Karfiol kochen

Die meisten Kinder hassen ihn und viele Erwachsene ziehen beim Geruch schon die Nase kraus, aber sehr viele Menschen lieben Karfiol heiß und innig. Kein Wunder, denn Karfiol gehört zu den Gemüsen, die man auf sehr vielfältige Art und Weise zubereiten kann. Erfahren Sie hier mehr über den „süßen“ Kohl.

Karfiol kochenBlumenkoh ist ein wahrer Vitaminspender und sollt öfter auf den Tisch. (Foto by: © HandmadePictures / fotolia.com)

Karfiol kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken, denn schon im vierten Jahrhundert vor Christus wurde der weiße Kohl gerne gegessen. Die alten Ägypter bauten Karfiol sogar auf ihren Feldern an. Karfiol gehört wie Rosenkohl oder auch Kohlrabi, zu den so genannten süßen Gemüsen und hat einen etwas eigenwilligen Geschmack. Trotzdem ist Karfiol in seinen vielen Varianten einfach köstlich.

Als Einlage in einer frischen Suppe, mit Käse überbacken, als Beilage zu Fleisch und auch roh als Dip zu einer erfrischenden Joghurtsauce schmeckt er einfach hervorragend. Beim Einkauf von Karfiol sollte man darauf achten, dass der Kopf strahlend weiß ist und die Blätter ein kräftiges Grün haben. Hat der Kopf braune Flecken oder sind die Blätter welk, dann sollte man ihn besser liegen lassen. Karfiol hält sich ungewaschen und in einer Plastiktüte ca. zehn Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.

Wie kocht man Karfiol?

  1. Vor dem Kochen sollte der Karfiol gründlich gewaschen und die grünen Blätter samt Strunk entfernt werden. Kommt der Kohl frisch aus dem Garten, in Röschen aufteilen, die gleichmäßig groß sein sollten. Das ist wichtig, denn nur so werden alle Röschen auch gleich gar. Dann mit kaltem Wasser abspülen, damit Gartenrückstände entfernt werden.
  2. Karfiol braucht Platz, deshalb sollte man einen möglichst großen Topf nehmen. Den Karfiol erst dann in den Topf geben, wenn das Wasser sprudelnd kocht. Setzt man den Kohl mit dem Wasser zusammen auf, dann wird er garantiert matschig. Nach Belieben etwas Salz oder gekörnte Brühe dazugeben und dann für rund 15 bis 20 Minuten, je nach Größe, bei mittlerer Hitze kochen lassen. Nach dem Kochen in ein Sieb gießen und ausdampfen lassen. Wer möchte, kann den Karfiol danach in Butter schwenken und ihn mit Muskatnuss bestreuen.
  3. Karfiolgeruch ist sehr intensiv. Um zu verhindern, dass die ganze Wohnung danach riecht, einfach eine halbe Kartoffel mit ins Wasser geben, denn diese neutralisiert den Geruch des Karfiols.
  4. Damit Karfiol beim Kochen seine schöne weiße Farbe behält, sollte man entweder einige Spritzer Milch ins Kochwasser geben oder eine Prise Zucker, die den gleichen Effekt hat.
  5. Wenn der Karfiol garantiert schön zart werden soll, dann einfach statt normalem Leitungswasser Mineralwasser verwenden. Das ist immer dann empfehlenswert, wenn zum Beispiel der Kopf im Ganzen serviert werden soll.

Nicht nur lecker, sondern auch gesund

frischer KarfiolOb als Beilage oder Hauptgericht, Karfiol bringt Abwechslung in den Speiseplan.

Karfiol ist ein sehr gesundes Gemüse. So enthält der weiße Kohl sehr viel Vitamin C und das stärkt das Immunsystem und schützt vor Erkältungen. Dazu kommt viel Kalium, das für einen ausgeglichenen Mineralhaushalt im Körper wichtig ist. Besonders schwangere Frauen sollten möglichst viel Karfiol essen, denn er enthält die für Mutter und Kind so wichtige Folsäure.

Da Karfiol sehr wenige Kalorien hat, sollte er bei jeder Diät ganz oben auf dem Speiseplan stehen. Karfiol gehört zu den Kohlsorten die sehr gut bekömmlich sind. Anders als zum Beispiel Weißkohl oder Wirsing bekommt man vom Karfiol keine unangenehmen Blähungen und auch Menschen mit einem empfindlichen Magen vertragen Karfiol sehr gut.

Unendlich vielseitig

Karfiol schmeckt auf viele Arten delikat. Ein Klassiker ist Karfiol mit einer Sauce Hollandaise, aber auch als Beilage zu einem Rinder- oder Schweinebraten macht er immer eine gute Figur. Ganz einfach, aber doch köstlich schmeckt Karfiol mit ein paar gerösteten Semmelbröseln, nur mit einer Scheibe gekochtem Schinken oder auch mit einem weich gekochten Ei.

Wenn Kinder keinen Karfiol essen wollen, dann kann man sie mit frittiertem Karfiol garantiert davon überzeugen, wie gut der gesunde Kohl schmecken kann. Zusammen mit rohen Kohlrabi, Paprika und Salatgurken ist Karfiol auch perfekt zum Dippen. Mit einer Tsatsikisauce oder einem Sauerrahmdressing mit Kräutern, ist der Karfiol zum Beispiel beim Grillen ein Hit.


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