Koriander

Koriander wurde vor allem mit der asiatischen Küche weltweit verbreitet und gehört heutzutage durchaus auch zu den bei uns üblichen Küchenkräutern. Will man die frischen, grünen Blätter zum Würzen nutzen, so empfiehlt es sich, Koriander ganz einfach selbst anzubauen.

KorianderKoriander ist eine einjährige Pflanze, die in unseren Gärten gut gedeiht. (Foto by: LUGO/ iStock.com)

Koriander wird auf Grund seines Geruches auch Wanzenkraut genannt. In den letzten Jahren hat der Koriander unsere Küchen erobert. Das Kraut mit dem angenehmen, aromatischen Geschmack, welches sich kaum überdosieren lässt, passt nicht nur zur asiatischen Küche, sondern auch zu vielen einheimischen Gerichten und lädt außerdem zum Experimentieren ein. Zudem lässt sich Koriander auch in unseren Breiten während der Sommersaison erfolgreich anbauen, so dass der Verwendung der frischen Blätter nichts im Wege steht.

Anbau, Pflege und Düngung

Koriander ist eine einjährige Pflanze, die in unseren Gärten gut gedeiht. Die Aussaat erfolgt im April direkt an Ort und Stelle im Freiland in eine sonnige Lage. Der Boden sollte locker und gut durchlässig sein. Koriander ist ein sogenannter Dunkelkeimer, weshalb der Samen mit Erde abgedeckt werden muss.

Bis zum Auflaufen des Samens ist der Boden unkrautfrei und feucht zu halten. Gegossen wird bei Bedarf. Die Pflanzen können bis 70 cm hoch werden und brauchen dann mitunter eine Stütze. Die Anzucht in Kästen ist möglich, bringt aber im Allgemeinen keine gute Ernte. Deshalb lässt sich Koriander nur selten erfolgreich auf der Fensterbank oder Terrasse kultivieren.

Ernte

Nahezu alle Teile des Korianders lassen sich in der Küche verwerten. Deshalb kann man vom Koriander alles ernten - die Blätter, die Blüten, die Früchte und die Samen. Die Korianderblätter, das sogenannte Koriandergrün, wird ausschließlich im frischen Zustand verwendet und deshalb nur bei Bedarf geerntet. Es sollte dann zeitnah verwendet werden.

Die Früchte werden geerntet, wenn sie würzig-süß duften. Da die Koriandersamenkörner beim Reifen leicht abfallen, werden die Dolden geerntet, wenn die Samen halbreif sind. Hierzulande kommt Koriander hauptsächlich in Form der Körner zum Einsatz. Sie lassen sich gut einlagern.

Koriander geerntetNahezu alle Teile des Korianders lassen sich in der Küche verwerten. (Foto by: © Es75 / fotolia.com)

Lagerung und Haltbarkeit

Die würzig-süß duftenden Früchte werden sowohl im frischen Zustand als auch getrocknet zum Würzen verwendet. Die geernteten Früchte werden getrocknet. Die Dolden mit den halbreifen Samen werden zum Reifen der Samen an einem sonnigen bis halbschattigen Platz aufgehängt. Die reifen Samen lassen sich leicht abschütteln und werden ebenso wie die getrockneten Früchte in einem geschlossenen Gefäß bis zum Verbrauch aufbewahrt. Die trockenen, gemahlenen Samen müssen ebenfalls in einem luftdicht abgeschlossenen Behälter aufbewahrt werden.

Wirkung und Verwendung

Koriander enthält vor allem ätherische Öle. Sie wirken verdauungsfördernd und können so helfen, schwere Gerichte leichter verdaulich zu machen. Auch bei Blähungen oder Magen- und Darmkrämpfen kann Koriander Linderung verschaffen. Als Tee genossen hat Koriander auch eine leicht abführende Wirkung. Koriander lässt sich aufgrund des angenehmen Aromas kaum überdosieren.

Fleisch- und Fischgerichte lassen sich damit ebenso verfeinern wie Pastete und Salaten. Koriander in Form der Samen ist ein wichtiges Brot-Gewürz, außerdem Bestandteil vieler Curry-Gewürzmischungen und gibt dem Weihnachtsgebäck, besonders den Lebkuchen, die besondere Note.


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