
Jetzt wird er wieder frisch geerntet – der leuchtende Granatapfel. Die einzige Gemeinsamkeit mit unserem Apfel ist die Form. Er wächst an bis zu 5 m hohen Bäumen (Punica granatum), die auch als Sträucher kultiviert werden. Die Blätter zeigen sich glänzend und ca. 10 cm lang. Seine Heimat ist West- bis Mittelasien. Heute wird er auch in Mitteleuropa angebaut. Bei uns kann man ihn als Kübelpflanze erwerben. Die Pflanze muss gegen Frost geschützt werden und kann bei 5 Grad den Winter überstehen. In der Wurzel und in der Rinde enthält er Alkaloide und ist daher stark giftig. Keine Angst - das Fruchtfleisch ist ungiftig.
Herkunft der FruchtDie Stadt Granada hat seinen Namen angeblichen diesen Früchten zu verdanken. Der spanische Name für Granatapfel ist „la granada“. Noch heute werden die kleinen Bäume um die spanische Stadt Granada herum angebaut. Aus leuchtend roten Blüten wächst später die Frucht.
Zwischen September und Dezember wird der Granatapfel reif, dann hat sich bereits die Schale von grün nach orangerot verfärbt und passt so bestens zu den Farben unseres Herbstzaubers.
So kann er auch hervorragend dazu verwendet werden, farbenprächtigen Herbstdekorationen und schön angerichteten Tellern den letzten „Pfiff“ zu geben. Dazu schneidet man sie am besten sternförmig auf. Doch Vorsicht: Der Saft kann böse Flecken verursachen. Damit werden im Orient sogar Teppiche und in Indien Wolle gefärbt!
Auch auf den bunten Herbststeller oder die mit Mais, Zierkürbissen und Kastanien gefüllten Schüsseln und Körbe kann der Granatapfel als Farbtupfer wirken.
Schon in der Bibel wird der Granatapfel im Zusammenhang mit dem Schmücken der Säulen vor dem Salomonischen Tempel erwähnt.