Honig - Hausmittel gegen Erkältung

Das wussten schon Oma und Uroma: Honig ist gesund! Manche behaupten sogar, dass er Antibiotika ersetzen kann - doch wie gesund ist Honig wirklich?

Honig im GlasHonig ist ein Wirkstoff mit antibakteriellem Effekt. (Foto by: © Nitr / fotolia.com)

Schon seit Jahrhunderten ist der Honig als Naturheilmittel bekannt. Selbst der griechische Arzt Hippokrates soll Honig zur Linderung von Krankheiten verordnet haben. Honig wird von Bienen erzeugt, die Blütennektar aufnehmen und mit Enzymen versetzen. In Waben wird der Honig eingelagert und reift heran. Dazu wird jede Wabe von den Bienen verschlossen.

Der Imker erntet das Lebensmittel. Er schleudert den reifen Honig aus den Waben. Wird der Honig besonders schonend gewonnen, d. h. wärmeschonend, sorgfältig abgefüllt und gelagert, dann behält er seine wertvollen Inhaltsstoffe am besten. Honig besteht hauptsächlich aus Frucht- und Traubenzucker, Wasser, Enzymen, Pollen und Aminosäuren.

Quailtät des gelben Nektars

„Auslese“ oder „Auswahl“ darf sich ein Honig nur dann nennen, wenn Farbe, Konsistenz und Geschmack passen. Honig darf keine Fremdprodukte enthalten, sonst gilt er nicht mehr als naturbelassener Honig. Wenn ein bestimmter Pflanzenname auf dem Etikett abgedruckt ist, dann bedeutet dies, dass der Honig überwiegend von Pflanzen bzw. Blüten von dieser stammt (z.B. Akazienhonig). Über 100 verschiedene Honigsorten sind im Handel erhältlich.

Dabei unterscheiden sie sich nicht nur nach der von den Bienen bevorzugt angeflogenen Pflanze, sondern auch in Farbe und Konsistenz. Die Farbpalette reicht von fast farblos bis dunkelbraun. Der Honig mit der helleren Farbe schmeckt dabei lieblich-mild, wobei die dunkleren Farbvarianten kräftig-würzig sind.

Die dunkleren Sorten empfindet man meist weniger süß. Ob flüssig oder kristallisiert ist eine Frage des Geschmacks. Kinder und ältere Menschen bevorzugen die cremigere Version, da sie leichter zu handhaben ist.

Honig – Arznei ohne chemische Zusätze

BienenhonigHonig wirkt Entzündungshemmend und ist ein altbewährtes Hausmittel. (Foto by: © istock.com)

Das Hausmittel Honig ist inzwischen als Bakterienkiller anerkannt. Man hat herausgefunden, dass er Wirkstoffe mit antibakteriellem Effekt enthält. Studien haben ergeben, dass er bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung oft besser wirkt als Antibiotika.

Den Bakterien wird Wasser entzogen. Das bewirkt der Zucker im Honig. Dadurch können sich die Bakterien nicht weiter vermehren. Wasserstoffperoxid ist ein Abbauprodukt des Honigs. Es wird nicht nur zum Haarefärben verwendet, sondern bekämpft auch Bakterien. Bei der Behandlung mit Honig wurde festgestellt, dass dieser mehr Bakterien abtötete als das Antibiotika!

Hilft als Hustenmittel

Und noch eine erfolgreiche Studie hat der Honig mit Bravour bestanden: Gängige Hustenmittel, die bei trockenem Reizhusten eingesetzt werden, wurden mit dem gelben Gold verglichen. Dabei kam man zu folgendem Ergebnis: Der Honig schnitt deutlich besser ab. Somit ist Honig eine wirksame Alternative zu Hustensaft und Co, wenn der lästige Reizhusten eingedämmt werden soll.

Besonders hilfreich wirkt hier ein Honig aufgelöst in Thymiantee. Er löst den Schleim in den Atemwegen, hilft ihn abzutransportieren und wirkt auch noch krampflösend. Um eine Erkältung schnellstmöglichst hinter sich zu bringen sollte man viel Trinken um die negativen Stoffe auszuschwemmen und den Wasserhaushalt wieder auszugleichen. Machen Sie sich öfter mal eine Kanne Tee oder Saft (s. Link am Ende) und süßen sie diese mit einem großen Löffel voll Honig oder tun sie sich was Gutes und rühren Sie die natürliche Süße unter ihr Müsli.

Hier einige Honigsorten und deren positive Wirkung:

  • Fenchelhonig: Lässt Blähungen abklingen (besonders bewährt bei Kleinkindern) und hilft bei Heiserkeit und Husten.
  • Kleehonig: Hat eine krampflösende und schleimlösende Wirkung (ist harntreibend).
  • Rapshonig: Atemwegserkrankungen werden damit behandelt.
  • Salbeihonig: Salbei ist bekannt für seine heilende Wirkung bei Halsschmerzen.
  • Akazienhonig: Bekämpft Husten und Erkältung, bringt das Verdauungssystem auf Trab und löscht Sodbrennen.
  • Thymianhonig: wirkt schleim- und krampflösend, wird auch bei der Rheumatherapie angewandt.

Winterzeit ist Honigzeit

Tee mit HonigTee mit Honig ist in den Wintermonaten ideal und stärkt die Abwehrkräfte. (Foto by: © Africa Studio / fotolia.com)

In der anstehenden Zeit mit kühleren Temperaturen und Wind kommt es oft (auch bedingt durch Wasserverlust wegen Schnupfen) zu rissigen Lippen. Ihre Lippen werden wieder samtweich, wenn Sie einen Tropfen Honig einmassieren – probieren Sie es aus!

Wundbehandlung und Honig: Selbst zur Wundbehandlung kann Honig verwendet werden. Er wirkt entzündungshemmend und sorgt für eine gleichmäßige Abheilung der Wunde. Allerdings sollte dafür nicht der Honig aus dem Glas verwendet werden, sondern nur ein spezieller „Medikamenten-Honig“. Bei diesem wurden eventuell vorhandene Keime vorab zerstört. Dies geschieht durch Gammastrahlen, wobei die für die Heilung wichtigen Enzyme nicht zerstört werden, wie es bei der thermischen Sterilisation der Fall wäre.

Besondere Heilwirkung wird in diesem Zusammenhang dem Manukahonig zugesprochen. Der Honig dieser neuseeländischen Teebaumart hat eine vielfach höhere antibakterielle Wirkung als andere Sorten. Da die für die Heilung so wichtigen Enzyme nicht durch Hitze geschädigt werden sollen, ist es auch nicht ratsam, Honig in zu heißen Tee zu rühren oder diesen gar über Stunden in der Thermoskanne zu belassen. Besser ist es, das wertvolle Bienenprodukt direkt vor dem Trinken einzurühren, denn bei Temperaturen über 40 Grad verliert unser Naturprodukt seine heilende Wirkung.

Achtung bei Kleinkindern

Da Säuglinge noch keine voll entwickelte Darmflora haben, können bestimmte Erreger für sie gefährlich sein. Sporen solcher Bakterien wurden schon in Honigen nachgewiesen. Deshalb wird davon abgeraten Kindern bis zu 12 Monaten Honig zu füttern.

Bienen und Honig

Die Bienen sind bedroht: Pflanzenschutzmittel, Klimaveränderungen und Parasitenbefall schwächen die Bienen und mindern den Honigertrag. Lassen Sie die Bienen an Ihren Blumen naschen, sorgen Sie für eine von Natur ohne Gifte. Denn wenn die fleißigen Sammler ein für alle Mal „wegsummen“, wer produziert dann für uns dieses wohlschmeckende, einmalige und gesunde Naturprodukt?


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