Fisch grillen

Fisch grillen ist einfacher als man denkt, wenn einige Punkte beachtet werden. Fisch lässt sich gut zum Grillen vorbereiten und ergibt eine schmackhafte Alternative zum Grillfleisch. Fisch ist in wenigen Minuten gar und eignet sich als eigenständige Mahlzeit vom Grill oder als Teil eines Grillbuffets.

Fisch grillenFisch hat eine sehr kurze Garzeit und ist in wenigen Minuten fertig gegrillt. (Foto by: © LianeM / fotolia.com)

Laue Sommerabende am Gartengrill

Grillen ist im Sommer wohl die schönste Art, Essen zuzubereiten. Mit der Familie oder mit Freunden ist ein geselliger Grillabend nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch ein willkommener Anlass für gemütliche Stunden. Zum Grillen eignen sich viele Lebensmittel. Besonders Fisch ist ein beliebtes Grillgut. Er entwickelt auf dem Gas- oder Holzkohlegrill ein würziges Aroma, das durch die Beigabe von Gewürzen noch verstärkt werden kann. Als Beilage eignen sich Baguette, Gemüse und Salate. In der Glut eines Holzkohlegrills können auch in Alufolie eingewickelte Kartoffeln gegart werden.

Das wichtigste beim Grillen (oder Kochen) von Fisch ist die Frische und auch Qualität des Fisches. Daher beim Einkauf auf die Frische des Fisches achten - hier die wichtigsten Tipps um frischen Fisch zu erkennen.

Wie viel Fisch pro Portion

Wenn man einen ganzen Fisch grillen will kann man im Durchschnitt pro Portion (Person) ca. 400g Bruttogewicht rechnen. d.h. ein Fisch von ca. 1,5 - 2kg reicht für ca. 4-5 Personen.

Fisch ausnehmen

Im Normalfall sollte der Fisch bereits vom Fischhändler ausgenommen worden sein. Ist dies einmal nicht der Fall schneiden Sie den Fisch mit einem scharfen Messer von der Afteröffnung her auf, dann sorgfältig ausnehmen. WICHTIG: Dabei achten dass die Galle nicht verletzt wird, denn falls die aufplatzt und ausfließt wird der Fisch bitter und ungenießbar. Anschließend den Fisch mit klarem Wasser sauber abspülen.

So wird Fisch zum Grillen vorbereitet

Fisch zum Grillen wird ähnlich vorbereitet wie Fisch zum Braten. Es gelten die Drei-S-Grundsätze: Säubern, Säuern, Salzen. In der Regel bietet der Fischhändler den Fisch bereits fertig ausgenommen an. Es genügt also, den Fisch unter fließendem Wasser kurz abzuspülen und mit Küchenkrepp trockenzutupfen. Säuern mit ein paar Tropfen Zitronensaft bekommt dem Aroma eines jeden Fisches gut. Zum Grillen eignen sich auch Marinaden.

Bei Fisch genügt es, ihn kurze Zeit in die Marinade einzulegen. Die Grillmarinade soll Öl enthalten, dies verhindert auch dass der Fisch beim Grill zu sehr austrocknet. Eine schnell angerührte Marinade erhält man aus dem Saft einer Zitrone, drei bis viel Esslöffeln Öl, etwas Salz und Pfeffer. Dadurch ist Schritt Nummer drei, das Salzen, gleich mit eingeschlossen. Fisch verträgt sich gut mit vielen Kräutern. Man kann entweder die Marinade damit anreichern oder den ganzen Fisch damit füllen.

Eine weitere Methode ist das Ziselieren (=mehrmalige schräge Einschneiden des Fisches an den Seiten). Die ist vor allem bei Fischen mit mehr als 1 kg zu empfehlen und bringt ein gleichmäßigeres Garen des Fisches. Des weiteren kann man die tiefen Schnitte auch noch mit Marinade einpinseln oder mit Kräuter ausfüllen - das bringt einen noch intensiveren und vor allem gleichmäßigeren Geschmack.

WICHTIG: Ganze Fische NICHT schuppen. Lediglich ausnehmen, mit kaltem Wasser sauber ausspülen, abwaschen und vorsichtig trocken tupfen.

Holzkohle- oder Gasgrill richtig vorbereiten

Der Gasgrill muss nur angezündet werden und ist innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Wer einen Holzkohlegrill verwendet, sollte darauf achten, dass die Glut vollständig entwickelt ist. Wenn sich auf den Kohlen eine feine Ascheschicht bildet, kann das Grillgut aufgelegt werden. Am besten achtet man auf einen windgeschützten Standort. Fisch sollte nur in Ausnahmefällen direkt auf den Grillrost gelegt werden. Er bleibt leicht am Grillrost hängen. Hier kann zwar durch Einölen des Rostes vorgebeugt werden, besser ist es aber, Fisch auf Alufolie zu grillen oder spezielle Grillgitter für Fisch zu verwenden.

Fischfilet am GrillFisch zum Grillen wird ähnlich vorbereitet wie Fisch zum Braten. (Foto by: © Jag_cz / fotolia.com)

Jetzt darf der Fisch auf den Grill

Es gilt: Je größer der Fisch desto größer sollt auch der Abstand des Rostes zur Glut sein. Dabei sind direkte Flammen sind dabei zu vermeiden ansonsten verbrennt die Haut und der Fisch würde sehr trpcken werden. Grundsätzlich sollte man einen Fisch 4-5 Minuten kräftig bei starker Hitze angrillen (wenn der isch ca. 1 kg hat) und danach eher am Rand des Grillers bei weniger Hitze weiter garen lassen - so ca. 15-20 Minuten je nach Größe des Fisches. Das Ganze ist natürlich auch ein wenig Gefühlssache und Fingerspitzengefühl.

Fisch hat eine sehr kurze Garzeit. Fische, die im Grillgitter gegrillt werden und deshalb mehr Kontakt mit der Hitze haben, sind nach wenigen Minuten Grillzeit von jeder Seite fertig. Deshalb den Grill nicht verlassen, wenn der Fisch darauf liegt! Bei der zweiten Variante wird Fisch auf eingeölter Alufolie gegrillt. Hier rechnet man als Faustregel pro Seite zwischen drei und fünf Minuten.

Schließlich kann man noch eine dritte Version wählen. Dazu wird der gewürzte und mit Kräutern versehene Fisch in Alufolie eingewickelt. Das verschlossene Päckchen hat eine Garzeit von 15 bis 20 Minuten. Diese Methode eignet sich besonders gut, wenn viele Gäste bewirtet werden sollen, da die einzelnen Päckchen gut vorbereitet werden können.

Fisch vom Grill - so gelingt er sicher

Der optimale Garpunkt beim Fisch liegt bei ca. 65 Grad. Diesen kann man mit Hilfe eines Thermometers an der dicksten Stelle des Fisches messen. Eine andere Variante den Garpunkt zu messen ist das Einstechen mit einer Gar-Nadel. Diese wird ebenfalls an der dicksten Stelle im Fisch für ein paar Sekunden eingesteckt und danach hält man diese an die Lippen - wenn sie sich recht heißt anfühlt ist der Fisch gar.

Zum Grillen eignen sich alle fettreichen Fische mit festem Fleisch. Dazu zählen Lachs, Makrele, Dorade, Tunfisch, Heilbutt und Schwertfisch. Wenn die Haut des Fisches vor dem Grillen mit einem scharfen Messer eingeritzt wird, kann sich das Aroma besser entwickeln. Bei den meisten Fischen kann die Haut mitgegessen werden. Weniger fettreiche Fische können ebenfalls gegrillt werden, doch diese sollten auf Alufolie liegen. Auf diese Weise können alle Arten an Barschen und Forellen auf den Grill.

Eine Variation, die nicht nur hübsch anzusehen ist, sondern auch sehr gut schmeckt, sind Fischspieße. Dazu wird festes Fischfleisch verwendet, das in mundgerechte Stücke geschnitten und im Wechsel mit Cocktailtomaten, Champignons und Zucchinischeiben auf Spieße gesteckt wird. Dann kommen die Spieße auf den heißen Grill. Das Ergebnis, knackiges Gemüse und würzige Fischstücke, stellt auch anspruchsvolle Fischliebhaber zufrieden. Gegrillter Fisch ist eine köstliche und gesunde Variante zum Grillfleisch. Er ist leicht und bekömmlich. Mit passenden Salaten oder Gemüsevarianten ist Fisch vom Grill ein beliebtes Essen für warme Sommerabende.


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