zu vergessen sind hier natürlich die französischen Vertreter, die besonders aus dem Sauternes, Rivesaltes und Banyuls kommen! Als besondere Delikatesse findet hier auch der Vin de paille (Strohwein) aus dem französischen Jura seinen Platz, dessen Verwandte aus dem Burgenland als Schilfweine bezeichnet werden.

Und wer kennt nicht den zypriotischen Commandaria, den schon Hesiod rühmte? Und wenn wir schon im Mittelmeerraum sind, eignen sich die vielen süßen Weine der Mittelmeeranrainer, wie etwa Malaga, Marsala und Samos ebenfalls sehr gut als Abschluss eines feinen Essens. Vielen dieser Weine verleiht das heiße Klima und die besondere Herstellungsweise den typischen Rancio-Geschmack, der sich durch reiche nussige und butterige Komponenten ausweist. Wer es noch intensiver mag, der hat die Wahl zwischen einem 5- oder 6-buttigen Tokajer aus Ungarn, einem hochfeinen Pedro Ximénez-Sherry oder einem kräftigen Tawny-oder gar Vintage-Port aus dem Douro-Tal.


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