Gartenkresse

Gartenkresse – frisches Grün in der Küche selber züchten und das auch noch ganzjährig! Wer regelmäßig frische Sprossen genießen möchte, der sollte Gartenkresse anbauen. Egal ob Fensterbank oder Kräutergarten – Gartenkresse lässt sich fast überall kultivieren.

GartenkresseIm Frühjahr ist ein sonniger oder halbschattiger Platz geeignet. (Foto by: Natalia V Guseva / shutterstock.com)

Gartenkresse gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Sie hat eine lange Tradition und wurde schon im alten Ägypten angebaut und verzehrt. Auch in vielen anderen Kulturen im asiatischen und europäischen Raum galt Gartenkresse als schmackhaftes und wertvolles Nahrungsmittel. Die einjährigen Pflanzen können bis zu einem halben Meter groß werden. Allerdings passiert das eher selten – wird die Gartenkresse doch zumeist schon vorher aufgegessen! Denn Gartenkresse ist nicht nur schmackhaft sondern auch sehr gesund.

Anbau, Pflege und Düngung

Der Anbau der Gartenkresse ist einfach. Im Frühjahr ist ein sonniger oder halbschattiger Platz geeignet. Im Hochsommer sind halbschattige bis schattige Orte zu bevorzugen. Der Boden sollte nährstoffreich und gut wasserdurchlässig sein, da Kresse keine Staunässe verträgt. Vor der Aussaat muss der Boden gut angefeuchtet werden. Man sät in breitem Wurf oder in Reihen mit einem Abstand von 10 bis 15 cm. Die Samen nur andrücken und nicht mit Erde bedecken, da Gartenkresse ein Lichtkeimer ist.

Der Boden muss bis zum Auflaufen stets feucht und unkrautfrei gehalten werden. Falls eine laufende Ernte über die ganze Vegetationsperiode gewünscht wird, muss alle 10 bis 14 Tage nachgesät werden. Eine weitere Möglichkeit ist, Kresse in der kalten Jahreszeit in Schalen auf der Fensterbank zu kultivieren. Gut geeignet sind flache Schalen. Sie werden mit einem saugfähigen Substrat wie Watte, Fließ- oder Küchenpapier ausgelegt, angefeuchtet und der Samen aufgestreut. Schon nach wenigen Tagen zeigen sich die ersten Keime.

Ernte

Wenn die Gartenkresse etwa 10 cm hoch ist und die ersten Blätter hat, beginnt die Ernte. Es wird nur so viel abgeschnitten, wie zum sofortigen Verbrauch benötigt wird. Die Kresse wird fortlaufend geerntet bis sich die ersten Blütenansätze zeigen. Die Blüten sind essbar und sind auch für Dekorationszwecke zu empfehlen. Benötigt man die blühende Kresse nicht, lässt man Samen bilden. Die Samen können entweder im gleichen Sommer oder im nächsten Frühjahr im Beet ausgesät werden. Selbstverständlich ist er auch für eine Kultur auf der Fensterbank geeignet.

Kresse zum VerfeinernGartenkresse wird oft verwendet um Speisen zu verfeinern. (Foto by: © Schwoab / fotolia.com)

Lagerung und Haltbarkeit

Eine Konservierung der Kresse ist nicht üblich, da das ganze Jahr frische Gartenkresse kultiviert werden kann. Hinweis! Es gibt auch eine „Gartenkresse, ausdauernd“. Sie ist eine winterharte Staude. Im Geschmack ist sie der einjährigen Gartenkresse sehr ähnlich. Die Blätter sind nicht ganz so zart wie die der einjährigen Gartenkresse. Sie vermehrt sich durch Wurzelausläufer. Die Wurzel kann wie Meerrettich genutzt werden, schmeckt aber auch nach Kresse.

Wirkung und Verwendung

Gartenkresse enthält eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe. Neben den Spurenelementen Eisen und Folsäure und dem Mineral Calcium sind hier vor allem die Vitamine C und B zu nennen. Deshalb empfiehlt es sich vor allem im Winter, wo frisches Gemüse aus dem Garten rar ist, Gartenkresse im Haus zu kultivieren. Für Geschmack und Wirkung der Gartenkresse sind außerdem die sogenannten Senfölglykoside verantwortlich.

Sie verursachen ähnlich wie beim Rettich eine leichte Schärfe. Kresse wird vor allem in Form der frischen Keimlinge verzehrt. Sie eignen sich für Salate oder für Brotaufstriche auf Quark- oder Frischkäsebasis. Natürlich können die gehackten Gartenkresseblätter auch einfach auf ein Butterbrot gestreut werden. Sogar warme Speisen lassen sich mit Gartenkresse verfeinern, wobei die Kresse erst nach dem Ende der Garzeit zugegeben werden sollten.


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