Kaffee - gesunder Muntermacher

Die Welt des Kaffees ist eine äußerst erstaunliche. Schnell macht er unsere müden Zellen wieder munter und verhilft uns zu einem guten Start in den Tag.

KaffeetasseEine Tasse Kaffee bringt den Körper richtig in Schwung. (Foto by: © yarkovoy / fotolia.com)

Bereits früh morgens wird in vielen Haushalten der erste Kaffee aufgesetzt. Sanft weckt der Duft frischen Kaffees die Bewohner und verhilft ihnen zu einem guten Start in den Tag. Manche fügen ein wenig Milch hinzu, andere trinken ihn schwarz oder mit ein bisschen Zucker. Doch woher kommt dieses faszinierende Getränk eigentlich?

Herkunft

Die Kaffeepflanze, ein Pflänzchen, das eine mehrere tausend Jahre alte Geschichte schreibt. Das Hochland von Äthiopien wird häufig als Herkunfstland des beliebten Heißgetränkes beschrieben, die Provinz „Kaffa“ dürfte die Geburtsstätte des Kaffeebaumes sein. Während der Türkenbelagerung wurden die ersten Säcke mit geheimnisvollen Bohnen auch in Europa gefunden. Diese Kaffeebohnen führten durch richtige Verarbeitung zum ersten Wiener Kaffeehaus.

Ganz Österreich liebt Kaffee

Gerade in Österreich wird eine ausgeprägte Kaffeehauskultur gepflegt. Die Kaffeetradition in Österreich ist eine lange. Das erste Wiener Kaffeehaus öffnete seine Pforten bereits im 17. Jahrhundert. Der Legende nach wurde dies durch Georg Franz Kolschitzky ermöglicht, der den Türken etliche Kaffeebohnen abknöpfte. Auch nach Deutschland fand in dieser Zeit der Kaffee seinen glorreichen Weg. Mittlerweile ist er weitverbreitet und es geht einfach nicht mehr ohne. Kaffeegenuss für Zuhause ist heute kein Problem mehr, denn durch die erschwinglichen Kaffeemaschinen und Kaffeevollautomaten sind auch dem Kaffeegenuß zu Hause keine Grenzen mehr gesetzt.

Kaffee und Gesundheit

Kaffee der MuntermacherKaffee zum Frühstück ist ein toller Muntermacher.

Die positive Wirkung des Kaffees auf den Körper ist gegeben, solange nicht mit dem Kaffeekonsum übertrieben wird. Das Koffein liefert die anregende Wirkung, die unseren müden Körper schnell auf Hochtouren bringt. Wird der Muntermacher konsumiert, so setzt das enthaltene Koffein diverse Prozesse in Gang, die unter anderem die Aktivitätsphase verlängern. Dabei wird die Adenosinausschüttung (Adenosin hat eine einschläfernde Wirkung) verringert.

Koffein und seine Nebeneffekte: Koffein wird schnell vom Körper aufgenommen und – je nach Organismus – langsam wieder abgebaut. Bis zu fünf Stunden kann Kaffee auf diese Weise einen Aufputscheffekt bewirken. Neben besser Durchblutung wird auch die Gefäßerweiterung gewährleistet, was in geringen Ausmaßen Kopfschmerzen lindern kann. Alles in Allem hat Kaffee einen weiteren, positiven Nebeneffekt: Er kurbelt die Kalorienverbrennung an und besitzt selbst keine Kalorien. Natürlich wird die Kalorienzahl durch Zugabe von Milch und Zucker erhöht.

Weniger ist mehr... Negative Folgen übermäßigen Kaffeekonsums können vermehrte Zittrigkeit und ein erhöhter Pulsschlag sein. Diese Symptome treten aber im Normalfall kaum auf. Dem üblichen Kaffeekonsum steht also nichts im Wege.

Kaffeebohnen aus exotischen Gebieten

Der beliebte Trank besitzt mittlerweile eine ausgeprägte Tradition. Für wahre Genießer spielt natürlich die Wahl der richtigen Kaffeesorte eine wichtige Rolle. Zu den bekanntesten Anbauländern zählen unter anderem Costa Rica, Kolumbien, Ecuador, Äthiopien, Brasilien, Indonesien und Kenia. Die Vielfalt an weltweit vorhandenen Kaffeesorten würde zu einer langen Auflistung führen. Mit den folgenden Sorten soll ein Einblick in die abwechslungsreiche Welt des Kaffees geschaffen werden:

Arabica-Kaffee Mit seinem lieblichen Geschmack ist der Arabica-Kaffee aus Brasilien der wohl bekannteste weltweit. Sehr gerne wird er für Mischungen verwendet. Das wohltuende Aroma des Brasilianers genießt weltweite Berühmtheit.

Kopi Luwak Wer es allerdings noch anspruchsvoller mag, den wird dieser extravagante Kaffee bestimmt ansprechen. Der indonesische „Katzenkaffee“ ist jedoch nicht jedermanns Sache: Abgesehen vom Preis sind nämlich Schleichkatzen – so genannte Fleckenmusangs – maßgeblich an der Herstellung des edlen Kaffees beteiligt. Die Kaffeebohnen werden von ihnen verzehrt und danach wieder ausgeschieden. Dabei werden den Bohnen Bitterstoffe entzogen. Dies verleiht dem Kopi Luwak seinen charakteristischen Geschmack.

Oaxaca Mexikanischer Kaffee wird, aufgrund seines exquisiten Aromas, häufig als sehr temperamentvoll beschrieben. Mexiko kennt aber noch weitere Kaffeesorten, die man einem Genießer nicht vorenthalten sollte, wie zum Beispiel die Sorten Chiapas und Pluma. Alleine der intensive Duft verführt zu einer Kostprobe.

Robusta Einen relativ hohen Weltmarktanteil besitzt dieser Kaffee aus Afrika. Er enthält etwas mehr Koffein, als übliche Kaffeesorten. In europäischen Ländern darf die Robusta-Sorte gerade in Mischungen nicht fehlen, so verbessert er die Schaumbildung des beliebten Espressos.

Richtige Zubereitung von Kaffee

KaffeemaschineMit dem richtigen Kaffeeautomat wird der Kaffee zum Genuß. (Foto by: © Spofi / fotolia.com)

Verschiedene Faktoren beeinflussen den Geschmack und die Inhaltsstoffe des Kaffees. So führen beispielsweise verkalkte Kaffeemaschinen zu bitteren Aromen und die Zugabe von Milch zu einer Minderung des Koffeingehaltes. Hier erfahren Sie, wie Ihr Kaffee zu einer Spezialität wird.

Grob oder fein – der Mahlgrad: Wichtig für die Erzielung nahezu perfekter Ergebnisse, ist der Mahlgrad. Grundsätzlich gilt: Je feiner der Mahlgrad, desto bitterer wird der Kaffee. Dieser Grad empfielt sich für Espressos. Beim direkten Aufbrühen darf ruhig grober Kaffee verwendet werden. Allerdings sollte hierbei die Brühzeit verlängert werden, um die wertvollen Substanzen lösen zu können.

Härtegrad des Wassers – ein wichtiger Faktor: Durch viele Wasserhähne fließt so genanntes „hartes Wasser“. Ein hoher Härtegrad führt nicht nur zu einer schnellen Verkalkung von Kaffeemaschinen, sondern verschlechtert auch die Qualität des Kaffees. Mit ausgewählten Filtern kann Abhilfe geschaffen werden. Zu „weiches Wasser“ beeinflusst natürlich auch den Geschmack des schwarzen Tranks, aber mit ein wenig Salz schwindet auch dieses Problem.

Brühtemperatur: Weder zu heiß, noch zu kalt darf die Brühtemperatur bei Kaffee sein. Das optimale Mittelmaß liegt zwischen 80°C und 90°C, nur dann kann der Kaffee seinen vollen Geschmack entfalten und geeignete Bedingungen für die Entfaltung der wertvollen Wirkstoffe gewährleistet sein.

Aufbewahrungstipps: Ungemahlener Kaffee fühlt sich bei Kühlschranktemperaturem am wohlsten. Achten Sie vor allem darauf, dass keine Luft und Feuchtigkeit Zugang zu den Kaffeebohnen hat. Frischer gebrühter Kaffee sollte in Porzellan- oder Glasbehältern aufbewahrt werden, um keinen Qualitätsverlust zu erleiden.

Wiener Melange - die Geburtsstunde hat geschlagen

Österreich erweist sich als wahres Kaffeemekka. Die Auswahl an Kaffeespezialitäten reicht vom „Großen Braunen“ bis hin zum wohl traditionellsten Kaffee Österreichs – dem Wiener Melange.

Wiener Melange: Der älteste Wiener Kaffee vereint Milch und Kaffee auf harmonische Art und der Genusseffekt ist einfach erstaunlich. Der französische Begriff „melanger“, was so viel bedeutet wie „mischen“, sagt viel über die Grundidee des Melange aus. Der Wiener Melange kann gewissermaßen als Vorreiter der österreichischen Kaffeehauskultur angesehen werden. Im Grunde genommen ist der Melange eine „Dreiermischung“ aus Kaffe, Milch und einem Krönchen aus Milchschaum. Das eigentlich simple Rezept gehört zu den meistgetrunkenen Kaffeespezialitäten Österreichs.

Im Laufe der Zeit bekam der Melange schmackhafte Konkurrenz ...:

  • Mokka – starker Espresso ohne Milch oder Sahne
  • Italienischer Capuccino – Espresso mit heißer Milch und Milchschaum
  • Großer Brauner – doppelter Mokka mit Kaffeesahne
  • Kleiner Brauner – einfacher Mokka mit Kaffeesahne oder Milch
  • Einspänner – großer Mokka mit Schlagobershäubchen
  • Fiaker – großer Mokka mit Zucker und einem Stamperl Rum
  • Verlängerter – mit heißem Wasser versetzter kleiner Schwarzer oder Brauner
  • Maria Theresia – Mokka mit ein wenig Orangenlikör

Kaffeerezepte

Neben den klassischen Kaffeerezepten gibt es noch zahlreiche weitere Varianten. Bei der Zubereitung und den Zutaten ist der Fantasie eigentlich keine Grenze gesetzt.


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