Faschingskrapfen, Heringssalat und Co.

Bunte Kostüme, prachtvolle Umzüge und lustige Stimmung – der Fasching ist die Zeit des Feierns und Schlemmens. Flaumig-süße Krapfen dürfen natürlich nicht fehlen.

FaschingskrapfenDer Krapfen symbolisiert die Zeit vor dem Fasten. (Foto by: © Printemps / fotolia.com)

Der Fasching – in vielen Ländern auch Karneval genannt – wird bereits seit Jahrtausenden gefeiert. Der Ursprung des lustigen Festes liegt in der Antike, wo das Fest zur Ehrung der Götter gefeiert wurde. In vielen verschiedenen Kulturen fanden sich ähnliche Feste, die eines gemeinsam hatten: Menschen aus allen Bevölkerungsschichten wurden in diesen Tagen gleichgestellt.

In Österreich wird Fasching zwischen dem Dreikönigstag bis hin zum Aschermittwoch gefeiert, wobei in anderen Ländern der Karneval traditionell am 11. November um 11:11 Uhr beginnt. Die bekannteste kulinarische Köstlichkeit in der Faschingszeit ist wohl der Faschingskrapfen.

Verkleiden – aber warum?

Wie so vieles in dieser Zeit, besitzt auch das Verkleiden am Faschingstag eine lange Tradition. Bereits die Germanen verkleideten sich während der Faschingszeit und setzten sich Masken auf, um die Ernte vor bösen Geistern zu schützen. Während der „Narrenzeit“ schlüpfen tausende Menschen in eine andere Rolle und genießen das ausgiebige Feiern. Psychologen behaupten sogar, das Verkleiden an Fasching hätte einen therapeutischen Effekt.

Fasching in anderen Ländern

Karneval wird in vielen Ländern der Welt gefeiert. Die Bräuche und die kulinarische Basis unterscheiden sich dabei ein wenig, dennoch steht in jedem Land das ausgiebige Feiern an erster Stelle.

In Österreich und Deutschland beginnt der Fasching am Dreikönigstag. In vielen Teilen Deutschlands wird der Fasching auch „Fastnacht“ genannt. Mit der närrischen Zeit möchte man den grauen Winter vertreiben und auf die bevorstehende Fastenzeit vorbereiten.

Der Karneval in Rio de Janeiro gehört zu den spektakulärsten Ereignissen Brasiliens im Laufe des Jahres. Ein zweitägiger Faschingsumzug präsentiert schöne Tänzerinnen und prächtige Wagen, die die Stimmung des gesamten Landes aufheizen.

Fasching in anderen LändernMenschen aus allen Bevölkerungsschichten werden in diesen Tagen gleichgestellt. (Foto by: © JackF / fotolia.com)

Auch Spanien möchte den Frühlingseinzug feiern und veranstaltet jedes Jahr zwischen 12. und 19. März den Carnevale di Valencia. Bunte Blumen zieren Umzugswagen, aus roten und weißen Nelken wird das Kleid der „Jungfrau der Schutzlosen“ geflochten. Kokosnüsse und heiße Schokolade wärmen an jeder Ecke, den Höhepunkt der Zeit bieten Figuren, die in Flammen aufgehen und atemberaubende Feuerwerke.

Der zweitgrößte Karneval der Welt ist der Notting Hill Carnival in London. Die jährlich stattfindende Massenveranstaltung zeigt die skurrilsten und buntesten Kostüme von nahezu 1,5 Millionen Teilnehmern in der letzten Augustwoche. Eröffnet wird das lustige Spektakel mit einem Wettbewerb der Londoner Steelbands.

Faschingskrapfen

Leb wohl, Fleisch. Diese Aussage beschreibt eine Theorie zur Herkunf des Wortes „Karneval“. Karneval soll aus dem lateinischen „carne vale“ stammen, was so viel bedeutet, wie die einleitende Aussage. In der Faschingszeit darf man sich allerdings noch mal so richtig gehen lassen. Die wohl wichtigste Tradition in dieser Hinsicht ist der Faschingskrapfen.

Fasching ohne Krapfen? Auf keinen Fall!

Zart, flaumig und süß. Schon die alten Römer genossen den Biss in einen herzhaften Krapfen vor der Fastenzeit. Deshalb verwundert es nicht, dass sich diese Tradition bis heute gehalten hat. Ob mit Marillenmarmelade oder mit Vanillesoße gefüllt – der Krapfen ist auf jeden Fall ein Genuss.

Im deutschsprachigen Raum ist der Krapfen aber keinesfalls nur mehr eine Süßware. Etliche Variationen, unter anderem mit würzigem oder scharfem Beigeschmack, sind heute bekannt. Der Faschingskrapfen wird dennoch hauptsächlich mit Marmeladenfüllung gegessen, soll er doch die süße und lustige Zeit vor dem Fasten symbolisieren.

Kulinarische Leckerbissen

Kandierte ÄpfelEin kulinarischer Leckerbissen zum Faschingstreiben sind kandierte Äpfel. (Foto by: © Kzenon / fotolia.com)

Faschingszeit ist, ohne Frage, Krapfenzeit. Allerdings gibt es auch andere Speisen, die während der närrischen Zeit verspeist werden. Faschingsgerichte fallen häufig sehr üppig aus. In Fett ausgebraten, mit Schmalz und Eiern angereichert finden viele Gerichte in diesem Zeitraum den Weg auf unsere Küchentische. Kandierte Äpfel, Polsterzipfel oder versoffene Jungfrauen sind nur einige köstliche Rezepte, die hauptsächlich aus Eiern bestehen und in Fett ausgebraten werden.

Heringssalat – ein Klassiker

Der Klassiker unter den Faschingsgerichten ist der Heringssalat - Heringssalat gibt es heute in vielen Variationen. So kann er beispielsweise mit Kartoffeln, Nüssen, Ananas, Äpfeln und roter Beete angereichert werden. Neben eingelegten Heringen können auch milde Salzheringe verwendet werden, die „Matjes“ genannt werden. Der Hering findet an Fasching auch in anderen Gerichten seinen Weg auf den Tisch, vor allem in Kombination mit Gurken. Vor der Fastenzeit darf noch einmal so richtig geschlemmt werden:

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