Koreanische Küche - würzige Kulinarik mit viel Reis

Die koreanische Küche ist nicht etwa ein billiger Abklatsch der chinesischen Küche, wie viele vermuten. Zwar hat China durchaus deutliche Spuren in der koreanischen Kochweise hinterlassen, doch hat sie sich dennoch zu einem völlig eigenständigen Zweig der asiatischen Küche entwickelt.

Gesundes KoreaDie gesunde Küche Korea`s verspricht Abwechslung und Genuss. (Foto by: © nattkamol / fotolia.com)

Die koreanische Küche eignet sich hervorragend für eine gesunde Ernährung. Reis kombiniert mit jeder Menge frischem Gemüse und Kräutern und Gewürzen – die perfekte Basis für eine gesunde Lebensweise. Alle Zutaten werden ausschließlich auf schonendste Art und Weise gegart, sodass wertvolle Vitamine und Spurenelemente erhalten bleiben. Die häufige Verwendung von Sojaprodukten versorgt den Körper mit wertvollem pflanzlichem Eiweiß.

Geschichte und Einfluss der Küche

Die koeranische Küche , wie wir sie heute kennen, hat ihren Ursprung im 18. Jahrhundert. Die Einflüsse aus der chinesischen Küche lassen sich nicht leugnen, was sich besonders in den Hauptbestandteilen der Mahlzeiten äußert.

Reis gehört heute zwar zum Standard in der koreanischen Küche, war aber bis zum 20. Jahrhundert ausschließlich der wohlhabenden Bevölkerung zugänglich. Auch Fleisch gehörte sogar bis in die 1970er Jahre hinein nur zu den Speiseplänen der Reichen.

Die heute für die koreanische Küche typische Schärfe wurde bereits seit Ende des 16. Jahrhunderts eingeführt. Ursprünglich gab es in Korea unterschiedliche Entwicklungsströmungen der Küche. Diese Regionalküchen haben sich jedoch inzwischen wieder weitgehend aneinander angeglichen.

Traditionen

In Korea wird größter Wert auf eine ordentliche Tischetikette gelegt. Besonders jüngere Menschen müssen diese unbedingt einhalten. Man darf hier beispielsweise seine Schüssel zum Essen nicht anheben, um leichter daraus essen zu können.

Ebenso ist es verpönt, Essen mit der Hand aufzunehmen. Niesen, Husten, Nase putzen – all das gehört nicht an den koreanischen Tisch. Solange der Tischälteste nicht isst oder spricht, tun dies auch alle anderen nicht. Weder im eigenen Essen noch in den Schüsseln, die am Tisch stehen, sollte herumgerührt werden.

Hauptzutaten in der Küche

Koreanisches GerichtDie Gerichte werden mit einer Vielzahl von Zutaten serviert. (Foto by: © 2nix / fotolia.com)

Wie in vielen asiatischen Ländern gehört Reis auch in Korea zu den Grundnahrungsmitteln. Gerste und Hirse werden hier ebenso häufig serviert wie zahlreiche Produkte aus Soja. Fleisch ist heutzutage ebenso beliebt wie Fisch und Meeresfrüchte. Die Gerichte werden mit einer Vielzahl an typischen Zutaten zubereitet. Unbedingt erforderlich sind die drei Grundpasten Gochujang (Peperonipaste), Doenjang (Sojapaste) und Ganjang (Sojasauce). Weitere wichtige Zutaten sind Peperoni, Knoblauch, Sesam, Ingwer, Fischsauce, Reiswein, Seetang, Sesamöl, Tofu, Ginseng und viele mehr.

Bekannteste Speisen

  • Gimbap: in Seetang eingerollter Reis, Gemüse und Omelett
  • Jajangmyeon: Gericht aus Weizennudeln und Sauce aus schwarzen Bohnen
  • Bokkeumbap: gebratener Reis mit Gemüseeinlage
  • Mandu: mit Fleisch gefüllte Teigtaschen (ähnlich wie Maultaschen)
  • Pajeon: mit Meeresfrüchten und Lauch gefüllte Pfannkuchen
  • Yukhae: Tatar auf koreanische Art
  • Cheonggukjang: Suppe aus dicker Sojabohnenpaste
  • Haemultang: gekochter Fisch/Meeresfrüchte mit Gemüse
  • Goguma Mattang: kandierte Süßkartoffel

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