Judasohr

Das Judasohr erinnert in seinem Aussehen stark an ein Ohr. Auch wenn er hierzulande vor allem getrocknet erhältlich ist, ist er immer wieder ein beliebter Speisepilz. Sobald er wieder aufgequollen ist, wird er durch seine außergewöhnliche Form und Konsistenz zu einem Hingucker in jedem Gericht.

JudasohrDas Judasohr hat typischerweise die Form eines Ohres. (Foto by: © Susanne Meier / fotolia.com)

Das Judasohr ist unter zahlreichen Namen bekannt. Die meisten Menschen kennen ihn aus der asiatischen Küche, in der er als Mu-Err-Pilz oder als Black Fungus bezeichnet wird. Da er bevorzugt an Holunder wächst, trägt er auch den Beinamen Holunderschwamm.

Aussehen

Der Name des Pilzes lässt auch schon auf sein Aussehen schließen: Das Judasohr hat typischerweise die Form eines Ohres, kann aber auch wie eine Muschel aussehen. Der Pilz hat keine feste Konsistenz, sondern ist vielmehr lapprig und gallertartig. Der Fruchtkörper wird zwischen 3 und 8 cm breit. Er kann eine gelblichbraune Farbe annehmen, die jedoch auch bis olivbraun ausfallen kann. Die Innenseite weist meist eher eine rötliche bis violette Farbe auf.

Das Judasohr weist gewöhnlich keinen Stiel auf. Wenn doch einer vorhanden ist, ist er sehr kurz – man könnte eher von einem Stielansatz sprechen. Der Fruchtkörper ist von Falten durchzogen. Wenn der Pilz austrocknet verkleinert er sich und verschrumpelt. Kommt er wieder mit Wasser in Berührung, wird wieder Feuchtigkeit aufgenommen und er nimmt wieder sein ursprüngliches Aussehen an.

Herkunft & Saison

Das Judasohr ist ein weit verbreiteter Speisepilz, der vor allem im südlichen und zentralen Europa bekannt ist. Er ist an Laubhölzern zu finden, bevorzugt am Stamm des Schwarzen und Roten Holunders. Die Hauptsammelzeit ist im Frühjahr, wenn sehr viele Judasohren zu finden sind. Er kann aber sogar das ganze Jahr gefunden werden, wenn es eine entsprechend milde Witterung gibt.

Geschmack

Das Judasohr weist keinen ausgeprägten Eigengeschmack auf und riecht zudem neutral.

Verwendung in der Küche

Das Judasohr hat eine etwas seltsame Konsistenz, ist aber durch den neutralen Geschmack auf vielerlei Art und Weise verwendbar. Der fehlende Geschmack wird durch die vielen enthaltenen Mineralstoffe und Vitamine wieder wettgemacht. Besonders in der asiatischen Küche ist der Pilz zuhause. Deshalb stammen auch die meisten hierzulande erhältlichen Judasohren aus Japan.

Freunde der asiatischen Küche kennen den Pilz auch besser unter der Bezeichnung „Mu-Err-Pilz“. Im Supermarkt ist der Pilz gewöhnlich getrocknet zu bekommen. Die getrockneten Pilze müssen gewöhnlich etwa eine Stunde in Wasser quellen, bevor sie zum Kochen verwendet werden können. Beim Kochen nimmt das Judasohr die anderen Geschmackskomponenten des Gerichts auf.


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