Helfen Energy-Drinks gegen Müdigkeit?

Energy-Drinks versprechen schnelle Energie. Doch wie wirken sie tatsächlich? Hier erfahren Sie, was es mit den beliebten Powerdrinks auf sich hat.

Energydrinks gegen MüdigkeitHelfen Energydrinks wirklich gegen Müdigkeit und steigern die Konzentration - oder alles Marketing? (Foto by: Depositphotos)

Bei Jugendlichen sehr beliebt

Unter Jugendlichen sind heute farbenfrohe Getränke mit stylishem Dosendesign angesagt, mit Cola und Limonade kann man längst nicht mehr punkten. Doch was die jungen Leute so kritiklos konsumieren, kann sehr gesundheitsschädlich sein. Neuesten EU-Studien zufolge sind Energy-Drinks gefährlicher als vermutet. Demnach kann der übermäßige Konsum dieser Mixgetränke zu erhöhtem Herzschlag und Blutdruck, Herzrhythmusstörungen und sogar Herzversagen führen. Die Modedrinks enthalten etliche Zusatzstoffe, die nicht deklariert werden müssen, aber viele Nebenwirkungen haben.

Energiedrinks - Standardzutaten in unterschiedlichen Kombinationen

Ursprünglich ging es um die schnelle Energiezufuhr, doch jungen Leuten kommt es heute auf Coolness und das Gefühl des Dazugehörens an. Mit Energie-Drinks möchten sie diesen Status erreichen. "Red Bull" und "Flying Horse" sind Klassiker der Kategorie, werden jedoch längst von einer Vielzahl anderer Drinks ergänzt. Es gibt sogar Spezialgetränke für Autofahrer oder Gamer, die sich die Nächte vor dem Spiele-PC vertreiben. Einer der Hauptbestandteile ist Koffein, was tatsächlich für eine gewisse Weile wach macht, doch bald darauf die Leistungskurve extrem nach unten schnellen lässt.

Andere Inhaltsstoffe sind beispielsweise Taurin, Inosit und Glucoronolacton. Für alle gelten gesetzlich vorgeschriebene Höchstmengen. Daneben sind große Mengen an Zucker und Süßstoffen in den Getränken enthalten. Zucker schädigt nachweislich die Zähne und begünstigt Übergewicht, Süßstoffe stehen im Verdacht, bestimmte Krankheiten auszulösen. Myo-Inositol wird zwar eine fettverbrennende Wirkung nachgesagt, hat aber tatsächlich gar keinen Effekt. Die Verbraucherorganisation „Foodwatch“ fordert für die Abgabe eine Altersgrenze von 18 Jahren.


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