Karibische, kreolische Küche - scharfe und würzige Gerichte

Die kreolische Küche ist eine Mischung verschiedenster Einflüsse, die sich im Laufe der Zeit in der Karibik etabliert haben. Die karibische Küche ist vor allem von frischem Gemüse und Obst aus der Region, viel Fisch und scharfen Gewürzen geprägt.

karibische KücheIn der Karibik sind die Hauptzutaten Fisch und Schalentiere. (Foto by: © littleny / fotolia.com)

Man kann nicht von einer bestimmten karibischen Küche sprechen. Auch wenn es zwar zahlreiche Gemeinsamkeiten gibt, haben sich in der Karibik verschiedenste Regionalküchen entwickelt, die von der Nationalität der heutigen Bewohner, den Vorlieben der Touristen sowie den Eigenheiten der jeweiligen früheren Kolonialmacht geprägt sind.

Besonders ist an der karibischen Küche, dass es zwar überall ähnliche Gerichte gibt, die sogar denselben Namen tragen – sie schmecken aber nicht gleich. Dies hängt damit zusammen, dass die Bewohner der Karibik gerne mit dem Gemüse arbeiten, das in der jeweiligen Region wächst und daher die typischen kreolischen Rezepte diesem Bedürfnis entsprechend abändern.

Geschichte und Einfluss der Küche

Die kreolische Küche wurde besonders durch die europäischen Kolonialmächte geprägt, die hier verschiedene Regionen in ihrer Gewalt hatten. Darunter sind besonders Großbritannien, Spanien, Frankreich und die Niederlande erwähnenswert. Einflüsse stammen aber auch aus Afrika, von wo unzählige Sklaven nach Mittelamerika verschifft wurden, sowie aus Indien. Im 19. und 20. Jahrhundert kamen sehr viele Inder nach Amerika, um hier zu arbeiten.

Traditionen

Der Rum spielt eine essenzielle Rolle in der Karibik. Verschiedenste Cocktails und Drinks mit Rum stehen zur Verfügung und in jeder Bar lässt sich eine neue Kreation finden. Sogar beim Kochen wird das hochprozentige Getränk traditionell eingesetzt.

Hauptzutaten in der Küche

Kokosnuss GerichtDie kreolischen Küche liebt den Geschmack frischer Kokosnüsse. (Foto by: © alain wacquier / fotolia.com)

Die kreolische und die karibische Küche haben etliche Grundzutaten gemeinsam, die in der gesamten Region zum Einsatz kommen. Man kocht hier sehr viele Fischgerichte und Schalentiere, was durch die direkte Lage am Meer nur nachvollziehbar ist.

Typische Zutaten für karibische Gerichte sind Gemüsepaprika, Chilis, Mais, Bleichsellerie, Zwiebeln, Maniok, Süßkartoffeln, Kichererbsen und vieles mehr. An Obst finden sich in der kreolischen Küche unter anderem Orangen, Bananen, Papayas, Guaven und Ananas.

Auch bezüglich der Gewürze ist die karibische Küche ganz typisch. Bevorzugt kochen die Bewohner der Karibik mit scharfen Gewürzen wie Curry, Zitronengras, Chili, Cayenne-Pfeffer, Tabasco und Ingwer.

Bekannteste Speisen

  • Gumbo: Suppe aus Fleisch oder Meeresfrüchten mit Sellerie, Zwiebeln und Paprika
  • Jambalaya: Reisspeise mit Gemüse, Tomaten und Fleisch
  • Calalou: Suppe aus grünem Blattgemüse (z. B. Spinat)
  • Peas and Rice: schwarze Bohnen mit Reis
  • Guava Duff: Mehlspeise mit eingebackenem Obst
  • Mangú: Brei aus Tarowurzeln, Yucca oder gekochten Bananen, serviert mit Eiern, Käse oder Salami
  • La Bandera Dominicana: weißer Reis mit gekochtem Bohnenmus und Fleisch
  • Sancocho: Fleischeintopf
  • Locrio: Reisgericht ähnlich der spanischen Paella
  • Casabe: Fladenbrot aus Maniokmehl
  • Catibias: frittierte Teigtaschen mit Fleischfüllung

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