Krapfen und Strauben

Krapfen und Strauben sind Süßspeisen für spezielle Gelegenheiten. Wurden Strauben vor allem als Hochzeits- und Glücksgebäck hergestellt, ist die typische Krapfenzeit der Winter - und hier besonders die Faschingszeit

Süße StraubenStrauben sind auch bekannt als Funnel Cake. (Foto by: © Brent Hofacker / fotolia.com)

Durch den Straubentrichter fließt der flüssige Teig in das heiße Fett einer Pfanne. Das Fett wallt auf und sehr schnell erhalten die langen, verschlungenen Teigbahnen einen Hauch von Farbe. Fertig sind sie, wenn sie goldbraun gebacken sind. Die Strauben kommen auf einen Teller. Köstlich schmecken sie traditionell mit Staubzucker und Zimt, jedoch gibt es Liebhaber von Strauben mit Marmelade oder verschiedenen Saucen.

Blütenstrauben

Verwandt mit den Strauben, wenn auch nicht sehr nah, sind die Blütenstrauben. Der Klassiker: Die Hollerstraube. Um diese Köstlichkeit genießen zu können, werden im Frühjahr während der Holunderblüte eben diese großen Blütenstände in Bierteig gewendet und schnell in heißem Fett herausgebacken. Bestreut mit Zucker entsteht eine saisonale Köstlichkeit mit feinem Holunderaroma. Auch die Blütenstände von Rubinen eignen sich für diese Zubereitung.

Der Krapfen mit der hellen Mitte

Ähnlich den Strauben wird auch der Krapfen in heißem Fett herausgebacken. Allerdings ist ein "Krapfen" immer ein größeres Teigstück. Variationen gibt es von rund-ovaler Form mit relativ glatter bis sehr unregelmäßiger Oberfläche bis hin zu einer runden Scheibe, die in der Mitte dünn, an den Seiten dick aufgegangen ist.

Der Krapfen wird während des Backens gedreht, wenn die eine Seite bereits goldbraun ist. Dann kommt die andere Seite ins heiße Fett, bis auch diese Farbe angenommen hat. Oft bleibt in der Mitte des Krapfens ein heller Ring. Der Krapfen wird meist mit Marmelade oder Saucen gefüllt oder erhält einen Klecks Marmelade in seine gedellte Mitte.

Der Teig

KrapfenBeim Ausbacken von Krapfen oder Strauben muss das Fett sehr heiß sein. (Foto by: © unpict / fotolia.com)

Die Zutaten zu Strauben und Krapfen sind sehr einfach. Sie bestehen aus Mehl, Eiern, Milch, Zucker und Butter, wobei bei Spezialrezepten auch weitere Verfeinerungen, wie etwa Rum oder Schnaps zugegeben werden. Butter ist nicht bei allen Rezepten mit dabei. Strauben sind meist aus Brandteig gemacht, bei Krapfen kann es neben Brandteig auch Bierteig oder Hefeteig sein.

Traditionelles Gebäck

Beide, Krapfen und Strauben erfreuen Menschen schon seit hunderten von Jahren. Der Krapfen geht gar auf das 9. Jahrhundert zurück und hatte ursprünglich die Form eines Hakens. Sein Name kommt vom althochdeutschen Wort Krapho, das auch "Kralle" oder eben "Haken" bedeutet. Der Ursprung der Straube kann nicht ganz so weit zurückverfolgt werden. Eines der ersten überlieferten Rezepte stammt aus dem 18. Jahrhundert. In Amerika sind Strauben als Funnel Cake bekannt.


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