Erbsen

Erbsen bringen viele Menschen mit deftigen Eintöpfen zur Winterzeit in Verbindung. Dabei haben Erbsen vielfältige Verwendungsmöglichkeiten, von Salaten über Pürees bis hin zu Aufläufen. Ihre Ernte ist zwar etwas mühselig, aber sobald das Erbsengericht auf dem Tisch steht, ist jeder zufrieden.

ErbsenDas grüne Gemüse ist sehr gesund, auch die Schoten wird gern verwendet. (Foto by: © FPWing / fotolia.com)

Erbsen gehören zur Gattung der Hülsenfrüchte. Sie wachsen versteckt in langen Schoten, die sich leicht öffnen lassen, wenn sie reif sind. Erntet man Erbsen zu früh, ist das „Auspalen“ der Schoten sehr mühselig. Aber die Mühe lohnt sich: Sind die kleinen Erbsen erst einmal gewonnen, können sie zu zahlreichen köstlichen Gerichten verarbeitet werden.

Herkunft

Man geht davon aus, dass die Erbsen bereits 7000 Jahre vor Christus bekannt waren. Vermutlich nutzten die Chinesen sie als erstes Volk als Lebensmittel. Den Sprung in die europäische Küche schaffte das Gemüse im 16. Jahrhundert. Hierzulande stammen die Erbsen teilweise aus eigener Produktion, größtenteils aber aus den Mittelmeerländern wie Italien und Spanien. Angebaut werden sie im Prinzip auf der ganzen Welt.

Saison

Österreichische Erbsen werden größtenteils im Freiland angebaut und können dann zwischen Juni und August geerntet werden. Von Februar bis Juni wird der Markt durch europäische Importe abgedeckt. Im Herbst und Winter ist frische Ware kaum erhältlich, man greift dann auf TK-Erbsen oder Konserven zurück.

Geschmack

Frisch geerntete Erbsen haben eine knackige Konsistenz und schmecken leicht süßlich. Besonders durch ihre Konsistenz unterscheiden sich die verschiedenen Sorten. Während Schalerbsen eine eher mehlige Konsistenz haben, sind Markerbsen eher fein gegliedert.

Verwendung in der Küche

Erbsen haben einen großen Nachteil, wenn man sie frisch verwenden möchte: Sie befinden sich in einer Schote, aus der sie erst einmal entfernt werden müssen. Hierfür hält man die Hülse in beiden Händen und bricht sie in der Mitte auseinander. Je nachdem, wie reif die Erbsen geerntet wurden, kullern sie nun bereits heraus oder die Schote muss komplett geöffnet und die Erbsen „gepflückt“ werden.

Man sollte die Schote jedoch besser nicht aufschneiden, da sonst die Erbsen beschädigt werden könnten. Bequemer geht es natürlich, wenn man TK-Erbsen verwendet. Dosenerbsen sollten möglichst vermieden werden, da sie eher fade schmecken.

Erbsen werden traditionell gerne für Eintöpfe, Suppen, Pürees und Aufläufe verwendet und sind oft Bestandteil von deftigen Gerichten. Aber auch etwas speziellere Varianten wie Erbsensalat sind durchaus gängig. Als Beilage zu zahlreichen Fleisch- und Fischgerichten machen sich junge, gekochte Erbsen ebenfalls sehr gut.

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Aufbewahrung/Haltbarkeit

eingefrorene ErbsenMöchte man Erbsen lange lagern, eignet sich am besten das Einfrieren. (Foto by: © PhotoSG / fotolia.com)

Wenn Erbsen frisch geerntet wurden, sollten sie möglichst schnell verarbeitet werden, da sie in diesem Zustand nicht wirklich lagerfähig sind. Höchstens bis zu drei Tage können sie bei optimaler Lagerung im Kühlschrank aufbewahrt werden – tendenziell aber eher kürzer. Will man sie nicht sofort verarbeiten, sollte man sie am besten ein paar Minuten in Salzwasser blanchieren, abschrecken und anschließend einfrieren.

So können sie bis zu ein Jahr und länger halten. Erbsen lassen sich auch trocknen und sollten dann dunkel und trocken gelagert werden. In dieser Form können sie wesentlich länger als ein Jahr gelagert werden.

Nährwert/Wirkstoffe

Erbsen haben einen hohen Anteil an Ballaststoffen und fördern daher eine gute Verdauung. Sie sind zudem sehr eiweißhaltig. Erbsen enthalten zudem ziemlich viel Kalzium, Vitamin A und Vitamin C. Bemerkenswert sind außerdem die Vitamine B1 und B2 sowie das Niacin. Erbsen sollten den Cholesterinspiegel nachhaltig senken können.

Zudem wurde in Studien nachgewiesen, dass Erbsen die Fruchtbarkeit des Genießers verringern können, weshalb sie bei einem bestehenden Kinderwunsch nicht gerade in großen Mengen verzehrt werden sollten.


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