Indien - würzig und scharf!

Kaum ein Land legt so viel Wert auf Gewürze, wie Indien. Zarte Fleischgerichte, aber vor allem die richtige Portion Schärfe machen dieses Land so interessant für Genießer.

indische KücheDie indischen Gerichte sind meist sehr scharf und schmackhaft. (Foto by: © panmaule / fotolia.com)

Die indische Küche bietet etliche Rezepte für jene, die es gerne scharf mögen. Hühnchen-, Fisch- und Lammgerichte lassen Genießerherzen höher schlagen. Die indische Küche hält aber auch jede Menge Überraschungen für Vegetarier bereit. So vielfältig sind die Gerichte für Vegetarier und man merkt schnell, wie vielseitig die vegetarische Küche doch sein kann.

Geschmäcker sind verschieden ...

Das trifft auch in Indien zu. Während im Norden nicht so scharf gekocht wird, finden im heißen Süden häufig pikante Gerichte den Weg auf die Speisekarte. Die schweißtreibende Wirkung der scharfen Speisen bewirkt eine längere Kühlung des Körpers in den heißeren Südregionen.

Die verschiedenen Zubereitungsarten sind aber nicht nur auf unterschiedliche klimatische Bedingungen zurückzuführen, sondern vor allem auf die vielen Religionen. Die Hindus beispielsweise ernähren sich ausschließlich vegetarisch, während Muslime nur auf das Schweinefleisch verzichten.

Biryani

Biryani – ein Beispiel für die ausgedehnte Reiskultur Das wohl aufwendigste Reisgericht ist Biryani. Es wird auch gerne zu Hochzeiten und anderen feierlichen Anlässen gekocht. Der Hauptbestandteil ist Basmatireis, dazu kommen Gewürze und beispielsweise Lammfleisch. Gebratene Chilis sorgen für Extrawürze.

Ohne Curry geht gar nichts!

Gewürze sind die essentiellen Begleiter der indischen Gerichte. Denkt man Jahrhunderte voraus, so wurde schon damals der Gewürzhandel von Portugiesen und Engländern als wichtige finanzielle und kulturelle Quelle angesehen. Außer in England war das indische Essen aber lange Zeit im Westen nicht präsent.

Curry

Gewürze IndiensViele verschiedene Gewürze spielen in der indischen Küche eine große Rolle. (Foto by: © Natalia Klenova / fotolia.com)

Das am häufigsten verwendete Gewürz in der indischen Küche ist Curry . Meistens wird damit eine gelbe Gewürzmischung bezeichnet, deren wichtigster Bestandteil die gelbe Kurkuma ist, die zu den Ingwergewächsen gehört. Kurkuma wirkt positiv auf die Verdauung des menschlichen Körpers. Es enthält das Curcumin, welches für die Gelbfärbung, sowie den charakteristischen Geschmack des Currypulvers verantwortlich ist.

In Indien selbst ist Curry ein Oberbegriff für manche Speisen mit Gewürzmischungen. Fleisch- und Fischgerichte in einer würzigen Soße werden als Curry bezeichnet. Die Zubereitung dieser Gewürzmischungen, auch Masala genannt, ist von Ort zu Ort, ja sogar in sämtlichen Haushalten unterschiedlich. Mild, süß, scharf, würzig – alles ist dabei.

Thali - die indische Mahlzeit

In asiatischen Ländern weit verbreitet ist die ausgedehnte Reiskultur. Dies ist auch in Indien der Fall. Viele indische Mahlzeiten, Thali genannt, basieren auf Reis. Der Name dieser Mahlzeiten ist auf das runde Tablett (indisch: Thali) zurückzuführen, auf welchem die verschiedenen Gerichte in kleinen Metallschälchen serviert werden.

Dem Reis wird oftmals Safran beigemengt, was diesem die leicht gelbliche Farbe verleiht. Safran sollte vor Licht und Feuchtigkeit geschützt werden, da seine ätherischen Öle sehr verletzlich sind. Gekocht wird grundsätzlich mit langkörnigem Reis, der auch bei uns erhältlich ist.

Was sonst noch auf den Tisch kommt

Ein wichtiges Gericht ist Dal, welches hauptsächlich aus Hülsenfrüchten besteht. Linsen und Kichererbsen stehen dabei auf Platz 1. Dem zerkochten Brei werden Knoblauch oder Koriander beigemischt.

Chutney und Co - würzige Beilagen

ChutneyChutneys sind die ideale Beilage zu scharfen Gerichten. (Foto by: © fatmanphotouk / fotolia.com)

Jeder indische Haushalt ist stolz auf seine eigenen Beilagen, die natürlich alle selbst gemacht werden. Gerade im Norden Indiens haben die scharfen Soßen eine lange Tradition, da sie den Speisen den richtigen Geschmack geben. Gekocht wird dort nicht scharf, den eigentlichen würzigen Teil erledigen die kreativen Soßen.

  • Chutneys: Die dickflüssige Konsistenz des Chutneys, einer süß-sauren Soße, kann mit Fruchtstücken oder Gemüse angereichert werden, damit sie noch interessanter wird. Indische Chutneys werden zu jeder Mahlzeit frisch zubereitet und oft in Verbindung mit Curry gebracht, mit dem sie wunderbar harmonieren. Fleisch, Fisch und Käse wird mit Chutney zu einem wahren Genuss. Eine interessante Beilage ist das indische Pickle. Gemüse oder Obst wird klein geschnitten und mit Öl, Gewürzen und Salz angereichert. Knoblauch, Ingwer, Kohlrabi, Chili oder Mango, Limetten und Zitronen – etliche Zutaten finden auf diese Variante Verwendung in indischen Speisen - hier gehts zu unseren Chutney Rezepten.
  • Die Rolle des Bettelpfeffers: Das herzförmige Blatt wird zusammen mit gelöschtem Kalk – dieser macht es für den Magen bekömmlicher –, Gewürzen und Bettelnüssen gekaut. Dies ist der krönende Abschluss nach jedem Essen und sowohl im Norden als auch im Süden üblich. Bettelpfeffer, auch Paan genannt, spielt in der indischen Heilmedizin – der ayurvedischen Medizin – eine wichtige Rolle. Paan wirkt verdauungsfördernd.

Fisch und Fleisch

Gerade im Norden wird, durch den muslimischen Einfluss, nicht vegetarisch gegessen. Obwohl Fleisch in Indien eher in Maßen genossen wird, haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Kochpraktiken entwickelt, um das Fleisch besonders zart zu machen.

Lammfleisch mit Jogurt mariniert macht es zum Beispiel noch zarter. Rindfleisch und Schweinefleisch werden aus religiösen Gründen kaum gegessen. Am beliebtesten ist – egal aus welcher Schicht kommend – das Hühnerfleisch.

Ein in vielen Restaurants vorkommendes Gericht ist das sehr scharfe Fleischgericht Vindalho. Es besteht hauptsächlich aus Chili, daneben Kreuzkümmel, Kurkuma, Senfsamen, Kardamom etc. Viele Gewürze machen dieses Gericht zu einem der schärfsten in Indien.

Mogul-Küche

Biryani GerichtAuf die Auswahl der richtigen Gewürze bei jedem Gericht wird sehr geachtet. (Foto by: © sugar0607 / fotolia.com)

Der Norden Indiens ist außerdem stark geprägt von arabischen und persischen Einflüssen, die zusammen die berühmte Mogul-Küche bilden. Vor allem die Zubereitung von Lammfleisch ist in dieser Küche sehr vielseitig. Daneben verwendet man aber auch Hammel- und Ziegenfleisch.

Hühnchen, die in speziellen Öfen gebacken werden, sind außen besonders knusprig und haben durch Zugabe einiger Gewürze meistens unterschiedliche Farben. Die Marinade besteht, bei den bekannten roten Hühnchen, aus Jogurt und Kräutern. Wie bei allen Gerichten, wird auch bei den Fleischgerichten auf die richtige Auswahl an Gewürzen geachtet.

Indische Rezepte

Die indische Küche hält einiges an Temperament und Würze für Sie bereit. Damit Sie auch in den Genuss indischer Köstlichkeiten kommen können, haben wir hier einige Gerichte aufgelistet. Suppe macht Appetit auf mehr:

Indische Hauptspeisen:


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