Kärntner Nudel

Ein Highlight der österreichischen Küche ist ohne Zweifel die Kärntner Nudel. Die aufwendig zuzubereitende Nudelteigtasche wurde traditionell vor allem mit vegetarischen Füllungen versehen und am katholischen, fleischfreien Freitag serviert. Inzwischen gibt es aber zahlreiche, fleischhaltige Variationen.

Kärntner NudelTraditionell wurden die Kärntner Nudel fleischlos serviert. (Foto by: © A_Lein / fotolia.com)

Die Kärntner Nudel zählt sozusagen zu den Feuertaufen der heimischen Küche. In Kärnten besagt ein altes Sprichwort: „A Dirndl, das nit krendeln kann, kriegt kan Mann.“ Das Wort Krendeln bezeichnet die Art der Randbearbeitung, um die Nudeln zu schließen. Hochwertig handgekrendelte Kärntner Nudeln werden heute vor allem an Festtagen serviert. Als Fülle wird meist eine Topfenfülle verwendet. Aber auch eine Kartoffel- oder Fleischfülle schmeckt hervorragnd. Ein einzigartiger Nudelteig der mit viel Liebe zubereitet wird und für die ganze Familie hervorragend schmeckt. Ausprobieren und ein Krendl-Profi werden lautet hier die Devise.

Die Nudelsorte Kärntner Nudel

Die Bezeichnung Kärntner Nudel bezieht sich im Wesentlichen auf die Form der Nudeln. Die Füllung wie auch die Größe können sehr unterschiedlich ausfallen. Traditionell wurden die Kärntner Nudel fleischlos mit einer topfenhaltigen Füllung serviert. Inzwischen gibt es aber zahlreiche Rezepte für fleischhaltige Füllungen sowie auch moderne Füllungen mit außergewöhnlichen Aromen und Zutaten. Sogar süße Kärntner Nudeln mit Obst- oder Nussfüllung sind bekannt.

Herkunft und Geschichte

Es gibt Hinweise darauf, dass ein Vorläufer der Kärntner Nudel schon seit dem Mittelalter in einigen Gegenden Österreichs zubereitet wird. Diese „crapho“ entwickelten sich später weiter zu einer Art gefüllten Krapfen. Bis heute hat sich die Form der Käskrapfen oder Kasnudeln, wie die Kärntner Nudeln auch genannt werden, kaum verändert.

Das Aussehen der Kärntner Nudel

Auch wenn das Gericht meist als „Kärntner Nudel“ bezeichnet wird, so finden sich auf dem Teller meist doch mehrere der kleinen Teigtaschen. Typischerweise sind die Kärntner Nudeln asymmetrisch, sprich, sie haben einen schmalen, glatten und eine halbrunden, gekrendelten Rand. Abgekrendelt wird der Rand, um die Füllung während des Kochens oder in Schmalz Bratens im Inneren zu halten, üblicherweise mit einer Gabel. Das dabei entstehende, gleichmäßige Muster macht die Kärntner Nudel so besonders.

Verwendung in der Küche

Wie beschrieben, gibt es die Kärntner Nudel in den verschiedensten Variationen. Besonders bekannt ist die Kasnudel mit einer Topfen-Kartoffel-Füllung und gewürzt mit Minze und Keferfil. Aber auch die Herrnpilznudel mit Steinpilz-Füllung und die Erdäpfelnudel werden gerne gegessen. Als Nachtisch eignen sich süße Kärntner Nudeln mit Apfel-Zimt-Füllung oder die sogenannten Kärntner Kletzennudeln mit einer Füllung aus gedörrten Birnen und Topfen.


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