Glyx-Diät - Abnehmen

Mit der Glyx-Diät scheint das Problem des ewigen Kalorienzählens endlich gelöst. Leckere Diätrezepte lassen darauf schließen, dass man dabei auf nahezu nichts verzichten muss. Dennoch sollte man einiges beachten.

Glyx Diät ohne KohlenhydrateLebensmittel werden gewissermaßen in "gut" und "böse" geteilt. (Foto by: © Hetizia / fotolia.com)

Der Name der Glyx-Diät ist auf den wichtigsten Faktor dieser Diät, nämlich den glykämischen Index zurückzuführen. Der motivierende Diätname stammt von Marion Grillparzer, allerdings liegt der eigentliche Ursprung der Diät doch wo anders, und zwar beim deutschen Professor Hellmut Otto. Er beschäftigte sich in den 70ern intensiv mit dem Blutzucker.

Mit der neu entwickelten glykämischen Diätform möchte man ernährungsbedingte Erkrankungen, wie beispielsweise Krebs, Diabetes, Bluthochdruck etc. bekämpfen, was bis zu einem gewissen Grad auch möglich ist, behaupten Befürworter. Die Glyx-Diät wurde aber auch eingeführt, um Berufstätigen ein Diätprogramm zu ermöglichen, da die Zubereitung glyx-gerechter Speisen nicht aufwendig ist. Vertreter der Diät schwören auf das "stressfreie Schlemmen" und gleichzeitiges Abnehmen und das ohne großartigen Kostenaufwand.

Was steckt hinter dem Glyx?

Glyx ist, wie bereits erwähnt, die Abkürzung für den glykämischen Index. Dieser gibt an, wie stark der Insulinspiegel nach der Nahrungsaufnahme steigt. Dabei betrachtet man natürlich die Lebensmittel getrennt. So gibt es einige, die den Insulinspiegel stark ansteigen lassen, während andere diesen kaum verändern. Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index führen zu einem längeren Sättigungsgefühl. Kombinierte Lebensmittel beeinflussen sich gegenseitig im Bezug auf den glykämischen Index.

Einteilung in "gut" und "böse"

Das Prinzip ist auch bei dieser Diät einfach: Lebensmittel werden gewissermaßen in "gut" und "böse" geteilt. Dabei wird jenen Kohlenhydraten, die den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen lassen, das Attribut "böse" zugesprochen. Ein auf Dauer zu hoher Blutzuckerspiegel ist der erste Schritt in Richtung Zuckerkrankheit (Diabetes).

Bei der Glyx-Diät sollen also nicht nur die Kilos purzeln, sondern auch der Blutzuckerspiegel reguliert werden. Aber welche Kohlenhydrate sind denn nun gut, und welche schlecht? Hierbei betrachtet man natürlich den glykämischen Index (GI) und stuft jene Lebensmittel, die einen besonders hohen verursachen, als äußerst schlecht ein.

Glyx DiätNüsse, Joghurt und Vollkornprodukte wären besonders optimal. (Foto by: © Andreas Berheide / fotolia.com)

  • GI maximal 55: Die Lebensmittel befinden sich eindeutig im grünen Bereich und können ohne Bedenken gegessen werden. Z.B.: Fleisch, Fisch, Geflügel, Äpfel, Nüsse, Jogurt, Mehrvollkornprodukte.
  • GI zwischen 55 und 70: Mit diesen Lebensmitteln sollte man schon ein wenig achtsamer umgehen. Ihr Verzehr muss nicht vermieden werden, allerdings gilt hier: auf die Dosis kommt es an. Honig, Orangensaft, Ketchup, Mais, Pellkartoffeln oder beispielsweise Basmati-Reis sollten in Maßen genossen werden.
  • GI über 70: Wenn möglich Finger weg von diesen Produkten! Der Blutzuckerspiegel steigt hoch an und kann beim Senken einen riesigen Heißhunger auf Süßes verursachen. Auf Dauer gesehen können weitere Erkrankungen folgen. Salzkartoffeln, Wassermelonen, gekochte Karotten, Weißbrot oder Knäckebrot können Sie sich bei dieser Diät ruhig sparen.

Warum diese Diät glücklich machen kann

Durch die abwechslungsreiche Ernährung, die nicht nur viel Gemüse, Obst, Fisch und Geflügel umfasst, lässt sich der Jojo-Effekt schön vermeiden. Außerdem kommt es zu keinem Vitamin- oder Mineralstoffmangel. Lästiges Kalorienzählen entfällt. Um den Wirkungsgrad der Diät zu vergrößern, sollte man sie mit Sport koppeln, die Energie dazu hat man ja. Die Diät ist also nicht nur für Diabetiker hervorragend geeignet.

Einige Unklarheiten

Für Kritiker gilt die Glyx-Diät nicht als ausreichend erforscht. So bedenkt man keine anderen Faktoren, die bei der Zubereitung von Speisen den glykämischen Index verändern: Das Erhitzen und vor allem das Vermengen mit anderen Lebensmitteln werden ungenügend berücksichtigt. Der glykämische Index alleine sei, laut Experten, zur Beurteilung der Stoffwechselwirkung, nicht aussagekräftig genug. Außerdem wird keine Grenze gesetzt, wie viel der "guten" Kohlenhydrate gegessen werden darf - und auch davon nimmt man zu.

Unser Fazit

Die gesunde, vielseitige Ernährung während der Glyx-Diät bringt nicht nur den Körper auf Vordermann, sondern lässt auch Kilos schmelzen. Wenn Sie mit dieser Diät effektiv abnehmen möchten, sollten Sie es aber auch mit den "guten" Kohlenhydraten nicht übertreiben, sondern etwas kleinere Portionen essen.


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