Grillen - die schönste Freizeitbeschäftigung

Im Frühling und Sommer gibt es nichts schöneres als draußen zu Grillen. Gegrillt werden kann dabei fast alles - ob Fleisch, Fisch oder Gemüse - den Grillideen sind dabei keine Grenzen gesetzt.

KohlegrillerDie Lieblingsbeschäftigung vieler Österreicher ist das Grillen. (Foto by: © exclusive-design / fotolia.com)

Das Garen von Speisen über dem offenen Feuer hat auch in Zeiten von Mikrowelle und Fast Food nichts von seinen Reizen verloren. Im Gegenteil – alle Jahre wieder steigen mit den ersten warmen Sonnenstrahlen Düfte von köstlicher Grillspeisen aus den Vorgärten und Grünanlagen. Neben dem einmaligen Aroma bestechen Grillgerichte durch ihren würzigen Geschmack und die fettarme Zubereitung. Da zum Grillen wenig oder gar kein Fett benötigt wird, gilt es grundsätzlich als gesund. Hier finden Grillfreunde und alle die es werden wollen die ultimativen Grundregeln und Tipps zum Thema rund ums Grillen bzw. Barbecue.

Grill-Techniken

  • Direktes Grillen Hier wird das Grillgut auf dem Rost direkt (mit relativ geringem Abstand) über die glühenden Kohlen gelegt und erhitzt. Diese Methode eignet sich für Steaks, Hamburger, Koteletts, Würstchen, Spiesse und Gemüse.
  • Indirektes Grillen Bei der indirekten Methode liegt das Grillgut nicht direkt über der Hitzequelle, sondern seitlich von der Glut oder daneben, über einer Tropfschale die austretendes Fett oder Fleischsaft aufnimmt. Das Fleisch wird hier nicht auf der Glut gegart, sondern durch den Rauch und die warme Luft. Dies dauert natürlich länger, das Fleisch wird dafür aber butterweich und zart. Zum indirekten Grillen eignen sich am besten sogenannte Kugelgriller mit Deckel. Durch den Abschluss mittels Deckel wird der Hitzeanstieg reflektiert dadurch wird das Grillgut gleichmäßig von allen Seiten gegrillt. Zum Abpassen der richtigen Kerntemperatur ist der Gebrauch eines Grillthermometers empfehlenswert.
  • Grill-Temperatur Für gutes Gelingen ist die Kontrolle der Grilltmeperatur wichtig. Das Grillgut sollte erst auf den Rost gelegt werden, wenn die Glut gut durchgezogen ist und somit die optimale Temperatur erreicht wurde. Dann schließen sich die Poren im Fleisch und es laufen weniger Fett und Wasser aus. Dadurch bleibt das Fleisch innen saftig und es verringert sich die Gefahr, dass Flüssigkeiten in die Glut gelangen.
  • Die richtige Glut Zuerst wäre es Ratsam die Grillkohle pyramidenförmig aufzubauen. Mit Anzündwürfel die Kohlen rot werden lassen bzw. zum glühen bringen. Wenn die Kohle richtig glüht und überall von einer feinen weißen Asche bedeckt ist, kann die Grillkohle auseinandergebetet werden. Danach mit dem Grill starten und ausreichend Abstand zwischen Glut und Grillgut halten. Auch ein Eimer voll Sand sollte immer griffbereit stehen um eventuelle Flammen zu ersticken. Weitere richtig grillt (Fleisch, Gemüse, Obst und Fisch= - finden Sie in unserem großen Grillbereich.

Gas-, Elektro- oder Kohlegrill

Ob Holzkohle-, Gas-, oder Elektrogrill ist eine Frage der persönlichen Vorlieben, oder aber der Wohnsituation.

Gasgrill Die Handhabung eines Gasgrills ist einfacher, bequemer und geht in der Regel auch schneller. Auch hat es den Vorteil, dass eine deutlich geringere Geruchs- und Rauchentwicklung entsteht welche auf Balkonen oder in Stadtgärten zu Probleme führen kann.

Kohle- oder Holzgrill Das Grillen mit Kohle- oder Holz verleiht dem Grillgut seinen typischen Grill- und Aroma-Geschmack. Die Vorbereitung eines Holzkohlegrills ist arbeitsaufwendiger und nimmt mehr Zeit in Anspruch. Etwa eine Stunde muß man einplanen bis die Kohlen richtig durchgeglüht sind und das Grillgut auf den Rost gelegt werden kann. Es sollte auch dabei die richtige Kohle verwendet werden. Nie Brennbare Flüssigkeiten auf den Grill leeren, dass kann böse Enden.

Elektro-Grillen Wenn man auch im Winter gerne gegrilltes ißt, sollte man sich einen Elektro-Grill zulegen. Das Grillgut schmeckt dann zwar nicht so intensiv wie am echten Griller aber dafür ist in rund 10 Minuten die richtige Grillhitze erreicht und es entstehen beim Garen deutlich weniger Gerüche. Die Garzeit ist durch die regelbare Temperatur einfach zu bestimmen und der Grill ist schnell gereinigt.

Grill-Marinaden

GrillmarinadeMit der richtigen Grillmarinade gelingt das Grillgut bestimmt. (Foto by: © exclusive-design / fotolia.com)

Eine Marinade dient dazu, Fleisch, Fisch oder Gemüse geschmacklich zu verändern bzw. zu veredeln und die Konsistenz zu verfeinern. Sie machen das Grillgut zart und gibt dem Fleisch wie auch Fisch oder Gemüse den besonderen Geschmack.

Marinade für Fleisch & Fisch: Dabei gilt für Rindfleisch, Lamm und Geflügel, dass Sie es am besten über Nacht marinieren. Diese verstärkt die Intensität der Gewürze. Fisch hingegen sollte nicht länger als 2 Stunden mariniert werden. Damit Fleisch beim marinieren zart wird, enthalten Marinaden Säuren wie Essig, Wein oder Zitronensaft. Um den Geschmack nochmals zu intensivieren, hilft das Bestreichen des Grillgutes mit der Marinade während des Grillens.

Marinade für Gemüse: Gegrilltes Gemüse schmeckt fantastisch und ist mit wenig Aufwand zuzubereiten. Für das Grillen von Gemüse verwendet man am besten Aluschalen oder man wickelt es in Alufolie damit es auf dem Grill nicht verbrennt.

Fleisch grillen

Fleisch (fast) jeglicher Art kann zum Grillen verwendet werden - ob vom Schwein, Rind, Lamm oder Pute ist hier für jeden Geschmack etwas dabei. Das ideale Fleisch zum Grillen sollte zart mariniert und stets quer zur Faser geschnitten werden. Darunter versteht man eine leichte Fettmaserung im Muskel, die sich beim Grillen ausbrät und dafür sorgt, daß das Fleisch saftig und geschmackvoll bleibt. Auch ein leichter Fettrand schützt das Fleisch vor Austrocknung.

  • Hähnchen & Co Ob Hähnchen, Pute oder Strauß: alles eignet sich wunderbar zum Grillen und ist schön mager. Da Geflügel sehr fettarm ist, sollte man es auf dem Grill gelegentlich mit etwas Öl bepinseln damit es nicht austrocknet. Oder mit Öl einreiben, mit Kräutern bestreuen und in Alufolie wickeln und ab auf den Grill.
  • Schweinefleisch Da Schweinefleisch überall eine Fettschicht hat, das es vor dem Austrocknen bewahrt, eignet es sich vorzüglich zum Grillen. Zum Grillen sind: Filet als Stück oder geschnitten, Schnitzel und Koteletts, jedoch das Fleisch nicht klopfen sondern nur mit dem flachen Handballen flach drücken. Man sollte das Fleisch ganz "durch" Grillen und dabei das Fleischthermometer verwenden. Den Braten immer wieder mit Öl bepinseln, mit dem Fleischsaft oder mit der Marinade, in der Sie den Braten vorher eingelegt hatten.
  • Schweineripperl Die Ripperl einen Tag vor dem Grillen mit Salz, Pfeffer und eventuell Kümmel einbeizen. Am Grilltag im Rohr bei 150°C etwa 30 Minuten vorbraten. Das Fleisch mit der Marinade einstreichen und mit der fleischigen Seite auf den heißen Rost legen. Nebenbei immer wieder mit der Marinade bestreichen und braten, bis sich das Fleisch leicht vom Knochen löst.
  • Rindfleisch Damit Rindfleisch auf dem Grill schön zart wird, sollten Sie nur bindegewebsarme Stücke verwenden; wie etwa aus der Hüfte, dem Rücken und Filet. Braten Sie das Fleisch nur kurz scharf an und vor dem Servieren einige Minuten ruhen lassen. Bei Rindersteaks sollte man keine Marinade verwenden. Gewürzt wird hier erst zum Schluß!
  • Kalbfleisch Kalbfleisch hat einen sehr milden Geschmack. Bevor das Fleisch auf den Grill kommt sorfgältig von Häuten und Sehnen befreien. Auf keinen Fall klopfen! Vor dem Grillen kann es ein oder zwei Tage Mariniert werden. Da das Fleisch fast fettfrei und sehr zart ist sollte es während des grillens durch ständiges bestreichen mit Öl vor dem Austrocknen bewahrt werden. Gut auf die Grillzeit achten damit es nicht zu zäh wird.
  • Lammfleisch Lamm ist ideal für den Grill, weil es gleichmäßig mit Fett durchzogen ist. Zuerst wird überschüssiges Fett abgeschnitten und entfernt. Auch hier gilt marinieren und ein bis zwei Tage stehen lassen damit ein köstlicher Grill-Geschmack entsteht. Lammfleisch muss beim Grillen und Braten sehr vorsichtig behandelt werden. Auf Saftverlust muss nicht sehr geachtet werden, da Lammfleisch viel Flüssigkeit enthält. Wichtig dabei ist, das Fleisch bei mittlerer Temperatur grillen und nicht wenn Sie es gerade aus dem Kühlschrank geholt haben!

Gemüse, Tofu & Obst grillen

Gemüse grillenGegrillt werden kann: Gemüse, Obst, Tofu und auch Fisch. (Foto by: © B. Wylezich / fotolia.com)

Gemüse findet unter Grillfreunden immer weiter Verbreitung und bringen gesunde, fettarme Abwechslung auf den Teller. Durch das Grillen verdampft ein Teil der Flüssigkeit, so daß der Geschmack intensiver wird. Beim Gemüse sollten nur frische und knackige Sorten verwendet werden. Des weiteren sollte man nur Gemüse verwenden, das etwa die gleiche Garzeit benötigt. Auch sollten die Stücke für Spiesse etwa die gleiche Grösse haben.

Gut geeignet zum Grillen sind Auberginen, Zucchini, Paprika, Champignons, Maiskolben, Kartoffeln, Zwiebeln, Aubergine uvm. Vorraussetzung aber ist natürlich auch beim Gemüse die richtige Marinade, Dip-Sauce oder in einigen Fällen auch eine Füllung als Beilage und zusätzlicher Geschmack zu servieren. Beispiele dafür sind Champignons in Mehl und Sojasauce oder Zucchini mariniert in Kokosmilch mit scharfer Curry-Paste und feingehacktes Zitronengras, die Kombinationen können je nach Geschmack beliebig kombiniert werden. Obst Auch viele Obstsorten sind für den Grill geeignet: Bananen, Ananas, Äpfel uvm. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Fisch grillen

Grilltauglich sind prinzipiell alle Fischarten. Festfleischige und fettreiche Fische eignen sich besonders gut (wie z.B.: Hering, Sardine, Makrele, Sprotte, Rotbarbe, Schwertfisch, Forelle, Lachs, Aal, Rotbarsch, Heilbutt, Thunfisch, Dorade und Wolfsbarsch).

  1. Vorbereiten und Würzen: Damit der Fisch saftig und die Aromen besser zur Geltung kommen, sollte man ihn vorher marinieren und richtig würzen. Dafür schneidet man ganze Fische vor dem Marinieren auf beiden Seiten drei bis viermal tief ein. Zum Einlegen eignen sich am besten flüssige Marinaden auf Basis von Öl, Essig, Wein oder Sojasauce und je nach Geschmack vesetzt mit Petersilie, Dill, Estragon, Oregano, Minze, Basilikum, Fenchel, Chili, Ingwer, Senf, Zitrone, Limette, Knoblauch oder Frühlingszwiebeln (der Fisch sollte ca. 2-3 Stunden eingelegt sein).
  2. Fisch grillen: Die geschuppten und ausgenommenen Fische können gut geölt im Ganzen auf den Rost gelegt und sollten regelmäßig gewendet werden. Empfindliche Filets oder aber auch ganze Fischstücke, die leicht zerfallen, sollten in einem Stück in Alufolie auf den Rost gegeben werden. Fisch gart schneller als Wurst und Steaks und kann bei zu langer Grillzeit und zu hohen Temperaturen leicht austrocknen, deshlab sollte man den Rost etwas höher hängen und den Fisch regelmäßig wenden. Die Grillzeit bewegt sich je nach größe der Stücke zwischen 6-20 Minuten. Um zu sehen ob ein Fisch gar ist, sticht man mit einer Gabel hinein, schiebt das Fleisch auseinander. Wenn es innen kräftig weiß und nicht mehr durchscheinend ist, kann der Fisch vom Grill genommen und serviert werden. Als besondere Delikatessen können Sie auch Tintenfische, Garnelen und Scampi auf den Grill legen.

Tipps & Tricks fürs Grillen

  1. Das Grillgut erst auf den Rost legen, wenn die Kohle vollständig durchgeglüht ist. Ebenfalls Grillgut vom Rost nehmen, wenn Kohle nachgelegt wird.
  2. Gegrillte (ungeschälte) Kartoffeln in Folie sollte man vorkochen, in Folie wickeln und am Rand des Grills nur warm halten.
  3. Marinaden vom Grillgut gründlich abtropfen lassen bzw. antupfen oder das Grillgut auf Alu-Grillschalen legen.
  4. Weiches und empfindliches Grillgut (wie z.B.: Fisch) in geölte Alufolie wickeln oder auf Alu-Grillschalen legen.
  5. Für eine besondere Geschmacksnote kann man in die Glut einige Wacholderbeeren, Lorbeer- oder Rosmarinblätter streuen.
  6. Keine geräucherte oder gepökelte Lebensmittel grillen (hier können Krebs erregende Nitrosamine entstehen).
  7. Für Marinaden nur hochwertiges und hoch erhitzbares Öl verwenden, wie Oliven- oder Erdnussöl.
  8. Fleisch am Vortag marinieren, erst unmittelbar vor dem Grillen salzen.
  9. Nicht mit der Gabel in das Fleischstück stechen, um den Austritt von Fleischsaft zu vermeiden - Lieber eine Grillzange verwenden.
  10. Angekohltes Grillgut sollte nicht verzehrt werden.

Weiter Tipps und Tricks zum Thema grillen finden Sie unter Grilltipps & Tricks.


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