Gurken

Gurken sind vielfältig einsetzbar – beachtet man die Eignung der Sorte. Die Schlangengurke gehört zu den beliebtesten Salatbeilagen unserer Küche. Aber auch als Schmor- oder Einlegegurke haben Gurken hierzulande Tradition. Dabei sind Gurken nicht nur beliebt, sondern auch gesund.

Gurke im GartenGurken sind anfällig für Mehltau und andere Pilzkrankheiten. (Foto by: © Swetlana Wall / fotolia.com)

Die Gurke gehört zur Familie der Kürbisgewächse, wächst kriechend oder rankend und stammt vermutlich aus Indien. Sie wird schon seit Jahrhunderten kultiviert und auch schon seit langem in Europa angebaut. Sie sind absolut wärmeliebend und frostempfindlich.

Für den Anbau in unseren Gärten haben sich drei Gurkenarten etabliert: die große, lange und schlanke, grüne Salatgurke, auch Schlangengurke genannt, die Schäl-, Schmor oder Senfgurke sowie die kleine Einlegegurke, auch als Einleger oder Einmachgurken bezeichnet. Beim Anbau ist einiges zu beachten.

Anbau

Aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit dürfen Gurken nicht vor den Eisheiligen ins Freiland gesät oder gepflanzt werden. Gurkenpflanzen lassen sich gut im Haus oder Gewächshaus vorziehen. Hierzulande werden im Freiland hauptsächlich Schäl- oder Einlegegurken angebaut. Auch für Freilandschlangengurken wird Samen angeboten. Allerdings werden sie meistens unter Glas kultiviert, weil der Ertrag dort höher und die Qualität gleichmäßig gut ist.

Will man es dennoch im Freiland probieren, sollte man einen windgeschützten Standort wählen und den Gurken mit frischem Mist „warme Füße“ machen. Die Ranken der Gurken kriechen am Boden lang oder klettern, falls ihnen Rankhilfen angeboten werden, nach oben. Der Vorteil ist, dass die Früchte nicht auf dem Boden liegen, sauber bleiben und nicht so leicht faulen. In die direkte Nachbarschaft keine Tomaten pflanzen.

Pflege

Gurken müssen mit lauwarmem Wasser gleichmäßig feucht gehalten werden, weil Trockenheit zu Wachstumsstockungen führt, welche die Gurken bitter werden lassen. Der Boden ist wie bei allen Kulturen unkrautfrei zu halten. Während der Wachstumsperiode kann 2 – 3mal mit einer Brennnesseljauche gedüngt werden. Gurken sind anfällig für Mehltau und andere Pilzkrankheiten. Vorbeugend können sie mit Schachtelhalmbrühe behandelt werden.

Gurken geerntetSalatgurken werden geerntet, wenn sie noch schlank, grün und fest sind. (Foto by: © chamillew / fotolia.com)

Ernte

Wenn die Gurken die gewünschte Größe oder den gewünschten Reifegrad erreicht haben, können sie vorsichtig von der Ranke abgezogen oder abgeschnitten werden. Salatgurken werden geerntet, wenn sie noch schlank, grün und fest sind. Schälgurken werden nicht so lang, dafür aber dick.

Für den Verzehr als Rohkost werden sie recht früh – wenn die Gurken noch zart und nicht so dick sind – geerntet. Für die Bereitung von Schmor-, Senf- oder Honiggurken können die Gurken dicker sein und bereits eine Gelbfärbung aufweisen. Die Einlegegurken werden geerntet, wenn sie mit ungefähr 8-10cm noch klein sind und ihre Schale noch nicht glatt ist.

Konservierung und Verwendung

Gurken sollten nicht eingefroren werden, da sie sehr viel Aroma verlieren und nach dem Auftauen extrem weich sind. Salatgurken werden fast ausschließlich roh, pur oder in Salaten, verspeist. Eine weitere Möglichkeit des Konservierens, vor allem für Schälgurken, ist das Einlegen (Einkochen) als Senf- oder Honiggurken.

Diese etwas dickeren Gurken werden auch sehr gern als Schmorgurken verzehrt. Ebenfalls sehr beliebt ist auch die Konservierung mit gewürzter Salzsole. Durch eine Milchsäuregärung erhalten sie ihren sauren Geschmack, weshalb sie als Saure Gurken bezeichnet werden. Gewürzgurken bzw. Essigsaure Gurken werden demgegenüber durch Einlegen in einen Essigsud, welcher gewürzt und mit Kräutern versehen wird, haltbar gemacht.

Inhaltsstoffe

Der Hauptbestandteil einer Gurke mit über 95 Prozent ist Wasser. Sie ist kalorienarm aber vitaminreich und enthält Provitamin A, Vitamin C und B1. An Mineralstoffen kann sie Kalzium, Eisen, Zink Kalium, Natrium und Phosphor vorweisen. Sie enthält auch Niacin, pflanzliche Hormone und verschiedene Aminosäuren.


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