Kochen für Kinder

Kinder sind nach Meinung eines bekannten französischen Kochs die wahren Gourmets, denn Kinder sind immer unvoreingenommen. Manche Eltern werden sich jetzt vielleicht fragen, warum es manchmal so schwierig ist Kinder zum Essen zu bewegen. Es gibt einige Tricks wie Kinder (fast) alles essen.

Abschreckung nützt nichts


Kochen für Kinder„Am vierten Tage endlich gar der Kaspar wie ein Fädchen war. Er wog vielleicht ein halbes Lot - und war am fünften Tage tot.“ Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Suppenkaspar, der seine Suppe nicht essen wollte. Auf eine recht drastische Art und Weise hat der Arzt Heinrich Hoffmann 1844 geschildert, was mit Kindern passiert, die nicht essen wollen.

Damals mag diese schreckliche Geschichte vielleicht noch eine abschreckende Wirkung gehabt haben, die Kinder von heute werden darüber nur müde lächeln. Den Teller aufessen, damit morgen auch die Sonne scheint ist ebenso nutzlos, denn kein Kind bringt das Wetter mit den persönlichen Essgewohnheiten in Verbindung. Kinder zum Essen zwingen, bringt nichts, sie davon zu überzeugen, dass Essen wichtig und auch lecker ist, macht mehr Sinn.


Wie kocht man für Kinder?


Es ist nicht einfach für Kinder zu kochen, aber es ist auch nicht unmöglich. Kinder essen zum Beispiel nicht besonders gerne Gemüse. Spinat und Karfiol, Rotkohl und Kohlrabi gehören nicht gerade zu den Favoriten, die Kinder mögen.

Da Gemüse aber zu einer gesunden Ernährung besonders für Kinder gehört, muss man sich etwas einfallen lassen, damit Kinder das Gemüse auch essen. Gemüse zuzubereiten ist zeitaufwändig und Kinder sind von Natur aus neugierig. Ein Grund mehr, Kinder an den Vorbereitungen teilhaben zu lassen. So können auch schon kleine Kinder zum Beispiel bei der Zubereitung eines Blumenkohlauflaufs helfen. Sie können die Form einfetten und die Röschen in der Form verteilen, den Käse darüber streuen und dann im Backofen beobachten, wie aus dem Gemüse ein leckerer Auflauf wird.

Aber nicht nur beim Mittagessen können Kinder helfen, auch bei der Zubereitung des Frühstücks können sie beteiligt werden. Müsli in die Schüsseln füllen und Milch darüber gießen oder auch mal selbst ein Brot schmieren, das macht Appetit und steigert zudem auch noch das Selbstvertrauen.


Pasta und Pizza


Es gibt kaum Kinder, die nicht gerne eine Pizza oder Nudeln essen. Auch hier gilt: Wenn es ansprechend zubereitet wird, dann schmecken auch eine gesunde Pizza und auch die Vollkornnudeln. Bei beiden Gerichten kann man sehr viel Abwechslung ins Spiel bringen und so Kinder auch mit den vermeintlich ungesunden Gerichten noch eine tolle und gesunde Mahlzeit bereiten.

Wie wäre es mit einer Gemüsepizza oder mit einer Thunfischpizza? Da Kinder nicht gerne Fisch essen, ausgenommen die heiß geliebten Fischstäbchen, ist eine Pizza mit gesundem Thunfisch immer eine gute Idee. Auch was die Pasta angeht, kann man zaubern. Eine Brokkoli Lasagne schmeckt nicht nur gut, sie hat auch noch viele Vitamine.


Gesundes für Zwischendurch


Kinder lieben Süßigkeiten und der kleine Snack zwischendurch dürfen gerne mal Schokolade oder auch ein paar Chips sein. Obst ist ein Snack, der wesentlich gesünder ist, aber Kinder haben leider nicht immer einen Hang zu gesundem Essen.

Gesund ist Obst und wenn man frisches Obst in mundgerechte Stücke schneidet und auf einem Teller hübsch anrichtet, dann ist das immer ein Treffer. Besonders Äpfel, Birnen und Kirschen stehen auf der Hitliste bei Kindern ganz oben.


Selbst entscheiden lassen


Es ist langweilig, immer nur das Essen vorgesetzt zu bekommen, das andere ausgesucht haben. Auch Kinder haben eigene Ideen, wenn es ums Essen geht. Und das sind nicht immer nur Pizza, Pasta und Pommes.

Wer mit einem Kind in einen Supermarkt geht und es bittet mal das Essen für den nächsten Tag auszusuchen, der wird sich wundern. Kinder experimentieren gerne und wenn die Mischung der Lebensmittel auch abenteuerlich aussehen sollte, heißt das noch lange nicht, dass es auch nicht schmeckt.

Besonders Kinder, die eigentlich schlecht essen, sind wahre Künstler, wenn man ihnen die Entscheidung überlässt, was sie gerne essen möchten. Und auch hier gilt: die Kinder an der Zubereitung des eigenen Essens beteiligen.

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