Kräuter kaufen

Kräuter bereichern nicht nur unsere Küchen – sie lassen sich auch hervorragend in anderen Bereichen des Alltags einsetzen. Ob in Form selbst zusammengestellter Tees oder zur Selbstmedikation bei kleineren Leiden – Kräuter sind nur dann wirksam, wenn sie eine entsprechende Qualität aufweisen.

Kräuter kaufenBei vielen Kräutern liefern nur bestimmte Sorten ätherische Öle. (Foto by: Kyrien / shutterstock.com)

Voraussetzung für eine hohe Qualität sind geeignete Anbaubedingungen, optimale Pflege und der richtige Erntezeitpunkt. Warum man Kräuter lieber kauft und nicht aus Eigenanbau gewinnt, kann viele Gründe haben. Nicht jeder hat Lust, Zeit und vor allem den nötigen Platz, um die geliebten Kräuter selber anzubauen. Andererseits gibt es auch Kräuter, die sich nicht einfach anbauen lassen oder aber so selten gebraucht werden, dass sich der Anbau nicht lohnt. Beim Kräuterkauf gilt es einiges zu beachten.

Grundsätzliches

Kräuteranbau unterliegt vielen Einflussfaktoren. Der Gehalt an den wirksamen Inhaltsstoffen kann aufgrund verschiedenster Ursachen enorm schwanken. Die angebaute Sorte kann hier entscheidend sein. Bei vielen Kräutern liefern nur bestimmte Sorten ätherische Öle in der vom Arzneibuch vorgeschriebenen Menge, während die für den reinen Verzehr verwendeten Sorten weitaus weniger geschmackstragende Inhaltsstoffe haben.

Man kann das ausgleichen, indem man mehr davon verwendet oder man kann andererseits Apothekenware kaufen. Zusätzlich gilt es zu bedenken, dass Kräuter stark belastet durch Pestizide oder Schadstoffe sein können. Deshalb ist Kräuterkauf vor allem Vertrauenssache. Wenn immer möglich sollte man Kräuter bekannter und geprüfter Qualität erwerben.

Frische Kräuter – Qualität erkennen

In fast jedem Supermarkt werden frische Kräuter als Bundware oder in Töpfchen angeboten. Ob Basilikum, Thymian oder Petersilie – viele häufig verwendete Kräuterarten lassen sich hier finden. Bundware ist frisch, wenn die Blätter frisch und grün und die Stängel fest und knackig sind. Wenn man ein Blatt abreißt und zwischen den Fingern reibt, muss das typische Aroma des Krautes intensiv zu Tage treten. Kräuter-Bunde bleiben nur wenige Stunden frisch.

Sie sollten möglichst schnell verbraucht oder haltbar gemacht werden. Manche Kräuter lassen sich für wenige Tage im Kühlschrank lagern. Kräuter in Töpfen sind optimal für die langfristige Pflege auf der Fensterbank. Auch hier gilt es, den Zustand der Pflanze genau zu begutachten. Die Pflanze sollte kräftig grün sein und voll im Saft stehen. Die Erde im Topf sollte leicht feucht und frei von Moos und Schimmel sein.

TrockenkräuterJe Kräuterart gehen beim Trocknen mehr oder weniger Inhaltsstoffe verloren. (Foto by: © Heike Rau / fotolia.com)

Trockenkräuter – damit man lange etwas davon hat?

Viele Kräuter lassen sich durch Trocknen konservieren. Je nach Kräuterart gehen dabei mehr oder weniger viele Inhaltsstoffe verloren. Die richtige Art des Trocknens spielt dabei eine entscheidende Rolle: Kräuter sollten mit niedriger Temperatur über lange Zeit schonend getrocknet werden. Dann behalten die meisten Kräuter eine intensive grüne Färbung und einen angenehm aromatischen Geruch.

Erscheinen die Pflanzenteile eher grau und weisen keinen vielversprechenden Duft auf, sollte man die Finger davon lassen. Außerdem ist es günstig genau zu schauen, ob das Kraut schimmelfrei ist und ob sich im unteren Tütchen-Bereich viele Kleinstpartikel und Staub angesammelt haben. Ist das der Fall, empfiehlt es sich ebenfalls anderweitig nach Trockenkräutern zu suchen. Getrocknete Kräuter halten sich nur wenige Monate bis ein Jahr, weil sie dann zunehmend an Aroma verlieren.

Kräuter aus der Gefriertruhe?

In den letzten Jahren hat das Angebot an gefrorenen Kräutern enorm zugenommen, darunter auch in Bio-Qualität. Wenn immer möglich, sollte man darauf zurückgreifen. Vitamine, Aroma und Inhaltsstoffe bleiben in vollem Umfang erhalten. Aber auch gefrorene Kräuter sollten nicht länger als einige Monate gelagert werden.


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