Food Trucks - die kultige Geschäftsidee im Imbissbereich

Die Streetfood-Szene mischt mit einem neuen Konzept österreichs Straßen auf. Fahrende Imbißbuden verkaufen schnelles und gesundes Essen. Darunter findet man Wraps, Sandwiches oder Couscous. Einfach serviert und unkompliziert mit viel Geschmack.

Food TruckBio Essen auf Rädern erobert derzeit österreichs Straßen. (Foto by: © Scott Griessel / fotolia.com)

Die Streetfood-Szene wird aufgemischt: überall sichtet man Food Trucks

Food Trucks, die rollenden Lokale mit Snacks und Fast Food der gehobenen Kategorie, gehören bereits seit 20 Jahren zum Londoner Stadtbild. Mit dem in der Themsemetropole bereits lange Bewährtem tun sich andere Städte offensichtlich schwerer. In Deutschland sind sie seltener, doch Österreich zieht jetzt nach und lässt „Food Trucks“ durch Wien oder Graz fahren.

Die bekanntesten Food Trucks in Österreich sind die WrapStars und die Hy-kitchen von Monica Kranner. Als Ernährungsberaterin pendelte Monika Kranner regelmäßig zwischen London und Wien und hatte somit perfekten Einblick in die dortige Streetfood-Szene. Ihr Konzept, qualitativ hochwertiges Essen unterwegs anzubieten, ging schnell auf. Da das Auge mitisst, sorgte sie auch für eine attraktive Verpackung. In Deutschland tourt seit Kurzem der rollende Imbiss „Snack’n’Roll“ durch das Ruhrgebiet. Immer mehr folgen!

Die Geschäftsidee aus den USA

Das Konzept stammt aus den USA und boomte in der Wirtschaftskrise. In ganz Europa findet es immer mehr Nachahmer. Die innovative Imbissvariante ist jedoch nicht das gleiche wie ein herkömmlicher Bratwurst- und Pommes-Stand. Man möchte sich klar vom traditionellen Imbiss abheben. Der Food Truck muss individuell eingerichtet und gestaltet werden, um sich von althergebrachten, mobilen Bratwurstbuden klar zu unterscheiden. Das Speiseangebot in modernen Food Trucks hat seine eigene Philosophie und erreicht erst durch Individualität Akzeptanz beim Kunden. Die Konkurrenz in der Gastronomie ist hart. Food Trucks, die sich am Markt behaupten möchten, müssen durch besondere Qualität und Frische überzeugen. Fast Food in durchschnittlicher Qualität gibt es schon genug.

Was ist notwendig, um den eigenen Food Truck zu starten?

Interesssenten müssen beim Gewerbeaufsichtsamt ein kleines gastronomisches Gewerbe (Imbiss) anmelden. Die Anmeldeprozedur gilt immer nur für einen Truck und für einen Standort. Wer also mehrere Trucks betreibt, muss das Prozedere für jeden Standort bzw. Truck durchführen.

Wer sich einen Food Truck kaufen möchte, muss mit einem fünfstelligen Betrag kalkulieren. Die Investition sollte also gut überlegt und das Konzept erfolgversprechend sein. Zwar hat man individuellen Gestaltungsfreiheiten, doch es sind viele gesetzliche Bestimmungen einzuhalten, die von Land zu Land variieren.

Glücklicherweise wird Neueinsteigern in bereitwillig geholfen. Gründer mit einem eigenen Food Truck bekommen deutlich mehr Unterstützung als Neulinge in anderen Bereichen. Gerade hier ist der typische Pioniergeist zu spüren, der das Leben der ersten USA-Auswanderer bestimmte. Trotzdem oder gerade deshalb sollte man sich nicht verleiten lassen, ein wackeliges Konzept auf die Füße stellen zu wollen. Wer sich inspirieren lassen möchte, sollte vorher Gründerinterviews von Food-Truck-Pionieren lesen oder deren Werdegang in einschlägigen TV-Sendungen verfolgen. Fachbezogene Infos gibt gerne das Gewerbeamt.

Was kommt als Sortiment in Frage?

Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind tabu. Gesund und abwechslungsreich muss die Kost sein und eine echte Alternative zu Dönerbude um die Ecke. Fantasievoll belegte Brote, hochwertige, auch vegane Burger, selbstgemachte Soßen und frische Zutaten ohne Konservierungsstoffe liegen im Trend. Fettige Bratwurst ist dagegen out. „Bio-Essen auf Rädern“ heißt die Devise für Food Trucks, die funktionieren sollen. Gerade in Innenstädten, in denen das Essenangebot überschaubar ist, kann sich der Einsatz eines solchen Trucks rentieren. In der Mittagszeit hat man dann die beste Aussicht auf gute Umsätze.


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